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Portrait, Brustbild nach links, nach einer Zeichnung von Ernst Foerster gestochen von Valmy.
- Bonn, in der C.Schulgen-Bettendorfschen Kupferdtruckerei, ca. 1840, Folio, 520 x 412 mm. Philipp Franz von Walther, "geb. 3. Jan. 1782 zu Burweiler in der Rheinpfalz, wurde in Heidelberg, erst 15 Jahre alt, 1797 an der Hochschule immatriculirt, setzte das dort begonnene Studium der Med. später 3 Jahre lang in Wien fort, wo PETER FRANK und BEER , Letzterer in der Augenheilkunde, seine Lehrer waren. 1803 wurde er in Landshut zum Doctor promovirt und bald nachher, im Alter von nur 21 Jahren, zum Med.-Rath, ord. Prof. und Oberwundarzt an dem Spitale zu Bamberg ernannt. Im folgenden Jahre machte er eine Reise nach Paris, wurde nach seiner Rückkehr von dort 1804 als Professor der Physiologie und bald nachher auch der Chirurgie in Landshut angestellt. Dort erlangte er als Lehrer und praktischer Chirurg bald eine grosse Wirksamkeit. Chirurgische und Augenkranke reisten aus dem In- und Auslande nach Landshut, um sich bei ihm Raths zu erholen. Im Jahre 1811 wählten ihn seine Collegen zum Rector magnificus. 1816 lehnte er einen Ruf nach Halle, im nächsten Jahre nach Heidelberg ab, folgte aber 1818 dem nach Bonn. Dort, an der neuaufblühenden Universität im schönen Rheinlande, erreichte WALTHER den Höhenpunkt seiner Lehr- und seiner praktischen Thätigkeit als Chirurg und Augenarzt. In beiden, damals noch an den Hochschulen und in der Praxis vereinigten Gebieten wurde ihm das Primat unter den lebenden Aerzten Deutschlands zuerkannt. Aus der Zeit stammen die meisten Abhandlungen, durch welche er die Ergebnisse seiner Erfahrung am Krankenbette und die Resultate neuer, erprobter Methoden der Behandlung in dem von ihm und v. GRAEFE seit dem Jahre 1820 herausgegebenen "Journal für Chirurgie und Augenheilkunde" veröffentlicht hat. Im Jahre 1830 wurde er an die von Landshut nach München verlegte Ludwig-Maximilians-Universität von König Ludwig I. zurückberufen und gleichzeitig zum Geh. Rath und k. Leibarzt ernannt. Neben dem Physiologen IGNAZ DOELLINGER das hervorragendste Mitglied der med. Facultät, übte er dort durch seine Vorlesungen über Chirurgie und Augenheilkkunde und den klinischen Unterricht in beiden Fächern den grössten Einfluss auf die Ausbildung der zahlreichen Studirenden aus Bayern und dem Auslande, die zum grössten Theil, um WALTHER zu hören, die Münchener Hochschule aufsuchten, aus. Verdriesslichkeiten, die ihm in seiner Stellung als Director der chirurg. und Augenklinik im allgem. Krankenhause erwuchsen, bestimmten ihn im Jahre 1836, die Klinik an Prof. WILHELM abzugeben. Seine theoretischen Vorlesungen aber setzte er mit grossem Erfolge bis zu seinem, 29. Dec. 1849, an einem Abdominaltyphus nach kurzem Krankenlager erfolgten Tode fort. Auf diesem von dem anderer gelehrter Aerzte sich wenig unterscheidenden Lebensgange hatte WALTHER sich unter seinen Zeitgenossen durch seine Leistungen als Arzt, Lehrer und Schriftsteller einer seltenen Autorität und weitreichenden und nachwirkenden Bedeutung zu erfreuen. Mit seiner imponirenden äusseren Erscheinung, der ihm eigenen Ruhe und Bestimmtheit gewann er an jedem Krankenbett unerschütterliches Vertrauen. Durch seine klaren, zu eigenem Denken anregenden Vorträge wurden die Zuhörer nicht bloss mit dem Schatz des Wissens vertraut, sondern auch für weitere Forschung angeregt und begeistert. Als Schriftsteller war er von Einfluss auf die Entwicklung und den Fortschritt der Medicin in den ersten Decennien dieses Jahrhunderts in Deutschland im Allgemeinen, besonders aber auf die wissenschaftliche Begründung der Chirurgie und Augenheilkunde. Für die Chirurgie, in der noch ein zunftmässiges Treiben mit Pflastern und Salben waltete, wurde er im vollen Sinne des Wortes ein Reformator. Er setzte seine volle Kraft ein gegen die bestehende unnatürliche Trennung derselben von der Medicin, die durch den geringen Stand der Bildung des sie ausübenden Personals in früheren Zeiten veranlasst war. Beide, Medicin und Chirurgie, zu vereinigen und sie, besonders die letztere, mit den Fortschritten der . [Attributes: Soft Cover]
      [Bookseller: Medicusbooks]
Last Found On: 2014-11-18           Check availability:      AbeBooks    

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