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5 eigenh. Briefe mit U.
Leipzig, 1833 und 1834.. Zusammen 8 (3+1+1+2+1) SS. 4to und 8vo. Tls. mit eh. Adresse (Faltbriefe).. An Adolph Wilhelm Otto (1786-1845), Professor für Anatomie und Direktor des anatomischen Museums in Breslau. - I: "e;Erst unlängst (am 29. Xbr [d. i. Dezember)] sandte ich von Seiten der Leipz[iger] Lit[eratur] Z[ei]t[un]g eine Einladung an Sie, welche wohl längst in Ihren Händen sein wird, u[n]d von der ich wünsche, daß Sie sie freundlich aufnehmen mögen; heute erlaube ich mir Ihnen das seit langer Zeit bei mir liegende Diplom der hiesigen mediz[inischen] Gesellschaft zu übermachen, was ich mit dem Wunsche begleite, daß Gott Sie uns eine recht lange Reihe von Jahren bei möglichst bestem Wohlbefinden erhalten möge. Im Stillen wünsche ich Ihnen schon Glück zu Ihrer Versetzung nach Berlin [...]"e; (Brief v. 9. I. 1833). - II: "e;Da Sie mir in Ihrem Geehrten [Schreiben] vom 2[5?]/I schreiben, daß die böse Gicht wieder fort ist so hab ich mich sehr über den Empfang desselben gefreut, um so mehr als es uns die fröhliche Nachricht von der Brautschaft Ihrer [!] lieben Fräulein Tochter bringt. Das muß Ihnen und Ihrer geehrten Gattin, der ich mich nebst meiner Frau vielmals zu empfehlen bitte, große Freude machen [...]Ihr lieber Sohn wird uns doch auf seiner Reise nach dem benachbarten Eisleben besuchen? [...] Was Sie von Barkow [wohl Hans Karl Leopold Barkow, seit 1826 Professor und Prosektor an der Universität Breslau, 1798-1873] schreiben, war mir noch unbekannt, da ich die Ch[olera] in Breslau nicht selbst anzeigen konnte, wozu ich überhaupt wenig oder keine Zeit gewinnen kann. Uebrigens habe ich auch die Ch[olera] recht satt. Dergleichen Vorfälle sind jedoch an der Tagesordnung. Gestern starb hier an einem nervösen Catarrhalfieber unser verdienter Prosector Dr. Bock [d. i. der 1782 geb. August Karl Bock] [...]"e; (Brief v. 2. II. 1833; mit kl. Ausr. am oberen Blattrand durch Öffnen der Verschlußmarke, hierdurch geringf. Textverlust in der Anrede und ersten Zeile). - III: "e;Als ich Ihnen am 2t d. M[onats] schrieb und meinen und meiner Frau herzlichen Glückwunsch zur Verlobung Ihrer [!] lieben Fräulein Tochter brachte, schrieb ich voll Freude und innigem Wohlgefühl des Glücks, welches wir genossen. Doch dies sollte nicht lange dauern: denn unser herrlicher Junge, unser Ferdinand wurde am verwichenen Freitage innerhalb weniger Stunden, bei vorhergehendem besten Wohlbefinden, das Opfer einer hitzigen Hirnentzündung! Wie groß unser Schmerz über diesen Verlust ist, wie empfindlich und unersetzbar besonders für meine gute Frau, die ganz ihm lebte, sich jedes Vergnügen seinethalben entsagte, darf ich Ihnen nicht sagen [...]"e; (Brief v. 16. II. 1833; mit stärkeren Randläsuren und -einr. sowie einem größeren Ausriß (jedoch ohne Textverlust) am unteren Blattrand durch Öffnen der Verschlußmarke). - IV: "e;Ich benutze die Gelegenheit, die sich mir durch eine kleine mir abgezwungene Schrift darbietet, Sie und Ihre geehrte Familie aufs Herzlichste zu grüßen [...]"e; (Brief v. 15. IX. 1833; stärker sporfleckig). - V: "e;Recht sehr habe ich Ihnen zu danken für Ihre gütige Sendung vom 24. Jan. Sie ist theils ein Beweis Ihrer unbegränzten [!] unverdienten gütigen Gesinnung gegen mich, theils ein Monument Ihrer rastlosen Thätigkeit in Ueberbietung alles dessen, was man nur irgend von einem der besten seines Vaterlandes über alles hochhaltenden Patrioten erwarten kann; theils ein erfreulicher Beweis von dem, was in einem Staate geleistet werden ka[nn,] wo die Obern zu der Erkenntnis gelangt sind, daß durch libende [!] Unterstützung der Wissenschaften der sicherste Weg zur wahren und dauerhaften Größe verfolgt wird [...]"e; (Brief v. 4. II. 1834; mit stärkeren Randläsuren und -einr. sowie größeren Ausrissen (hierdurch geringf. Textverlust)). - Justus Radius wurde 1825 außerordentlicher Professor mit den besonderen Arbeitsgebieten Hygiene und allgemeine Pathologie; später Wundarzt und zwei Jahrzehnte lang Hausarzt am Leipziger Georgenhaus, das u. a. auch Geisteskranke beherbergte, wurde Radius nach dem Tode Johann Heinroths 1843 von der Universität zusätzlich mit der Lehre der Psychischen Heilkunde beauftragt. 1848 wurde er ordentlicher Professor der Pharmakologie und allgemeinen Therapie, 1859 für Pharmakologie und Hygiene. - A. W. Otto nahm "e;unter den älteren Vertretern der pathologischen Anatomie und vorzugsweise der Teratologie (Mißbildungen) in Deutschland eine sehr ehrenwerthe Stellung ein [...] [A]uf seine Anregung wurde in den Jahren 1834 und 1835 ein neues anatomisches Theater erbaut, und er selbst hat zu einem nicht geringen Theile zur Vervollständigung des ausgezeichneten anatomischen Museums beigetragen, das eine Zierde der wissenschaftlichen Institute Breslau's bildet"e; (ADB XXIV, 745). - Aus der Sammlung Ammann.
      [Bookseller: Kotte Autographs GmbH]
Last Found On: 2014-10-29           Check availability:      ZVAB    

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