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Kuh und liegender Hirte mit Hund
. Rötel auf Papier, unten rechts in Bleistift signiert, 19,2 x 27,0 cm (Werkverzeichnis Lacher 2005, Nr. W454a). Professionell unter säurefreiem Museumspassepartout montiert.. Friedrich Georg Weitsch begann die Ausbildung bei seinem Vater Pascha Johann Friedrich Weitsch, einem Braunschweiger Landschafts- und Porzellanmaler. 1775 wurde er ins Kasseler Atelier des Johann Heinrich Tischbein aufgenommen. Bevor sich Weitsch dann 1798 in Berlin niederließ, lernte er zwei Jahre an der Düsseldorfer Kunstakademie und absolvierte eine Studienreise nach Italien, die zum Pflichtteil der künstlerischen Ausbildung dieser Zeit gehörte. In Berlin wurde er zum königlichen Hofmaler und zum Akademiedirektor ernannt und galt fortan als einer der wichtigsten Porträt- und Landschaftsmaler seiner Zeit. Das Thema Tier, das zuerst nur als Staffage im Landschaftsbild diente, entwickelte sich im Laufe seines Schaffens zu einem eigenständigen Motiv. Neben den zoologischen Illustrationen, die er u. a. für Alexander von Humboldts Recueil d'observations de zoologie fertigte, malte er auch die damals in Kreisen des Hochadels sehr beliebten Tierporträts. In den beiden Gattungen legte Weitsch freilich vorwiegend Wert auf das Idealbild einer Spezies. In der undatierten Rötel-Zeichnung mit einer Kuh und einem Hirten kommt hingegen seine Beobachtungsgabe zum Vorschein. Die skizzenhaft wiedergegebene Kuh trägt in ihrer Magerkeit beinahe realistische Züge. Sie wird von einem schlafenden Hirten rechts und seinem ebenfalls im Schlaf versunkenen Hund links flankiert. In der Darstellung der Gruppe kommt Vertrautheit und Sicherheit zum Ausdruck, eine enge Verbindung von Mensch und Tier mit ihrem natürlichen Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit. Weitsch gilt bis heute als die Verkörperung des Idealakademikers, der sich der kunsttheoretischen Tradition seiner Zeit stark verbunden fühlte. In der Hierarchie der Malereigattungen stand die Tiermalerei an der letzten Stelle nach Historien-, Landschafts- und Porträtmalerei sowie hinter dem Stillleben. So verwundert es nicht, dass er dieses Genre als "private Liebhaberei pflegte" [Reimar F. Lacher, Friedrich Georg Weitsch. Maler, Kenner, Akademiker. Berlin 2005, S. 160.], in der er allerdings seiner Leidenschaft freien Lauf ließ, was er in seiner Autobiographie wie folgt beschreibt: "Er malt, und zeichnet alles, was er sieht, den er behauptet alles ist in seiner Arth schön, und ob er die Linien so oder so zieht, ob es die Formen eines schönen Menschen oder eines Pferdes, sind, so haben beyde gleiche Schwürigkeiten und gleiche Schönheiten,- man lernt aus den Menschen, eben so gut ein schönes Thier kennen als aus einem schönen Thiere den Menschen".[Ibidem.]
      [Bookseller: H. W. Fichter Kunsthandel e.K.]
Last Found On: 2014-05-04           Check availability:      ZVAB    

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