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De Paris a Samarkand. Le Frghanah, le Kouldja et la Siberie occidentale. Impressions de voyage d'une parisienne.
. Quart. Mit 273 Holzschnitten (davon 1 Frontispiz-Porträt, 59 Tafeln und 213 Textholzschnitten) sowie 5 Karten, davon eine als Textholzschnitt und 4 (1 kolorierte) auf Tafeln. 3 nicht nummerierte Blatt, 487 S. (Frontispitz und Kartentafeln nicht in der Paginierung; sonstige Tafeln in der Paginierung). Original-Lederband (dreifarbig: zwei Rotschatierungen und Schwarz) mit reicher Deckel- und Rückenvergoldung; gez. "Ch. Magnier Rel.".. Seltene und faktenreiche Dokumentation der Zustände in Zentralasien am Ende des 19. Jahrhunderts. - Blackmer II, 1494; Vicaire VII, 911; Flety 117 (zum Buchbinder). - In zeitgenössischen Publikationen wird Marie Ujfalvy, geborene Bourdon (1845 - 1912) als stete Reisebegleiterin ihres Mannes, des Forschers und Professors an der Orientalischen Akademie in Paris, Karl Eugen Ujfalvy von Mezö Kovesd genannt. Der vorliegende Reisebericht beginnt im Jahre 1876. Um die Reiseroute anschaulicher zu machen, wird im Folgenden ihr grober Verlauf mit den heutigen gebräuchlichen Länder- und Städtenamen skizziert: Von Paris aus begibt sich das Ehepaar Ujfalvy zuerst nach Sankt Petersburg. Die dazwischen liegenden Stationen werden genau beschrieben. Von Sankt Petersburg geht es über Helsinki nach Moskau. Die nun folgenden Etappen bilden den Hauptteil des Werkes. Von Moskau aus reisen sie ca. 1200 km südöstlich nach Orenburg, der Hauptstadt des gleichnamigen Verwaltungsbezirks. Die Stadt wurde im Jahre 1743 gegründet und diente als Grenzposten zum damals unerschlossenen Asien. Von dort geht es weiter südöstlich durch Kasachstan und die Kirgisische Steppe ins damalige, im Jahre 1867 gegründete Generalgouvernement Turkestan mit der Hauptstadt Taschkent, die nördlich der großen Seidenstraße am westlichen Rand des zentralasiatischen Hochgebirges Tian Shan liegt (heute Hauptstadt von Usbekistan). Südwestlich davon, ebenfalls im heutigen Usbekistan, liegt Samarkand, das nächste Ziel. Von dort begibt sich die Reisegesellschaft nach Farg'ona ins Ferghanatal, heute ganz im Osten von Usbekistan. Während der russischen Expansion in Zentralasien entwickelte sich diese Stadt zu einem politischen Zentrum. Das Khanat Kokand, das nächste Reiseziel, war seit 1710 ein Staat im Ferghanatal und wurde erst im Jahre 1876 unter General von Kaufmann vom Zarenreich annektiert und an das Generalgouvernement Turkistan angegliedert. Der interessanten Schilderung dieses Reiseabschnittes folgen Berichte über das sogenannte "Siebenstromland": Die Provinz Semiretschinsk liegt ebenfalls im Generalgouvernement Turkistan und erhielt ihren Namen vom Fluß Ili, der sich in sieben Armen ergießt. Semiretschinsk und die nächste Etappe, Kuldscha im Nordwesten des heutigen Usbekistans, waren nach wechselvollem Schicksal das Siedlungsgebiet des westmongolischen Volkes der Kalmücken in Zentralasien. Die Reisegesellschaft folgt nun dem Fluß Irtysch. Der Verwaltungsbezirk Omsk im Süden des Westsibirischen Tieflands ist das nächste Ziel. Die gleichnamige Hauptstadt wurde zu Beginn des 18.Jahrhunderts als Grenzfeste zum Schutze Russland vor Überfällen aus dem Südosten gegründet. Durch den Ural geht es zurück nach Moskau. - Der Reisebericht ist aus mehreren Gründen auch heute noch von größtem Interesse: Er schildert die Zeit, in der das Russische Reich seinen Einflußbereich auf Zentralasien ausdehnt. Das Ehepaar Ujfalvy ist direkter Zeitzeugen dieser Epoche des Imperialismus. Er schildert die Gewohnheiten und den Alltag der dort beheimateten Völker, bevor deren Schicksal in der Sowjetunion harte Einschnitte erfuhr. Die Sprache ist lebendig, die Themenvielfalt groß. Eindrucksvoll sind die detailreichen Holzschnitte, die weltliche und religiöse Bauwerke, Behausungen und Innenräume, Landschaften, Trachten und Kostüme, Fortbewegungsmittel, Tiere, Alltags- und Kultgegenstände, Krieger und Menschen bei ihrer Erwerbsarbeit sowie Porträts wichtiger - auch russischer - Persönlichkeiten zeigen. - Der meisterhafte Einband stammt aus der Werkstatt des berühmten Buchbinders Charles Magnier (1821 - 1904), der als der Begründer einer ganzen Dynastie anzusehen ist. Bekannt war er für seine "in Serie" hergestellten Einbände, die aufgrund des hervorragenden Materials und der vorzüglichen Verarbeitung hohe Anerkennung genossen. Vorder- und Hinterdeckel sind gleich gestaltet. In einem von Schmuckverzierungen freien Rechteck ist der Titel "DE PARIS A SAMARKAND" zu lesen. Darüber, im Zentrum des Einbands ist eine orientalisch anmutende Fensteröffnung angedeutet, in deren Mitte prächtiges Rüstzeug hängt. Den Hintergrund und die Umrahmung bilden orientalische und arabeske Verzierungen. Der Rücken ist durch Linien in Felder eingeteilt. Orientalisch anmutende Schmuckverzierungen umrahmen den Titel und den Namen der Verfasserin. Am unteren Kapital sind der Verleger und der Name des Buchbinders zu lesen. - Aus der Bibliothek des Geigenvirtuosen Henry Marteau. - Außengelenke und Kapitale etwas berieben; Kanten bestoßen. Fliegendes Vorsatzblatt, Vortitel und Frontispitz verso mit Namensstempel "Henry Marteau"; stellenweise stock- und fingerfleckig (im Falz zuweilen stärker).
      [Bookseller: Antiquariat Peter Terrahe & Angelika Osw]
Last Found On: 2014-05-02           Check availability:      ZVAB    

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