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Die Idylle im Rokoko
. Kohlezeichnung auf Bütten, alt aufgezogen, unten bezeichnet, datiert und signiert: "Vue de Lands-Kroon dessinee en 1772 par B.A.Dunker."; 28,6 x 27,2 cm. Auf Veranlassung seines Onkels, des Barons Olthof, hatte Balthasar Dunker in Stralsund ersten Zeichenunterricht erhalten. Mit seinem Lehrer Jakob Philipp Hackert und dem Porträtmaler Georg David Matthieu hielt sich Dunker ab Sommer 1763 für zwei Jahre auf Rügen auf. Die beiden älteren Künstler schmückten hier die Räume des Olthof-Sitzes aus und der 16jährige Dunker durfte sich ihnen anschließen. Er unterbrach seinen Rügenaufenthalt im Sommer 1764 für eine gemeinsame Reise mit Hackert nach Schweden. Im Mai 1765 reisten Dunker, Hackert und Matthieu nach Paris. Dort genoß Dunker den Unterricht von Joseph Marie Viens und Noel Halle. Diese berühmten Historienmaler schmälerten aber nicht die lebenslange Bedeutung, welche Hackerts Landschaftsmalerei für Dunker hatte. In Paris wurde für ihn ebenfalls der Freundeskreis, den Johann Georg Wille um sich geschart hatte, wichtig. Hier prägten ihn besonders die Begegnungen mit Sigmund Freudenberger und Adrian Zingg. Wille wird für Dunker in den folgenden Jahren immer wieder Arbeiten an Pariser Sammler vermitteln. Durch Jacques Aliamet bekam Dunker Unterweisungen in den druckgraphischen Techniken und entwickelte sich in der Folge zu einem bedeutenden Radierer. 1772 arbeitete er für Christian von Mechel in Basel, 1773 ging er zu Johann Ludwig Aberli nach Bern, wo er schnell Fuß faßte, sich verheiratete und bis zu seinem Tode lebte. Die Zeit in Bern wurde für Dunker künstlerisch fruchtbar und erfolgreich. Mit der französischen Revolution, welche die Kunst des Rokoko hinwegfegte, verdunkelte sich aber auch Dunkers Stern. Er stirbt 1807 völlig verarmt. Aus jener Blütezeit vor der Revolution stammt unsere Landschaftsidylle. Nach der Natur und in feiner Strichführung gezeichnet, läßt das Blatt Dunkers Gespür für den Bleistift erkennen. Sein Reiz liegt in der harmonischen Verflechtung von Natur und Idylle. Dunker zeigt in dieser Ansicht die Burg Landskron, die, wenige Kilometer von Basel entfernt, im französischen Leymen nahe der Schweizer Grenze liegt. Er sah sie noch in ihrem ursprünglichen Zustand vor der Zerstörung 1813/1814 durch die österreichischen und bayerischen Truppen, die sie im Zuge der Napoleonischen Kriege an Weihnachten 1813 eroberten.
      [Bookseller: H. W. Fichter Kunsthandel e.K.]
Last Found On: 2014-05-02           Check availability:      ZVAB    

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