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Freymüthige Briefe über das Deportationswesen und seine eigne Deportation nach Basel. Nebst mancherley Beylagen, Urkunden und Anmerkungen. Zugeeignet allervörderst dem helvetischen Vollziehungsausschuß, sodann allen Freünden [sic] und Feinden der Freyheit und Menschenrechte.
in der Steinerschen Buchhandlung, Winterthur 1800 - Erste Ausgabe. 2 Bände (vollständig). Winterthur, in der Steinerschen Buchhandlung, 1800. Octavo. Kollation: Band 1 - Frontispiz, XVI, 2 Bl., 335 Seiten plus Errata. / Band 2 - XVI, 1 Bl., 407 Seiten plus Errata. Hardcover / Originale, ganz schlichte und interessante Verlags- Interimsbindungen. Sehr guter Zustand. Vereinzelt stockfleckig. Unbeschnitten (aber aufgeschnitten). Handschriftlicher Besitzvermerk aus dem Jahre 1908: "R. Linder, cand. theol.". Lavater wurde am 15. November 1741 in Zürich als Sohn eines Arztes und als 12. Kind geboren und wuchs in der spezifisch zürcherischen Tradition der Aufklärung geprägt von republikanischer Gesinnung auf. Er durchlief die übliche Theologenausbildung seiner Zeit. Am Gymnasium Carolinum wurde er insbesondere durch seine Lehrer Johann Jakob Bodmer und Johann Jakob Breitinger geprägt und zu ersten dichterischen Versuchen angeregt. Aufsehen erregte Lavater 1762, im Jahr seiner Ordination, als er mit seinen Freunden Johann Heinrich Füssli und Felix Hess in einer anonymen Flugschrift dem Landvogt Grebel Amtsmissbrauch vorwarf. Dies führte zwar zu dessen Absetzung und Bestrafung, zwang die Verfasser aber zum zeitweisen Verlassen Zürichs. Während seiner Deutschlandreise lernte Lavater die Dichter Gellert, Gleim, Ramler und Klopstock kennen. Nach der Rückkehr gab Lavater die moralische Wochenschrift Der Erinnerer (1765-1767) und die Schweizerlieder (1768) heraus. Der eigentliche schriftstellerische Durchbruch gelang ihm mit seinen vierbändigen Aussichten in die Ewigkeit, in Briefen an Herrn Johann Georg Zimmermann, königlicher Großbrittanischer Leibarzt in Hannover (1768-1778). Hier entwickelte Lavater ein verinnerlichtes Frömmigkeitskonzept. 1769 wurde Lavater Diakon und 1775 Pfarrer an der Waisenhauskirche, 1778 Diakon und 1787 Pfarrer an der St. Peter-Kirche in Zürich. Das Geheime Tagebuch (1771) und die Unveränderten Fragmente aus dem Tagebuch eines Beobachters seiner Selbst (1773) sind ein bedeutendes Zeugnis psychologischer Selbstbeobachtung, der sogenannten Erfahrungsseelenkunde. Seine Predigten, die christliche Grundprobleme mit den damals aktuellen Zeitfragen in Verbindung brachten, fanden auf der einen Seite eine begeisterte Anhängerschaft, aber auch schroffe Ablehnung. Anfänglich eher rationalistisch orientiert, gelangte Lavater zu einer christologisch-biblischen Ausrichtung. Unter dem Einfluss von Charles Bonnets Palingénésie, die er 1769/70 ins Deutsche übersetzte, vertritt er die Ansicht, dass die sinnlich-leibliche Erkenntnis zum göttlichen Wesen führt, wie es sich im Individuum darstellt. Internationales Ansehen verschaffte sich Lavater mit seinem Hauptwerk Physiognomische Fragmente, zur Beförderung der Menschenkenntnis und Menschenliebe (1775-1778 in 4 Bänden), an dem unter anderem auch Goethe mitarbeitete. Der Verfasser vertrat darin die Überzeugung, dass die hauptsächlich durch die Silhouette zu gewinnende Kenntnis der unbewegten Gesichtszüge des Menschen Aufschluss über den jeweiligen Charakter gibt. Die Physiognomik bildete demnach den einzigen Zugang zur Beurteilung des Wesens jedes Menschen, seines "dreifachen Lebens", das sich aus "Kraft" (Physiologie), "Verstand" (Intellekt) und "Herz" (Moral) zusammensetze. Satirische Verunglimpfungen, Polemik und Spott über Lavaters Lehre wie über seinen stark polarisierend wirkenden Enthusiasmus blieben nicht aus (u. a. von Georg Christoph Lichtenberg und Moses Mendelssohn). Umstritten blieb ausserdem Lavaters Einsatz zugunsten der "Wasserschauerin" Elisabeth Tüscher aus Biel, des Spiritisten Emanuel von Swedenborg, des Exorzisten und Priesters Johann Jakob Gassner, des "tierischen Magnetismus" des Franz Anton Mesmer, des Phrenologen Franz Joseph Gall oder des Abenteurers Alessandro Cagliostro. In den von ihnen erzeugten Phänomenen glaubte Lavater das Walten göttlicher Kräfte zu erkennen. Dies entfremdete ihn von den meisten Naturwissenschaftlern, aber auch von Goethe und Herder, machte ihn aber gleichzeitig bei einem grossen Pub [Attributes: Hard Cover]
      [Bookseller: The Time Traveller's Bookshop Ltd.]
Last Found On: 2016-06-20           Check availability:      ZVAB    

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