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Der Decameron (mit dem Beinamen Philaletes. Oder Hundert Erzälungen, von zehen tugendhaften Jünglingen in zehen Tagen erzält). Aus dem Italienischen übersetzt (von Friedrich Leopold Brunn). 3 in 1 Bd.
Wittenberg und Zerbst Samuel Gottfried Zimmermann - 1786 1783 - XVI, 320 S.; XIV (recte VIII), 231, (1) S.; XVI, 318 S., 1 Bl. weiß. Neuerer Halbpergamentband m. goldgeprägtem Rückenschild (1-2: meist etwas, nur stellenweise etwas stärker braunfleckig, einige Ecken mit leichten Knickspuren; 3: durchgehend braunrandig, meist nur die untere Hälfte betreffend, einige Ecken mit leichten Knickspuren). Erste und einzige deutsche Ausgabe des 1751 erschienenen "Decamerone" des Francesco Argelati (1712 - 1754).- Argelati, "Doktor der Rechte und Bürger in Bologna", bewunderte Boccaccio und seine "vortrefliche und reine Schreibart", nicht aber die schlüpfrigen Stellen, in seinen Erzälungen". Diese vermochten auch bei seinen Zeitgenossen um die Mitte des 18. Jahrhunderts noch Anstoß zu erregen. Den "Decameron" für seine Zeit wollte Argelati schreiben und so begann er, "gewisse kleine Geschichten zu sammeln, die in den Schriften mehrerer berümter und guter Schriftsteller zerstreut sind (und) unterhaltende Erzälungen daraus zu machen, angenehme Gespräche darein zu weben, und das Ganze auf Boccazische Manier zu bearbeiten". Bei seiner Bearbeitung mußte er einerseits "den Geschmack unsers Jahrhunderts . vor Augen" behalten, andererseits auf die Wahrhaftigkeit und Glaubwürdigkeit der Erzählhandlung achten. Denn "Lügen und erdichtetes Wesen verabscheuet er im höchsten Grade". Entstanden ist so - kein echtes - "Decameron", denn Argelati hat nur 94 "ergötzende Erzälungen" verfaßt bzw. bearbeitet. Wie nun der Italiener seinem Vorbild Boccaccio nachstrebte, so bemühte sich der Verdeutscher des Argelati, Gymnasialprofessor F. L. Brunn (1758 - 1831), die "Vortrefflichkeit" der "neuen Uebersetzung des Decameron des Boccaz" (durch August Gottlieb Meissner, Leipzig 1782 - 1784) auch bei seiner Übersetzung des Argelati zu erreichen. Brunn bekannte, er habe "frei übersetzt, hinzugesetzt und hinweggelassen, ie nachdem es der erzälende Ton erforderte". Zwar habe Argelati in seinen Erzählungen nicht das "Anziehende (des Boccaccio), aber auch nicht das Schlüpfrige und öfters Schmutzige desselben. . (Dafür vermag Argelati) wirklich in verschiedenen Erzählungen Rürung und Mitleiden (zu) erwecken, zum Lachen über Torheiten (zu) reiz(en)". Kurzum: "Den Argelati kann iedes Frauenzimmer ohne Scheu öffentlich auf ihrer Toilette haben".- Hayn/Gotendorf I,114; Holzmann/Bohatta I,2992. 630 gr. [Attributes: Hard Cover]
      [Bookseller: Antiquariat Gabriele Klara]
Last Found On: 2016-03-19           Check availability:      IberLibro    

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