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Buchkunst. Beiträge zur Entwicklung der graphischen Künste und der Kunst im Buche, Band II / 2.Jahrgang 1935
Leipzig, Staatliche Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe zu Leipzig, 1935. Vollständige Ausgabe in aufwendigem altem - unsigniertem - Handeinband der Zeit: braunes Maroquin-Ganzleder Leder / GLdr / Ldr im Format 22,5 x 31,5 cm mit Rückentitel in Goldprägung, Ganzgoldschnitt, Lederhäubchen, handgestochenem Kopfband, Linien-Handvergoldung beider Deckel sowie der Steh- und Innenkanten, eindrucksvolle Liniendekoration des Buchrückens (ebenfalls in Handvergoldung); Buchblock geheftet auf vier Doppelbünde, lederverstärkte Innenfälze und Japanpapier-Vorsätze. Dazu ein - ebenfalls handgefertigter - Schuber, dessen Schubermaul mit Maroquin-Leder bezogen, innen mit Molton ausgekleidet, etwas beschabt außen, ansonsten gut. - 140 Seiten Text und 183 teils farbige Abbildungen auf Kunstdruckpapier-Tafeln, fünf Blatt Anzeigen. - Aus dem Inhalt: Moderne schwedische Buchkunst / Die Entwicklung des schönen Druckes in den USA / Buch und Buchkunst in der Schweiz / Charles Ricketts, von Marcus Behmer / Die französische Lithographie der Gegenwart / O.H.W.Hadank / Über Bilderbücher. Das Blumenbuch von Fritz Kredel / Schwind´s Freischütz-Radierungen / Adolph Schrödter als Illustrator / Über Carl Ernst Poeschel \'s Werke / Hans Alexander Müller als Holzschnittkünstler. - \"Warum handgebunden? - Die wesentlichsten Vorzüge des guten Handbandes sind: die einzelnen Druckbögen werden mit der Hand nach dem Schriftspiegel gefalzt. Die Bogenränder werden dadurch zwar ungleich, aber das Satzbild steht gerade. Um infolge der ungleichen Ränder ein späteres zu starkes Beschneiden mit der Maschine zu vermeiden, werden die Bogen einzeln, vorne und unten, mit der Pappschere auf ein Mittelmaß rauh beschnitten. Dadurch wird der Druckrand weitestgehend geschont. Als erste und letzte Lage wird dem Buche zum Schutze eine leere Papierlage hinzugefügt, welche mit einem feinen Leinen- oder echten Japanpapierfalz versehen ist. Geheftet wird der Handband nach sorgfältiger Auswahl des Heftzwirnes auf echten erhabenen oder aufgedrehten flachen Bünden und auf Pergamentriemchen (welche beim Pergamentbande durch den Rücken gezogen werden). Bei Dünndruckpapier werden die Lagen zum Heften leicht vorgeritzt. Ein Einsägen oder gar Einraspeln der Bünde findet nicht statt. Oben wird das Buch beschnitten und erhält nicht nur der Schönheit willen Goldschnitt, sondern diese feine Metallschicht schützt vielmehr die dem Lichte und Staub am meisten ausgesetzte Schnittfläche vor deren schädlichen Einflüssen. Die Deckel werden in einem tiefen Falz angesetzt, mit den Bünden nach außen. Ein Herausreißen aus der Decke ist somit nur unter Zuhilfenahme von Werkzeug möglich. Zum Kapital wird kein schlappes maschinengewebtes Bändchen verwendet, sondern das Kapital wird von Hand mit dem Buchblock umstochen, gibt dadurch dem Rücken einen festen Abschluß und bietet zugleich dem späteren Ledereinschlag (\"Häubchen\") die Unterlage. Als Einbandmaterial kommen sumachgares, lichtechtes Saffian, Kalbleder, vereinzelt auch Rindsleder, ferner naturelles und weißes Schweinsleder sowie Kalbspergament zur Verwendung. Ein mit der Hand hergestelltes, dazupassendes Überzugpapier sowie Handvergoldung oder Blinddruck am Rücken ergänzen das Werk nach außen. Ein solcher Einband entspricht allen Anforderungen, die an einen Gebrauchsband gestellt werden können.\" Aus einem alten Prospekt von Richard Hönn, ehemals Handbinderei des Verlages Albert Langen, Werkstatt für feine Buchbinder- und Lederarbeiten in München, Dienerstrasse 14\". - Gedruckt in 1.350 Exemplaren, davon 800 Exemplare ausgegeben als Jahrbuch 1935 Deutscher Buch- und Schriftkundeverein); insgesamt sind vier Bände erschienen: 1931 Band I, 1935 Band II, 1959 Band III und 1963 Band IV. - Erstausgabe, EA, erste Auflage in sehr guter Erhaltung Versand D: 5,90 EUR Meistereinband, Luxuseinband, Lederband, LederhandbandLiebhabereinband, deutsche Buchbinderkunst, Buchbinderei im Dritten Reich/Nationalsozialismus, Buchwesen, Bibliophilie, Buchkünstler der 30er jahre, Einbandkunst, Buchillustration, Bucheinband-Gestaltung
      [Bookseller: Galerie für gegenständliche Kunst]
Last Found On: 2016-01-31           Check availability:      buchfreund.de    

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