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Samlungen von Briefen und Aufsätzen über die Gaßnerischen und Schröpferischen Geisterbeschwörungen, mit eigenen vielen Anmerkungen herausgegeben. 2 in 1 Bd.
Halle, Hemmerde, 1776. 776. Mit wdh. gestoch. Titelvignette. 14 Bl., 291 S., 18 Bl., 364 S. Hldr. d. Zt. mit goldgepr. Rsch. und Rverg. (etw. berieben). Einzige Ausgabe. - Johann Joseph Gaßner, Priester und Exorzist, wurde berühmt \"durch die sonderbare Art, wie er Kranke heilen zu können glaubte. […] Er vertrat die Auffassung, daß, wo nicht alle, so doch die meisten Krankheiten auf dämonische Kräfte zurückzuführen seien. […] Lehre und Praxis des Pfarrers erregten so viel Aufsehen, daß in kurzer Zeit eine wahre Flut von Streitschriften erschien, in denen sich Anhänger und Gegner des Pfarrers heftig bekämpften. […] Papst Pius VI. verwarf im Breve vom 20.4.1776 Gaßners Lehre als falsch und untersagte die Vornahme der aufsehenerregenden Krankenbeschwörungen. - Zu Unrecht hat man Gaßner, der zum Teil einen massiven Aberglauben vertrat, als Schwindler bezeichnet. Der Pfarrer glaubte, durch seine Verfahren den leidenden Mitmenschen helfen zu können, und tat dies uneigennützig. Die Erfolge bei seinen Kuren, in der Regel nur von kurzer Dauer, sind der ungewöhnlich starken suggestiven Kraft zuzuschreiben, die seine Patienten sehr oft in den hypnotischen Schlaf sinken ließ. Die Unkenntnis solcher Erscheinungen verschaffte ihm den Ruf eines Wundermannes\" (NDB VI, 84f.; ausführlich). - Johann Georg Schrepfer (Schröpfer) wirkte als Okkultist und Freimaurer in Leipzig. Hier \"trat er selbständig im Gegensatze zu dem damaligen Leipziger Maurerthum auf und warb für seine Richtung Anhänger, die sich an regelmäßigen Abenden zu magischen Unterhaltungen in Schrepfer\'s Kaffeewirthschaft zusammenfanden. Durch seine Redegewandtheit, sein kühnes, oft anmaßendes Auftreten, das keinen Widerspruch aufkommen ließ, durch ungewöhnliche und desto eindrucksvollere Geisterbeschwörungen […], wußte er sich nicht nur die einmal Geworbenen treu zu erhalten, sondern vermehrte auch die Zahl seiner Anhänger\" (ADB XXXII, 490; ausführlich). Er \"darf den traurigen Ruhm für sich in Anspruch nehmen, der Freimaurerei die weiße und schwarze Magie aufgepfropft zu haben\" (Lennhoff/Posner 1416). Schrepfer war u. a. vorbildhaft für Schillers Romanfragment \"Der Geisterseher\". - Bd. II mit Johann Peter Eberhards \"Abhandlung über die so genannte Magie\" (S. 99-203) sowie einem \"Auszug des Inhalts von D. Haubers bibliotheca et acta magica\" (S. 204-281). - Caillet 10120. Cornell Witchcraft 503. Wolfstieg 18510. - Vorderer Spiegel etw. beschabt, Vorsatz und Titel alt gestempelt. Titel von Bd. II im rechten Rand bis an Text und Vignette beschnitten. Stellenweise leicht braunfleckig. Versand D: 6,00 EUR Sammlungen
      [Bookseller: Antiquariat Sander]
Last Found On: 2015-12-15           Check availability:      buchfreund.de    

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