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Josef von Führich(1800-1876). Das Gebet des Herrn, Vollständige Folge 9 Rad.
- Josef von Führich (1800 Kratzau-Wien 1876). Das Gebet des Herrn, Vollständige Folge von 9 Radierungen. um 1853 . Neun Radierungen auf Papier, Professionell unter säurefreiem Museumspassepartout montiert. -- Beschreibung: -- Neun Radierungen auf Papier, Professionell unter säurefreiem Museumspassepartout montiert. Auf dem Titelblatt si und bezeichnet: "Das Gebeth des Herrn" und "Ioseph Führich inv. & fecit.", im Unterrand mit Druckvermerk: "Prag 1840 P. Bohmanns Erben. Druck v. J. Rudl 1853". -- Größe/Size: -- 23,5 x 21 cm. -- Zustand: -- Sehr guter Zustand. Gereinigt. -- Weitere Beschreibung: -- Auch wenn Führich selbst den immensen Einfluss, den die Graphik von Dürer auf ihn hatte, nie verleugnete und auch Peter von Cornelius' Radierungen zu Goethes Faust auf den jungen Künstler eingewirkt haben, so präsentieren sich die Radierungen der hier gezeigten Folge auf ganz eigene Art. Der enorm feinen, fast schon ins Malerische übergehenden Durcharbeitung der Druckplatte bei Cornelius setzt Führich einen groben, viel stärker auf den Umriss fokussierenden Strich entgegen. Stellenweise erinnern die Radierungen an einen fein ausgeführten Holzschnitt. Auf Licht- und Schattenkontraste verzichtet er fast vollständig, die breit nebeneinander liegenden Striche sind mehr Strukturraster als Objektmodulation. Dadurch entsteht eine gewisse Flächigkeit, die durch Führichs geschickte Verwendung der graphischen Technik aber nicht flach, sondern fokussierend wirkt. Alles tritt gleichberechtigt nebeneinander, nichts verschwindet im Tiefenraum der Darstellung. So ergibt sich eine Oberfläche, die in ihrer Klarheit von erstaunlicher Prägnanz ist. Führich schafft hier den Ausgleich zwischen einer stark abstrahierenden Umrisslinie und einer auf Tonwerte bedachten Durcharbeitung. Dies führt zu einer unmittelbar klar verständlichen Bildsprache, die weder verflachend noch überfrachtend ist. Führich hat diese Art der Radierung seit 1819 von seinem Lehrer Josef Bergler in Prag vermittelt bekommen, dessen druckgraphisches Werk ganz ähnliche Strukturen aufweist, auch wenn er nie diese zwingende Unmittelbarkeit erreicht, die Führich gelingt. Berglers barocke Beschwingtheit verleiht seinen Blättern eine gewisse Gefälligkeit, die Führich zugunsten der emotionalen Einfühlung und Einarbeitung durch Klarheit reduziert. Führich hat die vorliegende Folge erstmals 1826 in Prag bei Bohmanns Erben veröffentlicht. Es folgte eine verkleinerte Version 1832 sowie eine zweite Auflage der großen Version 1840, wieder bei Bohmanns Erben. Eine dritte Auflage wurde bei Manz in Regensburg 1855 gedruckt. Unsere Auflage von 1853, gedruckt von Eduard Josef Rudl (1819 Prag 1855), ist bisher noch nicht verzeichnet gewesen und belegt damit das ungebrochene Interesse an Führichs einmaligen Bildschöpfungen.
      [Bookseller: H. W. Fichter Kunsthandel e.K.]
Last Found On: 2015-11-26           Check availability:      ZVAB    

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