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VILLA NEGRONI: BLATT AUS EINER SERIE ZU DEN ANTIK-RÖMISCHEN WANDDEKORATIONEN DER VILLA NEGRONI IN ROM, TAFEL VII: BACCHUS UND ARIADNE (1783).
- Wunderschön koloriertes Blatt aus der seltenen Stichserie zu den antiken Wanddekorationen der Villa Negroni in Rom, der ehemaligen Villa des römischen Kaisers Antonius Pius (reg. 138-161 n. Chr.). Es handelt sich um Tafel VII einer insgesamt 12 Blätter umfassenden Stichserie von Angelo Campanella und Petrus Vitali nach Zeichnungen von Anton Raphael Mengs und Anton von Maron. Die Villa wurde 1777 von José Nicolás de Azara, dem Boschafter von König Karl III. von Spanien, bei Grabungen nahe der Thermen des Diocletian auf dem Esquilin entdeckt. Ihm ist das vorliegende Blatt auch gewidmet. Die Reproduktion der antiken Wanddekorationen in detaillierten, kunstvollen und farbenprächtigen Stichen stellt die unmittelbare Reaktion auf den bedeutenden Fund antiker Wandmalereien dar, bei denen es sich um die ersten wiederentdeckten Fresken dieser Art nach den Funden in Pompeji und in Herculaneum handelte. Bereits kurz nach der Auffindung der Malereien beauftragte Karl III. den in Rom sehr angesehenen Künstler Anton Raphael Mengs mit den Kopien der Fresken, die von einer Publikation des Architekten Camillo Buti mit Grundrissen und Beschreibungen der antiken Kaiservilla begleitet werden sollten. Wie Buti in seinem 1778 erschienenen Manifesto betont, wurde bei den Reproduktionsstichen ein besonderes Augenmerk nicht nur auf die Wiedergabe der Formen der dekorativen Details gelegt, sondern auch auf die möglichst authentische Wiedergabe ihrer Farbgebung – für einen möglichst originalen und unverzerrten Eindruck der antiken Malereien. Die erste Ausgabe von Buti’s Manifesto stellte zunächst nur 2 handkolorierte Stiche bereit. Erst im Laufe der nächsten Jahre, bis 1802, folgten insgesamt 12 Tafeln zu den Wanddekorationen der Villa. Von Mengs stammen die ersten 3 Tafeln der Serie, die restlichen (wie auch die hier vorliegende Tafel) basiert auf einer Zeichnung des Schwagers von Mengs, Anton von Maron. Die vorliegende Tafel VII zeigt eine Wand aus Raum D der Villa Negroni, deren Dekorationen dem Gott Bacchus gewidmet sind. Das zentrale figürliche Bildfeld zeigt eine Szene mit Bacchus und Ariadne: Bacchus steht rechts an eine Säule gelehnt, hat einen Thyrosstab in der Rechten und streicht mit der linken durch das blonde Haar Ariadnes, die seine Berührung scheu duldet. Die Szenen der anderen beiden Wände des Raumes zeigten einen trunkenen Herkules (Tafel V) und eine Szene mit einem Flöte spielenden Satyr, trunkenen Silen sowie eine Bacchantin (Tafel XII). Alle Szenen sind von einem aufwendigen Architekturprospekt im sogenannten 2. Pompejianischen Stil gerahmt. Dieser besteht u.a. aus einer portalartigen Aedikula um das Bildfeld, zwei schlanken bronzefarbenen Säulen auf feinen, vasenartigen Sockeln, mit korinthischen Kapitellen und Löwenköpfen sowie einer illusionistischen Buntmarmorverkleidung. Die Dekorationen der Villa Negroni wurden von Zeitgenossen mit den früher entstandenen Fresken von Pompeij und Herculaneum verglichen, sowie auch mit den Dekorationen Raffaels im Vatikan vom Anfang des 16. Jahrhunderts, die jedoch von der malerischen Ausstattung der antiken Villa Kaiser Neros in Rom, der Domus Aurea, inspiriert worden waren. Wie diese, stellten auch die Fresken der Villa Negroni eine Inspirationsquelle für zeitgenössische Architekten am Ende des 18. Jahrhunderts dar. Die klassischen Formen wurden als „Gegenformen" zur verschnörkelt-verspielten Formensprache des Rokoko empfunden und daher besonders geschätzt. Der künstlerische und dekorative Wert der Stiche zu den Wanddekoration der Villa Negroni in Rom liegt damit nicht nur in ihrer anspruchsvollen Stichtechnik und dem authentischen Kolorit, sondern auch in ihrer Bedeutung als Vermittler klassischer Ornamentformen für Architekten und Zeichner des Neoklassizismus am Ende des 18. Jahrhunderts. Dabei ist jedoch zu betonen, dass nur wenige komplette Sets der Villenausstattung erhalten sind. Trotz des zeitgenössisch großen Interesses an den Fresken erfolgte die Produktion der Stiche offensichtlich nu
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Last Found On: 2015-11-20           Check availability:      ZVAB    

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