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Neue und vollständigere Sammlung der Reichs=Abschiede, welche von den Zeiten Kayser Conrads des II. bis jetzo, auf den Teutschen Reichs=Tägen abgefasset worrden, sammt den wichtigsten Reichs=Schlüssen, so auf dem fürwährenden Reichs =Tage zur Richtigkeit gekommen sind.
Frankfurt am Main, bey Ernst August Koch, 1747.. 4 Teile und eine Zugabe zu dem vierten Teil in 2 Bänden. Fol. (Teile I u. II:) Ttlbl. mit Vignette, 8 Bll., 60 S., 7 Bll, 296 S., 643 S.; (Teile III u. IV:) Deckblatt, 692 S., Deckblatt, 424, 116, 16 S., Register über das ganze Werk: 50 Bll. Tle. III und IV in einem prächtigen Schweinslederband auf 6 Bünden, geprägtem Rückenschild und 2 intakten Metallschließen, Tle. I und II neu angeglichen, mit 6 (falschen) Bünden (ohne Schließen).. Letzte Ausgabe der berühmten Sammlung, gedruckt vom Frankfurter Verleger Ernst August Koch, Herausgeber sollen H. Chr. von Senckenberg und Johann Jakob Schmauß gewesen sein. Die Reichsabschiede bildeten die rechtliche Grundlage des Deutschen Reiches bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts! - Das Corpus recessum imperii (Sammlung aller Reichsabschiede) erschien erstmals im Jahre 1501 in München und verkörpert die Zusammenstellung der wichtigsten Gesetze und Verordnungen des Reiches, insoweit kann es als eine Art von Grundgesetz für das Deutsche Reich angesehen werden, wenngleich auch eine Reihe von privatrechtlichen Regelungen mitenthalten sind. Der Reichstag war die Zusammenkunft der Stände mit dem Kaiser. Im Ausgang des 15. Jahrhunderts hatte die Herausbildung der Reichsstände zur Konsolidierung der Reichtstagsverfassung geführt. Aus drei Kurien setzte sich der Reichstag zusammen: dem Kurfürstenrat, dem Rat der Fürsten und der Reichsstädte. Immerhin hatten die drei Kurien erreicht, daß der Kaiser bei den internen Beratungen ausgeschlossen blieb, der Kaiser hatte "vor der Türe zu stehen". Dies blieb nicht ohne Auswirkung auf das Zusammenkommen der Reichsabschiede. Zwar konnte der Kaiser auch einseitige Mandate erlassen, in der Regel waren es aber Kontrakte zwischen den Ständen und dem Kaiser. Trotz aller reichsständischen Macht behielt jedoch der Kaiser das Recht der alleinigen Einberufung des Reichstages. Dies geschah mittels des "Ausschreibens" an alle Stände. Der "Reichsabschied" ist die Verkündigungsform der Gesetze am letzten Tag des Reichstages, damit wurde der Reichstag "verabschiedet". Dieses Zeremoniell hatte durchaus machtpolitische Bedeutung, denn damit wurde dem Kaiser der Vorrang nach außen hin eingeräumt. So wurden die einzelnen Beschlüsse, die ja im Grunde genommen Verträge zwischen dem Kaiser und den Ständen waren, durch kaiserliches Patent ausgestellt. Noch heute finden sich in der Gesetzgebung des Bundestages Elemente dieser Vergangenheit. Gesetze werden auch heute noch "verabschiedet" und wie beim Kaiser erhalten sie erst durch die Unterschrift und die Publikation im Bundesgesetzblatt Gesetzeskraft.
      [Bookseller: Antiquariat + Verlag Klaus Breinlich]
Last Found On: 2015-06-17           Check availability:      ZVAB    

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