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Sämmtliche Werke des Vicomte v. Chateaubriand, Pair von Frankreich. Nach der neuesten Original-Ausgabe übersetzt von K. von Kronfels, Kreisrath Schnetzler, K. Zell, K. J. Perlet, Prof. Schneller, Ernst Münch und Franz Weißgerber. 41 (von 66 ) Bändchen in 13 Bänden. Bändchen 1 bis 7 in 2 Bänden: Tagebuch einer Reise von Paris nach Jerusalem und von Jerusalem zurück nach Paris; Bändchen 8/9: Atala oder die Liebe zweier Wilden in der Wüste. Rene. Der Letzte der Abenceragen; Bändchen 13 bis 15: Die Natchez (eine wilde amerikanische Völkerschaft); Bändchen 16 bis 19: Politische Werke I. Reden in den beiden Kammern, 4 Teile in einem Band; Bändchen 20 bis 23: Reise in Amerika; Bändchen 24/25: Denkschriften über Se. königliche Hoheit den Herzog von Berry. Bändchen 26: Über den Tod des Königs Ludwigs XVIII.; Bändchen 27/28: Reise nach Italien; Bändchen 29 bis 36 in 2 Bänden: Genius des Christenthums. Theil 1 bis 8 (von 12) in zwei Bänden; Bändchen 41/42: Die vier Stuarte; Bändchen 47 bis 52 in 2 Bänden: Die Märtyrer oder der Triumph der christlichen Religion. Sechs Teile in zwei Bänden.
Freiburg im Breisgau: Verlag von Friedrich Wagner, 1827 - 1829. Seconde édition. 150 Seiten. 15 x 9,5 cm, zweitgenössiche mit grauem Kleisterpapier bezogene Pappbände, Rückentitel auf blauen Rückenschildern, dreiseitiger Blauschnitt. Vgl. Fromm 4977 mit teilweise abweichender Bandfolge. Es fehlen hier: Bändchen 10 bis 12: Natchez, 1 bis 3. Teil; Bändchen 37 bis 40: Genius, 9. bis 12. Teil; Bändchen 37 bis 40: Literarische Miszellen; das 1831 erschienene Bändchen 53: Karl X. und seiner Familie Verbannung sowie die 1836 bis 1838 erschienenen Bändchen 54 bis 66: Historische Studen. (* 4. September 1768 in Saint-Malo; † 4. Juli 1848 in Paris) war ein französischer Schriftsteller, Politiker und Diplomat. Er gilt als einer der Begründer der literarischen Romantik in Frankreich.Chateaubriand wuchs auf in Saint-Malo und auf Schloss Combourg/Bretagne als jüngstes von 10 Kindern einer provinzadeligen Familie und schwankte zunächst zwischen einer Laufbahn als Marineoffizier (Wunsch des Vaters) oder Priester (Wunsch der Mutter). 1786 wurde er schließlich Leutnant in einem Regiment unweit von Paris und ließ sich (worauf seine Familie traditionell Anrecht hatte) von einem älteren Verwandten dem König vorstellen. Zugleich fand er Zutritt zu Salons in Paris, wo er sich ab 1787 häufig aufhielt und erste literarische Versuche unternahm. Die Anfänge der Revolution von 1789 verfolgte er, wie viele liberale und aufgeklärte Adelige, mit Sympathie. Zunehmend unzufrieden mit der Radikalisierung der politischen Entwicklung, begab er sich 1791 auf eine neunmonatige Reise nach Amerika. Hier erkundete er vor allem die damals noch französischen Gebiete am Mississippi, wobei er von ihrer Weite und noch fast unberührten Schönheit beeindruckt, von ihren indianischen Ureinwohnern dagegen deprimiert war, weil sie ihm durch ihre Kontakte mit Europäern sich selber entfremdet erschienen. Nach seiner Rückkehr Anfang 1792 heiratete Chateaubriand standesgemäß eine junge Adelige. Er verließ sie aber sofort und schloss sich der Armée des émigrés an, einer überwiegend aus geflüchteten französischen Adeligen bestehenden Truppe, die an der Seite Österreichs und Preußens gegen das revolutionäre Frankreich kämpfte, um König Ludwig XVI. und die Monarchie wieder in ihre absoluten Rechte einzusetzen. 1793 – Ludwig war inzwischen abgesetzt und guillotiniert, doch der Krieg ging weiter – wurde Chateaubriand verwundet und ließ sich nach seiner Genesung in London nieder. Hier lebte er armselig als Französischlehrer und Übersetzer, wurde aber zum Schriftsteller. Er verarbeitete die umfangreichen Notizen seiner Amerikareise zu zwei literarischen Texten, Les Natchez und Voyage en Amérique (die er beide aber erst viel später, 1826 und 1827, publizierte) und verfasste den Essai historique, politique et moral sur les révolutions anciennes et modernes (gedruckt 1797), eine Schrift, die politische und persönliche Reflexionen verband und seine Traumatisierung durch den Verlust der Heimat, seiner gesellschaftlichen Position und vor allem zahlreicher hingerichteter oder umgekommener Verwandter und Bekannter verarbeitet. 1798 wurde Chateaubriand fromm und begann das anti-aufklärerische Buch Le Génie du Christianisme (Der Geist des Christentums), in dem er vor allem die ethischen, ästhetischen und emotionalen Aspekte der katholischen Religion hervorhebt und verklärt. Publizieren konnte er es 1802 in Paris. Denn 1800 war er dem Aufruf Napoleons an die emigrierten Adeligen gefolgt, nach Frankreich zurückzukehren, und hatte eine Karriere als hoher Beamter begonnen. Le Génie war unerwartet erfolgreich und wurde einer der Auslöser der geistigen und literarischen Bewegung der Romantik. Es trug maßgeblich dazu bei, das Christentum in Frankreich zu rehabilitieren. Bei der Abfassung hatte Chateaubriand aber sicher auch opportunistische Motive: Er war sich wohl bewusst, dass Napoleon eine Re-Etablierung der Kirche und eine politische Zweckgemeinschaft mit ihr anstrebte und dass dieses Werk deshalb seiner Karriere nützlich sein konnte. In das Werk eingefügt waren zwei längere Erzählungen, Atala (erstmals separat schon 1801 gedruckt) und René, die zu Kultbüchern einer ganzen Generation wurden. Atala, die tragische Geschichte einer jungen Halbindianerin, die den Konflikt zwischen ihrer Liebe und der Keuschheit, die sie ihrer frommen französischen Mutter gelobt hat, durch Suizid löst, wurde vor allem durch die eingestreuten stimmungsvollen Naturschilderungen vorbildhaft. René kreierte in der Figur des Titelhelden den Typ des vom „mal du siècle“, dem „Weltschmerz“, zerrissenen romantischen Künstlers und Intellektuellen – ein Typ, der dann jahrzehntelang die europäische Literatur bevölkerte. Als 1804 Napoleon den jungen Duc d\'Enghien, einen bourbonischen Prinzen und potentiellen Thronerben, entführen, verurteilen und erschießen ließ, war auch Chateaubriand empört. Er brach ostentativ mit dem napoleonischen Regime und demissionierte, da er diesen Akt als eklatante Verletzung des Freiheitsprinzips ansah. Zugleich hielt er es für angebracht, endlich mit seiner Frau zusammenzuleben, doch blieb ihr Verhältnis distanziert. Allerdings waren auch die zahlreichen Affären, die er stets nebenher hatte, nicht von Dauer und letztlich wenig glücklich. Lediglich seine Beziehung zu Madame Récamier, die er 1818 näher kennenlernte, währte länger, war aber eher nur Freundschaft. 1806 unternahm Chateaubriand eine mehrmonatige Rundreise durch Italien, Griechenland, Palästina, Nordafrika und Spanien. In Jerusalem wurde er zum Ritter vom Heiligen Grab geschlagen. Er verfasste seine Reise in dem Bericht Itinéraire de Paris à Jérusalem teils pittoresk beschreibend, teils melancholisch reflektierend schildernd. Breiten Raum nimmt in dem Buch das damals zum Osmanischen Reich gehörende Griechenland ein. Der Itinéraire blieb nach seiner Publikation 1811 nicht ohne Auswirkung auf die Begeisterung der Europäer für den Freiheitskampf der Griechen, denen es 1821 gelang, sich von der türkischen Oberherrschaft zu lösen. 1807 reiste Chateaubriand erneut nach Spanien, dieses Mal um dort eine Bekannte, Natalie de Noailles, zu treffen, in die er sich verliebt hatte, obwohl auch sie verheiratet war. Den Zustand der ständigen Trennungen des Paares mit der Aussicht auf den unausweichlichen Verzicht (der 1812 auch erfolgte) verarbeitete Chateaubriand in mehreren Werken: 1807/1808 verfasste er das pathetische Prosa-Epos Les Martyrs, ou le Triomphe de la religion chrétienne, dessen Handlung im weitgespannten Römischen Reich des späten 3. Jahrhunderts spielt (aber viele zeitgenössische Bezüge aufweist) und sich um ein ebenfalls getrenntes Liebespaar rankt, das erst in Rom im gemeinsamen Tod als Märtyrer zusammenfindet (publiziert 1809). Von 1809 bis 1810 schrieb er die im Granada des frühen 16. Jahrhunderts angesiedelte Novelle Les aventures du dernier Abencérage, die um ein schließlich verzichtendes Liebespaar spielt. (Gedruckt erst 1826, aber aus Lesungen des Autors vielen Personen schon vorher bekannt.) 1811 versuchte sich Chateaubriand auch als Dramatiker mit der Tragödie Moïse, die jedoch unaufgeführt blieb. Im selben Jahr wurde er, nicht ohne Schwierigkeiten, denn er war ja Oppositioneller, zum Mitglied der Académie française gewählt. \" (Wikipadia) * * *Einband von Bändchen 20 bis 23 beschädigt, fleckig und gelockert, innen anfangs fleckig, sonst ordentlich erhalten. Die anderen Einbände teilweise berieben und bestoßen, innen etwas gelblfleckig, sonst noch gut erhaltenes Exemplar. Versand D: 5,20 EUR Literatur, Frankreich, 19. Jahrhundert, Chateaubriand, Literaturwissenschaften, Christentum, Les MartryrsMärtyrer
      [Bookseller: Antiquariat Am Bayerischen Platz]
Last Found On: 2018-02-15           Check availability:      buchfreund.de    

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