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2014-03-12 18:48:48
Horn, Ernst:
Oeffentliche Rechenschaft über meine zwölfjährige Dienstführung als zweiter Arzt des Königlichen Charite-Krankenhauses zu Berlin, nebst Erfahrungen über Krankenhäuser und Irrenanstalten
Berlin Realschulbuchhandlung, 1818.. 8°, Porträt (Alexander v. Humboldt), XII, 333 S., 1 w. Bl., 5 gef. Tab., 6 gef. Kupfertafeln; Vors. mit hs. Eintrag "Angekauft für das Irrenhaus Eberbach", Taf. verso gestempelt, vereinzelt leicht geknittert. Einband berieben. EA! - Horn (1774-1848) war seit 1806 2. dirigierender Arzt an der Charite (1. Arzt war Hufeland). Er schrieb diese zur Selbstverteidigung gedachte Schrift nach seinem Ausscheiden aus dem Dienst. Ein Kollege (Kohlrausch) hatte ihn öffentlich angegriffen und für die Mißstände in der psychiatrischen Abteilung verantwortlich gemacht; insbesondere war Horn der Tod einer Kranken in dem sog. "Sack" vorgeworfen worden. DÖRNER (Bürger und Irre, 279ff.) bezeichnet dieses Buch als "das beste Dokument der Ausdehnung bürgerlicher Vernunftherrschaft auf die Unvernunft der Irren im Rahmen der preußischen Reformzeit" und charakterisiert Horns therapeutische Ideen als "preußische Kurmethode". Die Kupfer enthalten anschauliche Darstellungen der "Behandlungsmethoden" Horns, beispielsweise Gruppen von Patientinnen, die im Garten mit Holzgewehren exerzieren mußten. Das Buch gibt nicht nur einen umfassenden Überblick über den Stand der Psychiatrie zu Beginn des 19. Jahrhunderts, sondern auch über die Zuständen in einem Krankenhaus unter den Bedingungen der französischen Besatzung überhaupt. Das Porträt von Humboldt ist in anderen Exemplaren nicht vorhanden und paßt inhaltlich auch nicht zum Thema
Bookseller: Versandantiquariat Am Osning
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