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Eigenh. Brief mit U. ("I. Moscheles")
Hannover, 18. XII. 1829.. 2 SS. auf gefalt. Doppelblatt. Gr.-4to. Mit eh. Adresse am Gegenblatt verso (Faltbrief).. Schöner, ausführlicher Brief an den Wiener Komponisten Joseph Merk (1795-1852): "Sie haben mir recht viele Freude durch [Ihr] freundschaftliches Schreiben gemacht, u. doppelt genoß ich es da ich daraus noch immer den jovialen humoristischen alten Aventure-Kameraden erkannte. Meine Antwort erfolgte so spät weil ich Ihren Brief erst vor 8 Tagen in Hamburg fand als ich von einer großen Reise aus Dänemark und Schweden zurück kam. Es blieb mir daher nur Zeit meine Sinfonie schnell in Stimmen abschreiben zu lassen, und gestern expedirte ich sie per Post an Sie adressirt. Ich hoffe Sie erhalten sie mit diesem Briefe zugleich. Es gewährt mir große Beruhigung daß meine erste Arbeit in diesem Fache durch Ihre Hände der Gesellschaft des. k. k. Oesterr. Musikvereins zur Dedikation angeboten und zur Aufführung gebracht werden soll. Ihre Theilnahme und Freundschaft wird sich gewiß wieder dabey bewähren. Ich erwarte mir nicht daß dieses Werk in einer Stadt wo Haydn, Mozart und Beethovens Sinfonien das Tageslicht erblickt haben, einiges Aufsehen mache; sondern daß meine Freunde sehen mögen daß es mir nicht an guten Willen und Fleiß fehlt, zuweilen etwas besseres zu schreiben, als Bijoux a la Sontag. - Es wäre gut die Stimme in Partitur zu setzen für den Dirigenten, auch die erste Probe mit dupplirten streichenden Instrumenten zu machen, indem die Blasenden sehr stark benützt sind u. ein starkes streichendes Chor erfordern. Das Tempo ist in der Violin 1mo Stimme nach Maelzels Metronom angegeben. Wenn Sie mir über den Erfolg Ihrer Verwendungen etwas werden sagen könnnen, so bitte ich mir nach London zu schreiben [...]. In Copenhagen hatte ich eine angenehme Aufnahme u. spielte bey Hofe, wofür ich vom König eine goldene emaillirte Dose und vom Prinzen Christian einen Brillant Ring bekam. Meine Zeit war zu kurz um in Schweden weiter vorzurücken als bis nach Gothenburg wo ich in der Schnelligkeit ein gutes Concert machte. Grüßen Sie mir Herrn Haslinger [...]". - Moscheles war am Prager Konservatorium Schüler von Dionys Weber, in Wien von Johann Georg Albrechtsberger und Antonio Salieri "und gehörte bald zu den beliebtesten Pianisten und Lehrern Wiens" (DBE). 1825 übersiedelte er nach London, wo er zu den führenden Persönlichkeiten des Musiklebens zählte und als Professor an der Royal Academy of Music und als Mitdirektor und Dirigent der Royal Philharmonic Society tätig war. 1843 verpflichtete ihn sein ehemaliger Schüler und Freund Felix Mendelssohn Bartholdy als Klavierlehrer an das Leipziger Konservatorium. Mit seinem Schaffen zählt Moscheles zu den bedeutendsten Pianisten seiner Zeit. - Kleine Papierdurchbrüche in den Bugfalten; kl. Randausriss von Siegelöffnung (keine Textberührung); eine Bugfalte im Gegenblatt alt hinterlegt.
      [Bookseller: Antiquariat Inlibris, Gilhofer Nfg. GmbH]
Last Found On: 2015-09-30           Check availability:      ZVAB    

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