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VERHANDLUNGEN DER DEUTSCHEN GESELLSCHAFT FÜR CHIRURGIE.- Bd. 20 - 45
Berlin (Hirschwald), 1891 - 1920. - in 26 Bänden. je Band ca 500 S. mit zahlr. Abb. Hldr der Zeit und HLn der Zeit mit goldgeprägten Rücken. Kanten teils etwas berieben, innen sehr gut erhalten. Ordnungsgemäß aus den Beständen der Volkspolizei ausgesondertes Bibliotheksexemplar (Rückenschild, Stempel), gutes Ex. In diesen Bänden spiegelt sich der ungemeine Fortschritt den die Chirurgie, durch die Einführung der Röntgentechnik erfuhr, wieder. "Als gegen Ende des Jahres 1895 die staunen erregende Nachricht durch die Welt ging, daß Röntgen in Würzburg unsichtbare Lichtstrahlen entdeckt habe, die durch feste Körper hindurchgehen könnten und auf photographische Platte ebenso einwirkten wie das Tageslicht, war es klar, daß eine solche Entdeckung für die Chirurgie von der größten Bedeutung sein mußte. Die Herstellung von Hittorfschen Röhren wurde schnell ein wichtiger Industriezweig, in den Kliniken wurden überall Durchleuchtungen am Platincyanürschirm vorgenommen, und photographische Schattenbilder von Frakturen und Luxationen und von Fremdkörpern in der Hand hergestellt. Schon auf dem nächsten Kongreß (1896.I.25) sprach Kümmel über die Diagnose der Knochenherde durch Röntgenstrahlen. Mit Hilfe des Funkeninduktors von 25 cm Funkenlänge und einer gut ausgepumpten Röhre von Müller in Hamburg war es ihm gelungen, die Expositionszeit bei den Aufnahmen, die zuerst 20 Minuten und länger betragen hatten, auf 10 - 45 Sekunden, bei der Aufnahme von Fingern sogar auf 3 Sekunden zu verkürzen und nicht nur eine dunkle Silhouette der Knochen zu bekommen, sondern ein zarter gezeichnetes Schattenbild, auf dem auch die Strukturen des Knochengewebes deutlich zu erkennen war. Als Probebilder zeigte er ein Typhusherd in einer Phalanx, einer Spina ventosa, ein Gumma im Radius, einen Fremdkörper in der Hand. Am Durchleuchtungsschirm hatte er die Bewegungen des Zwerchfells und den Herzbeutel erkennen können. Der Apparat, mit dem er arbeitete, sei allerdings eine ziemlich kostspielige Anlage. Er kostet 'mit Rheostat und zahlreichen dazu gehörigen Röhren immerhin etwa 1500 M'. (Glückliche Zeiten!). Ferner von Kümmel (1898 II) 'Die Behandlung des Lupus mit Röntgen-Strahlen und mit concentrirtem Licht'. Geissler (1898, I) berichtete über die Erfahrung der Bergmannschen Klinik, die wegen des weniger wirksamen Apparates nicht ganz so günstig waren wie die Hamburger. Sehe man von den metallischen Fremdkörpern ab, so sei eine besondere Förderung für die Diagnose und den Operationsplan durch die Röntgenbilder bisher nicht gewonnen worden. Was die Augen direkt gesehen und die Finger gefühlt hätten, wäre noch allein maßgebend geblieben, aber für den klinischen Unterricht und zur Überzeugung von Richtern und Laien wären die Bilder von Wert. Krause - Altona (1899, I) empfahl die Erneckeschen Röhren mit 2 Anoden, von denen die eine aus dünnem Platinblech bestehe. Aufnahmen von Hand und Vorderarm könne man damit in wenigen Sekunden machen, allerdings koste diese Röhre 36 M. Feilchenfeld - Berlin (1900, I) warnte vor nachteiligen Folgen der Bestrahlung. Von einigen Kollegen sei ein Kind mit Skoliose, um ein Bild von der Wirbelsäule zu bekommen, 1 Stunde und nach acht Tagen noch einmal 1 1/2 Stunden lang bestahlt worden und habe ein Eczema solare bekommen, ein Elektrotechniker ein Ekzem an den Händen, nachdem er sie häufig durchleuchtet hatte." Trendelenburg, Die ersten 25 Jahre der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, 1923, SS.114 ff. [Attributes: Hard Cover]
      [Bookseller: Antiquariat Bebuquin (Alexander Zimmeck)]
Last Found On: 2017-06-15           Check availability:      ZVAB    

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