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Der Fuciner See. Ein Beitrag zur Kunde Italiens. Als Einladungsschrift zur öffentlichen Prüfung des Cölnischen Gymnasiums.
4. 63, (1) S., 2 gefaltete lithographierte Karten (Der Fuciner See und seine Umgebungen (ca. 20 : 19 cm) u. Plan und Längendurchnitt des Claudischen Emissars des Fuciner Sees (ca. 19,5 : 28,5 cm), beide entworfen von H. Kiepert und gedruckt im Lithographischen Atelier von W. Braun. Graublaue, schlichte Broschur mit Rückenschild (meist etwas, stellenweise etwas stärker braunfleckig, Stempel auf dem Titel). Erste Ausgabe. Selten!- Der 662 Meter hoch gelegene, ringsum von Gebirge umgebene Fuciner See (Lago Fucino oder Lago di Celano) bei Avezzano war bis zu seiner vollständigen Trockenlegung 1875 mit ca. 155 qkm das größte Binnengewässer Mittelitaliens. Er besaß allerdings keinen natürlichen Abfluß, sodaß Regenfälle und Schneeschmelzen immer wieder zu starken Überschwemmungen führten. Der See hinterließ dann zwar einen so fruchtbaren Schwemmboden, daß am Fuciner See schon in der Antike eine ertragreiche Ackerwirtschaft betrieben werden konnte. Auch die im See gefangenen Fische waren in Rom sehr begehrt. Wegen der Gefahren der Überschwemmungen ließ daher schon Caesar Pläne erstellen, den See trocken zu legen. Doch erst Kaiser Claudius setzte dieses Vorhaben in die Tat um. In den Jahren 44 - 54 gruben 30.000 Arbeiter einen Tunnel unter dem Monte Salviano und der Palentinischen Hochebene hindurch, der das Wasser des Sees in die Liri bei Capistrello leiten sollte. Eine größere Zahl senkrechter Schächte diente der Belüftung. Dieser Kanal war jedoch nach kurzer Zeit wieder verstopft und der Wasserspiegel des Sees stieg erneut an. Auch Trajan und Hadrian sowie Friedrich II. von Hohenstaufen scheiterten bei Versuchen, den See trockenlegen zu lassen. G. Kramer beschreibt ausführlich die geologisch-geographischen Gegebenheiten und historischen Ereignisse um das am See ansässige Volk der Marser in römischer Zeit. Höhepunkt der informativen, aus zahlreichen Quellen schöpfenden Arbeit ist der Bericht über das schwierige Kanalprojekt des Kaisers Claudius, das "grösste Werk, welches die Alten in dieser Art ausführten".- Noack (Deutschtum in Rom) II,332.
      [Bookseller: Antiquariat Gabriele Klara Einzelunterne]
Last Found On: 2017-06-09           Check availability:      booklooker.de    

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