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Eigenh. Brief mit U.
Berlin, 30. VI. 1838.. 2 SS. auf gefalt. Doppelblatt mit papiergedecktem Siegel und Adresse (Faltbrief). 8vo.. Launiger Brief an den Musiker Friedrich Wieck (1785-1873), Vater und Lehrer der Pianistin Clara Wieck (bald: Schumann), die der Adressat zum Zeitpunkt dieses Schreibens nach Tunlichkeit von ihrem Verlobten, seinem ehemaligen Schüler Robert Schumann zu trennen suchte: "Verehrtester Freund! Clara-beglückter Vater! Ich grüße Sie und Ihr Fräulein Tochter auf das Innigste, und das ist mir sehr fatal - denn wenn ich bei Ihnen in Leipzig wäre so braucht ich nicht erst zu schreiben und zu grüßen; dann brauchte ich bloss die Ohren zu spitzen. Berlin gähnt jetzt ungeheuer. Wegen des Instrumentes beim alten Behrend habe noch nichts wirken können. Soll's denn 24 oder 22 fr'dor kosten. Herr Gott ich vergesse aber ganz - ich habe die Ehre Ihnen meinen Freund und Landsmann den H. Assessor [August] Lemke aus Danzig vorzustellen, der ein guter Dilettant (Klavier u. Cello) und Universitätsfreund von Rob. Schumann ist. Gönnen Sie ihm das beneidenswerthe Glück (ich ärgere mich) Ihre Clara zu hören, dann braucht er auf seiner Ferner-Reise nicht weiter Clavierspielen zu hören. [...] Dies ist die Karte für Mlle. Clara Wieck, die ich vergessen habe abzugeben, wie Sie sich von der Treppe warfen Mittags um 12 Uhr wo Sie einen Studenten belangen wollten". - Leicht knittrig. Truhn, Schüler von Ries und Zelter, übernahm 1835 die Kapellmeisterstelle am Stadttheater in Danzig, wo er außerdem als Musiklehrer wirkte. "Nach seiner Rückkehr nach Berlin (1837) widmete sich Truhn in erster Linie publizistischer Tätigkeit [...] Truhn hat sich als Komponist, Dirigent, Schriftsteller und Organisator große Verdienste um das Musikleben in Berlin, Danzig, Elbing und Riga erworben. Unter seinen Kompositionen ragen neben Chor- und Bühnenwerken vor allem zahlreiche Lieder hervor, welche seinerzeit sehr beliebt und verbreitet waren. Eine bemerkenswerte Rolle fiel Truhn als weitblickendem Organisator des Männerchorwesens zu (Gründer u.a. der Neuen Liedertafel in Berlin). Seine schriftstellerischen Arbeiten weisen ihn als seriösen Kritiker aus" (MGG XIII, 851).
      [Bookseller: Antiquariat Inlibris, Gilhofer Nfg. GmbH]
Last Found On: 2015-02-22           Check availability:      ZVAB    

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