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Sylvicultura oeconomica, oder Haußwirthliche Nachricht und naturmäßige Anweisung zur Wilden Baum-Zucht, nebst gründlicher Darstellung, wie zuförderst durch Göttliche Benedeyen dem allenthalben und insgemein einreissenden Grossen Holtz-Mangel vermittelst Sae-Pflantz- und Versetzung vielerhand Bäume zu rathen, auch also durch Anflug und Wiederwachs des so wohl guten und schleunig anwachsend, als andern gewüchsig und nützlichen Holzes, gantz öde und abgetriebene Holtz-Ländereyen, Plätze und wiederum holtzreich, nütz und brauchbar zu machen; Bevorab Saam-Bäumen und wie der wilde Baum-Saamen zu sammlen, der Grund und Boden zum Säen zurichten, solche Saat zu bewerckstelligen, und der Anflug und Wiederwahcs zu beobachten. Daneben das sogenannte lebendige, oder Schlag-an Ober-und Unter-Holtz aufzubringen und zu vermehren, wie beygefügt die Arten des Tangel- und Laub-Holtzes, theils deren Eigenschafften und was besagtes Holtz für Saamen trage, und wie man mit frembden Baum-Gewächsen sich zu verhalten, ferner wie das Holtz zu fällen, zu verkohlen, zu äschern und sonst zu nutzen. Alles zu nothdürfftiger Versorgung des Hauß-Bau-Brau-Berg-und Schmeltz-Wesens, und wie eine immerwährende Holtz-Nutzung, Land und Leuten, auch jedem HaußWirthe unschätzbaren grossen Aufnehmen, pfleglich und füglich zu erziehlen und einzuführen. Worbey zugleich eine gründliche Nachricht von dem in Churfl. Sächß. Landen Gefundenen Turff dessen Natürliche Beschaffenheit, grossen Nutzen, Gebrauch und nützlichen Verkohlung befindlich. / Angebunden: Julio Bernhard von Rohr: Historia Naturalis Arborum et Fruticum Sylvestrium Germaniae, oder Naturmäßige Geschichte der von sich selbst wilde wachsenden Bäume und Sträucher in Teutschland... Zweyte und mit einem Dritten Theil von Julio Bernhard von Rohr vermehrte Auflage.
Leipzig, Bey Johann Friedrich Brauns sel. Erben, 1732.. Folio. 7 Bll. (incl. gestochenem Frontispiz und gestochener Titelvignette, Titelblatt in rot und schwarz), 284 Seiten, 10 Bll. Register und ganzseitiger Kupferstich nach Seite 90. / Angebundenes Werk von Rohr: Historia Naturalis Arborum: 4 Bll., 248 Seiten und 12 Blll. Register. Schlichter Pappband des frühen 19.Jahrunderts. Buchblock an der Schnittstelle zum Frontispiz gelockert. Der Buchblock insgesamt gering stockfleckig. Frontispiz und Abbildung sowie Titelblatt und Zwischentitel alle in sehr guter Erhaltung und nur gering stockfleckig. Das ganzseitige Kuper etwas aus dem Buchblock hervorstehend (uebergrosses Papier). Der Buchblock insgesamt wunderbar erhalten. Seltene Publikation die Carlowitz als den Erfinder des Begriffs "Nachhaltigkeit" identifiziert. /. Hans Carl von Carlowitz, eigentlich Johann "Hannß" Carl von Carlowitz, (* Dezember 1645 in Oberrabenstein; 3. März 1714 in Freiberg) war ein deutscher Kameralist, königlich-polnischer und kurfürstlich-sächsischer Kammer- und Bergrat sowie Oberberghauptmann des Erzgebirges. Er schrieb mit der Sylvicultura oeconomica, oder haußwirthliche Nachricht und Naturmäßige Anweisung zur wilden Baum-Zucht (1713) das erste geschlossene Werk über die Forstwirtschaft und gilt als wesentlicher Schöpfer des forstlichen Nachhaltigkeitsbegriffs. Bedeutung erlangte er als Verfasser des ersten eigenständigen Werkes über die Forstwirtschaft, Sylvicultura oeconomica, oder haußwirthliche Nachricht und Naturmäßige Anweisung zur wilden Baum-Zucht (1713). In seinem Werk fasste von Carlowitz das im Dreißigjährigen Krieg verringerte forstliche Wissen seiner Zeit zusammen, erweiterte es durch eigene Erfahrungen und formulierte erstmals das Prinzip der Nachhaltigkeit: "Wird derhalben die größte Kunst/Wissenschaft/Fleiß und Einrichtung hiesiger Lande darinnen beruhen / wie eine sothane Conservation und Anbau des Holtzes anzustellen / daß es eine continuierliche beständige und nachhaltende Nutzung gebe / weiln es eine unentberliche Sache ist / ohne welche das Land in seinem Esse (im Sinne von Wesen, Dasein, d. Verf.) nicht bleiben mag." (S. 105-106 in der "Sylvicultura Oeconomica"). Von Carlowitz schrieb sein Buch in einer Zeit der Energiekrise. Die Erzgruben und Schmelzhütten des Erzgebirges (damals eines der größten Montanreviere Europas) mussten mit viel Holz als Energiequelle versorgt werden. Zudem trugen das Bevölkerungs- und Städtewachstum stark zur "Holznot" bei. Ein geregelter Waldbau sowie Gesetze, Ökostandards oder Zertifizierungen zur Aufforstung existierten nicht. Von Carlowitz formulierte den Gedanken, respektvoll und "pfleglich" mit der Natur und ihren Rohstoffen umzugehen, und kritisierte den auf kurzfristigen Gewinn ausgelegten Raubbau der Wälder. Obwohl das Wort "nachhaltend" in seinem 432-seitigen Buch nur einmal vorkommt, gilt von Carlowitz als Schöpfer des Begriffes "Nachhaltigkeit". (Wikipedia) Siehe auch: ZEIT-Artikel vom 9.November 2009: "Der Erfinder der Nachhaltigkeit".
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Last Found On: 2014-12-15           Check availability:      ZVAB    

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