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Jus civile controversum. Editio nova. Praefationem de usu artis criticae in decidendis juris controversiis praemisit Car. Frid. Walchius, totumque opus recensuit ac perpetuis notis illustravit Jo. Ern. Bernh. Emminghaus.
2 Bde. Leipzig, in Libraria Weidmannia, 1791-99. 4to. XXXII, 526 S., 1 Bl.; VI, 514 S. Einfache Halbleinenbände. COCCEJI (1679-1755) hat entscheidend den Beginn der Justizreform des Aufklärungszeitalters in Preußen mitgeprägt. Nach dem Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Frankfurt an der Oder trat COCCEJI im Jahre 1704 in den prußischen Justizdienst. In den Jahren 1711 bis 1713 war er der Vertreter Preußens an der Visitation des Reichskammergerichts. In dieser Zeit entstand aus sein berühmtestes Werk: das "jus civile controversum". Das Werk ist in der Legalordnung der Digesten gegliedert. Innerhlab dieser Legalordnung werden Quaestionen an den Beginn gestellt, die in kontroverser Manier beantwortet werden: Affirm.(andum) - Obj.(ectum) - Resp.(ondum). In der Regel wird an das Respondum noch weitere Gegenargumente aufgereiht, denen wiederum eine Antowrt (respondum) folgt. Samuel de COCEJI, Sohn von Henricus Coccejus, der Minister chef de justice und Großkanzler Friedrichs des Großen, Initiator, Begleiter und Durchführender der großen Justizreform des preußischen Königs, nimmt auch zum Statutarrecht in seinem Hauptwerk Jus Civile controversum Stellung. Mehrfach wird die Frage nach überschneidenden Rechtskreisen gestellt und deren Lösung, etwa bei der Frage: "Ubinam sit locus contractus, si locus expressus non sit?" oder innerhalb des Eherechts: "An maritus forum suum mutare possit in praejudicium uxoris?" Oder im Vertragsrecht, wenn ein Vertrag geschlossen, die schrtiftliche Fixierung aber anderen Ortes vorgenommen worden ist, so stellt sich die Frage, welcher Ort Gültigkeit hat, wenn es denn verschiedene Rechtskreise betrifft. Hiere ist Samuel de COCCEJI eindeutuig: Vetragsort für einen contractus in scriptis ist der Ort, an dem die Fixierung stattgefunden hat. (Vgl. Jus civile controveersum, Lib. V., Tit. I, quaestio XIV.) Samuel de COCCEJI (1679-1755) 1679: geboren im Oktober in Heidelberg als dritter Sohn seines Vaters Henricus Coccejus, dort Professor für Natur- und Völkerrecht 1699: nach dem Rechtsstudium in Frankfurt an der Oder dort auch Promotion bei seinem Vater danach dreijährige Bildungsreise durch Italien, Frankreich, England und den Niederlanden 1702: Professor ordinarius in Frankfurt an der Oder 1703: Promotion zum Dr. iur. 1704: Aufgabe der akademischen Laufbahn und Eintritt in den prußischen Justiz- und Verwaltungsdienst 1710: Regierungsdirektor in Halberstedt 1711-13: für Preußen Teilnahme an der Visitation des Reichskammergerichts 1713: Erste Ausgabe von Teil 1 des am Reichskammergericht entstandenen Hauotwerkes: Jus civile controversum Teil 2: 1718 1714: Ernennung zum Geheimen Justiz- und Ober-Appellations-Gerichts-Rat 1718: Entsednung nach Königsberg zur Reform des Prozessrechtes (Beschleunigtes Prozeßverfahen) 1721: Revision des Preussischen Landrechtes 1722: Ernennung zum Präsidenten des preußischen Kammergerichts 1727: Berufug zum Etat- und Kriegsminister im preußischen Kabinet 1731: Präsident des Ober-Appellationsgerichts 1738: als "ministre chef de justice" wird ihm die gesamte Justizreform unterstellt 1746: Beginn der großen Coccejischen justizreformen unter Friedrich dem Großen 1747: Ernennung zum Großkanzler (=Justizminister) 1755: am 4 Oktober Tod in Berlin
      [Bookseller: VICO - Wissenschaftliches Antiquariat un]
Last Found On: 2012-12-27           Check availability:      Direct From Bookseller    

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