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Entdeckung continuirlicher, durch Wimperhaare erzeugter Flimmerbewegungen, als eines allgemeinen Phänomens in den Klassen der Amphibien, Vögel und Säugethiere (pp.391-400).
- Arch. Anat. Phys., 1834/5. - Berlin, G.Eichler, 1835, 8°, pp.391-480, 3 lith. Taf., orig. Broschur; unaufgeschnittenes Exemplar. First Report about the "Discovery of Ciliary Motion in Reptiles and Warm blooded Animals". William West - Further we find in this volume Purkyne's: "Der microtomische Quetscher, ein bei microscopischen Untersuchungen unentbehrliches Instrument" (pp.385-391,6 Abb.). - Bei Evertebraten und niederen Wirbeltieren war die Flimmerbewegung schon früher bekannt gewesen und vordem von einer Reihe von Forschern beschrieben worden. Aber Jan Evangelista Purkyne (1787-1869) Purkynë und Gabriel Gustav Valentin (1810-1883) waren die ersten, die diese Erscheinung bei höheren Tieren beobachteten. - Diese Entdeckung rief in der gelehrten Welt große Überraschung hervor. Das war der Anfang einer groß angelegten Versuchsreihe an vielen Organen und Systemen sowie an zahlreichen Tieren. Purkynë und Valentin stellten fest, daß Flimmerbewegung bei Wirbellosen und niederen Wirbeltieren im Hautsystem besteht, bei höheren Wirbeltieren sodann im Verdauungstrakt, in den Atemwegen und dem Geschlechtsapparat sowie schließlich, wie Purkynë nachträglich konstatierte, in den Höhlen des zentralen Nervensystems. Sie verfolgten dann individuelle Entwicklung, Wesen und Form der Flimmerbewegung, ihre Größe, Geschwindigkeit und Richtung, ferner, wie lange sie sich nach dem Tod des Lebewesens erhält und wie auf sie verschiedene Einflüsse wirken, wie physikalische (Erschütterungen, Licht, Wärme, Kälte, Elektrizität) oder chemische, angefangen von biologischen Flüssigkeiten wie Blut, Harn, Galle, Eiweiß und Milch, bis zu den üblichen Arzneien und Giften wie Belladonna, Morphin, Opium, Strychnin, Blausäure. - Ihre Forschungen zeigten, daß die Flimmerbewegung im Tierreich eine allgemeine Erscheinung ist und daß sie in den meisten vegetativen Systemen auftritt. Sie zeigt sich bereits in den Frühstadien der Entwicklung, ist weder vom Willen, noch vom Nervensystem, noch auch von der Muskeltätigkeit abhängig. Sie hängt weder von der Unversehrtheit des Gesamtorganismus ab - sie hält noch lange nach dem Tod an - noch von der Unversehrtheit des betreffenden Organs, denn sie überlebt auch an kleinen Gewebsfragmenten. Auf sie wirken nur lokale Einflüsse, d. h. sie ist von den örtlichen Verhältnissen abhängig, von der Unversehrtheit der Wimperhärchen selbst; sie ist der Ausdruck ihrer eigenen Vitalität. Aufgabe der Flimmerbewegung ist der Transport einer Flüssigkeit oder kleiner Partikel in einer bestimmten Richtung. - Die Feststellung, die Flimmerbewegung sei unabhängig vom Nervensystem, erregte gewisse Zweifel, z.B. bei J. Müller, der ansonsten diese Entdeckung hoch würdigte. Später zeigte sich aber, daß auch andere Formen der Bewegung unabhängig von Nerveneinflüssen existieren. Purkynës und Valentins Arbeit bleibt das klassische Werk über diese interessante physiologische Erscheinung, deren physikalisch-chemische Grundlage erst in letzter Zeit erhellt wird." V.Kruta, J.E. Purkyn, pp.91-93 [Attributes: Hard Cover]
      [Bookseller: Medicusbooks]
Last Found On: 2014-10-29           Check availability:      AbeBooks    

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