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Perspektivische Vorstellung von dem Jubiläum der Ehrenden Constabler u. feuerwerker Gesellschaft in Zürich den 19ten Juny A. 1786. Aquatinta-Radierung.
ca. 1800 - 53 x 68 cm, unter Passepartout in vergoldetem Rahmen, 30 x 46 cm , Minimal stockfleckig Johann Jakob Aschmann (1747- 1809) Landschaftszeichner und -maler, Kupferstecher. Vereinzelt Porträts wuchs in bescheidenen Verhältnissen als Sohn eines Tauners in Ludretikon-Thalwil auf. Mittellosigkeit zwang ihn, trotz seiner künstlerischen Begabung, nach nur mangelnder Schulausbildung zur Fabrikarbeit. Später genoss er ein Jahr dürftigen Malunterricht bei Johann Melchior Hurter in Schaffhausen. Dann wies ihn der Zürcher Maler und Kunsthistoriker Johann Kaspar Füssli zum Kunstverleger Wagner nach Bern, wo er bei der Herausgabe der Helvetischen Eisberge nach Caspar Wolfs Zeichnungen Arbeit fand. Nach seiner Rückkehr nach Thalwil heiratete er am 25.10.1774 die aus Jesingen (Württemberg) stammende Maria Dorothea Haaga, die neun Kinder zur Welt brachte. Der dritte Sohn betätigte sich schlecht und recht als Maler und Kopist nach Vorlagen seines Vaters. Von ihm sind etwa ein Dutzend Blätter unter dem Namen «Hans Jakob Aschmann Jünger» bekannt.Ab 1774 als selbständiger Maler tätig, entschloss sich Aschmann 1778 zur Herausgabe von Kupferstichen. Auf zahlreichen Studienreisen durch die gesamte Deutschschweiz fand er die für ihn passenden Sujets wie auch allfällige Aufträge einflussreicher Leute. Da aber sein künstlerisches Schaffen für den Unterhalt seiner Familie nicht genügte, betätigte er sich nebenbei in der Bewirtschaftung seines kleinen Heimwesens mit etwas Rebland. Seine unruhige Natur wie sein eigensinniger Charakter brachten ihn in Kontakt mit dem Gedankengut der Französischen Revolution. Als Wachtseckelmeister und Ehegaumer von Thalwil wurde er mit der Stäfner Bewegung 1795 in die Politik hineingezogen. Ein Künstler und Schöngeist, wollte er mit viel Eifer mithelfen, die wirtschaftliche Freiheit und menschliche Gleichheit anzustreben. Seine aufwieglerische Tätigkeit veranlasste die Zürcher Regierung, Aschmann nach Zürich in Gefangenschaft zu nehmen. Die Kriegsräte verurteilten ihn 1795 zu drei Jahren Zuchthaus. Um die Gefängniskosten ebenso wie den Unterhalt seiner Familie bestreiten zu können, wurde ihm gestattet, seine künstlerische Tätigkeit im Gefängnis auszuüben. Während dieser Zeit entstanden einige Dutzend Phantasieblätter. Als er 1798 nach Thalwil zurückkehrte, wählte man ihn für das ihm zugefügte Unrecht in das Amt des Unterstatthalters, das er bis 1803 ausübte. Durch seine politische Tätigkeit vergrösserte sich die Zerrüttung seiner finanziellen und familiären Verhältnisse derart, dass er in grosse Armut geriet. In diesem Elend starb Aschmann 1809 in seinem Heim in Thalwil an der Auszehrung.Aschmanns Schaffen war stark geprägt durch die Naturtreue seiner Darstellungen. In ihrer genauen Wiedergabe der damaligen Zeit zeigen seine Blätter eine Originalität, die für seine unkonventionelle Arbeitsweise charakteristisch ist. Aufgrund der bekannten Arbeiten sowie einiger Zeitungsanzeigen ist nachweisbar, dass Aschmann vor allem das Zürichbiet, die Nord- und Ostschweiz, Graubünden, die Innerschweiz, den Aargau und das Haslital bereiste. Bis heute sind folgende Arbeiten bekannt: Ein Reklameblatt; 46 numerierte Umrissstiche; 19 unnumerierte Umrissstiche; zwei Handwerksbriefe; Umrissstiche von Ereignissen (16 Serien, unter anderen Bockenkrieg; Bergsturz Goldau; Küsnacht; Überschwemmung); sechs Porträts; zwei Ölgemälde; sieben Arbeiten in Zusammenhang mit anderen Stechern; 246 originale Handzeichnungen. Es konnte nachgewiesen werden, dass der Bleuler-Verlag in Feuerthalen einzelne Platten aus Aschmanns Nachlass übernahm und mit neuer eingravierter Verlagsangabe und Bleulerschem Kolorit in den Verkauf brachte. Einen kleinen Teil übernahm auch Heinrich Füssli in Zürich, und der Maler Johann Martin Morat in Stühlingen benutzte teilweise Aschmann-Andrucke.Werke: Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung; Zürich, Graphische Sammlung der ETH; Öffentliche Kunstsammlung Basel, Kunstmuseum; Kunstmuseum St. Gallen, Gonzenbach-Sammlung; Zürich, S
      [Bookseller: antiquariat peter petrej]
Last Found On: 2014-10-02           Check availability:      AbeBooks    

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