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Quellentexte zur Architekturtheorie. Bauen beim Wort genommen von Fritz Neumeyer (Autor)
Prestel, 2002. 2002. Softcover. Good. 23,8 x 16,7 x 5 cm. Bauen, Glauben, Denken Architektur, exemplarische Kunst und Musterwissenschaft? Alle Theorie ist notwendigerweise Systemglaube und gründet, wie jeder Glaube, auf Metaphysik. Die Idee des Zusammenhangs, die Vorstellung von einer Ordnung der Dinge, ist Grundlage jedes Systemgedankens. Ohne einen Ordnungsglauben und Sinn für Zusammenhang ist die Welt für den Menschen nicht deutbar. Auch die Architekturtheorie, die sich mit der Frage beschäftigt, nach welchen Prinzipien die Teile eines Bauwerks zu einem festgefügten Ganzen zusammenzufügen seien, ist Teil solcher Weltdeutung. Die metaphysische Komplizenschaft der "Bau-Kunst" ist offensichtlich. Soweit geschichtliche Quellen zurückreichen, erweist sich die menschliche Vorstellung von der Gestalt des Kosmos als ebenso "architektonisiert", wie die Architektur in ihren Gestaltungen als dessen Nachahmung wiederum "kosmologisiert" worden ist. Theorie muss nicht trocken sein und schon gar nicht in der Architektur. Ein Bauwerk wird entworfen, geplant und erbaut, doch seine Identität erhält es bereits vor seiner Entstehung aus den Überlegungen, die darüber angestellt werden. In der Architekturtheorie geht es um die Prinzipien, nach denen sich ein Gebäude zu einem Ganzen zusammenfügt. So haben im Verlauf der Architekturgeschichte zahlreiche Baumeister und Kunsthistoriker Gedankenkonstrukte zum Wesen der Baukunst entworfen. Das rund 600 Seiten umfassende Buch präsentiert chronologisch geordnet 42 Essays und Textauszüge der Architekturtheorie. Von Zehn Bücher über Architektur des Römers Vitruv, der sich um 30 v. Chr. mit den Grundfragen des Bauens auseinandersetzte, bis zu Alberto Pérez-Gómez, der 1997 in seinem Aufsatz "Hermeneutik als architektonischer Diskurs" eine deutende Erörterung der Baugeschichte als Antwort auf die scheinbare Ausweglosigkeit der Postmoderne forderte, sind viele grundlegende wie ungewöhnliche Beiträge enthalten. So verfasste unter anderen der Franzose Marc-Antoine Laugier 1753 sein "Manifest des Klassizismus", das im Rahmen der Aufklärung im 18. Jahrhundert eine formale Klarheit propagierte, die als Leitidee bis ins 20. Jahrhundert wirkte. In diesem Sinne agierte auch der Architekt Ludwig Mies van der Rohe, der in den 1920er-Jahren spektakuläre Stahlbetonkonstruktionen entwarf und in mehreren Aufsätzen den Formalismus zugunsten einer programmatischen und klaren Bauweise ablehnte. Ein zeitgenössischer Architekt, der nicht nur durch außergewöhnliche Gebäude, sondern auch durch extravagante Publikationen und streitbare Manifeste von sich Reden macht, ist Rem Koolhaas. Der 1944 geborene Niederländer ist fasziniert von der Entwicklung bevölkerungsreicher Metropolen und erläutert seine Gedanken hierzu in "Bigness oder das Problem der Größe". In einem bemerkenswert verständlich und spannend verfassten Aufsatz beschreibt der Herausgeber und Autor Fritz Neumeyer den Begriff und die Entwicklung der Architekturtheorie. Die einzelnen Quellentexte werden von Jasper Cepl durch kurze Kommentare mit biografischen Informationen eingeführt. Bibliografische Angaben zum Schluss der Beiträge und eine ausführliche Literaturliste am Ende des Buches unterstützen hilfreich weitere Recherchen. Fritz Neumeyers Publikation Quellentexte zur Architekturtheorie überzeugt als einführendes Standard- und Studienwerk und macht Lust, sich mehr mit den Vorstellungen bekannter Architekten und Kunsthistoriker zur Architektur und dem Städtebau auseinanderzusetzen. Dr.-Ing. Fritz Neumeyer ist Professor an den Universitäten Dortmund und Princeton und seit 1992 Professor für Architekturtheorie an der TU Berlin. Gastprofessuren in Californien, Belgien und Spanien. Zahlreiche Buchveröffentlichungen zur Theorie und Geschichte der Architektur vom 18. bis ins 20. Jahrhundert. Bauen, Glauben, Denken Architektur, exemplarische Kunst und Musterwissenschaft? Alle Theorie ist notwendigerweise Systemglaube und gründet, wie jeder Glaube, auf Metaphysik. Die Idee des Zusammenhangs, die Vorstellung von einer Ordnung der Dinge, ist Grundlage jedes Systemgedankens. Ohne einen Ordnungsglauben und Sinn für Zusammenhang ist die Welt für den Menschen nicht deutbar. Auch die Architekturtheorie, die sich mit der Frage beschäftigt, nach welchen Prinzipien die Teile eines Bauwerks zu einem festgefügten Ganzen zusammenzufügen seien, ist Teil solcher Weltdeutung. Die metaphysische Komplizenschaft der "Bau-Kunst" ist offensichtlich. Soweit geschichtliche Quellen zurückreichen, erweist sich die menschliche Vorstellung von der Gestalt des Kosmos als ebenso "architektonisiert", wie die Architektur in ihren Gestaltungen als dessen Nachahmung wiederum "kosmologisiert" worden ist. Theorie muss nicht trocken sein und schon gar nicht in der Architektur. Ein Bauwerk wird entworfen, geplant und erbaut, doch seine Identität erhält es bereits vor seiner Entstehung aus den Überlegungen, die darüber angestellt werden. In der Architekturtheorie geht es um die Prinzipien, nach denen sich ein Gebäude zu einem Ganzen zusammenfügt. So haben im Verlauf der Architekturgeschichte zahlreiche Baumeister und Kunsthistoriker Gedankenkonstrukte zum Wesen der Baukunst entworfen. Das rund 600 Seiten umfassende Buch präsentiert chronologisch geordnet 42 Essays und Textauszüge der Architekturtheorie. Von Zehn Bücher über Architektur des Römers Vitruv, der sich um 30 v. Chr. mit den Grundfragen des Bauens auseinandersetzte, bis zu Alberto Pérez-Gómez, der 1997 in seinem Aufsatz "Hermeneutik als architektonischer Diskurs" eine deutende Erörterung der Baugeschichte als Antwort auf die scheinbare Ausweglosigkeit der Postmoderne forderte, sind viele grundlegende wie ungewöhnliche Beiträge enthalten. So verfasste unter anderen der Franzose Marc-Antoine Laugier 1753 sein "Manifest des Klassizismus", das im Rahmen der Aufklärung im 18. Jahrhundert eine formale Klarheit propagierte, die als Leitidee bis ins 20. Jahrhundert wirkte. In diesem Sinne agierte auch der Architekt Ludwig Mies van der Rohe, der in den 1920er-Jahren spektakuläre Stahlbetonkonstruktionen entwarf und in mehreren Aufsätzen den Formalismus zugunsten einer programmatischen und klaren Bauweise ablehnte. Ein zeitgenössischer Architekt, der nicht nur durch außergewöhnliche Gebäude, sondern auch durch extravagante Publikationen und streitbare Manifeste von sich Reden macht, ist Rem Koolhaas. Der 1944 geborene Niederländer ist fasziniert von der Entwicklung bevölkerungsreicher Metropolen und erläutert seine Gedanken hierzu in "Bigness oder das Problem der Größe". In einem bemerkenswert verständlich und spannend verfassten Aufsatz beschreibt der Herausgeber und Autor Fritz Neumeyer den Begriff und die Entwicklung der Architekturtheorie. Die einzelnen Quellentexte werden von Jasper Cepl durch kurze Kommentare mit biografischen Informationen eingeführt. Bibliografische Angaben zum Schluss der Beiträge und eine ausführliche Literaturliste am Ende des Buches unterstützen hilfreich weitere Recherchen. Fritz Neumeyers Publikation Quellentexte zur Architekturtheorie überzeugt als einführendes Standard- und Studienwerk und macht Lust, sich mehr mit den Vorstellungen bekannter Architekten und Kunsthistoriker zur Architektur und dem Städtebau auseinanderzusetzen. Dr.-Ing. Fritz Neumeyer ist Professor an den Universitäten Dortmund und Princeton und seit 1992 Professor für Architekturtheorie an der TU Berlin. Gastprofessuren in Californien, Belgien und Spanien. Zahlreiche Buchveröffentlichungen zur Theorie und Geschichte der Architektur vom 18. bis ins 20. Jahrhundert. Grundlagen der Architektur Kenneth Frampton Tektonik Gräko-Gotik Neugotik tektonische Formen Kernform Kunstform Frank Lloyd Wright Auguste Perre klassischer Rationalismus Ludwig Mies van der Rohe Louis Kahn Monumentalität Joern Utzon Weltkultur Carlo Scarpa 1. Einführung, Reflexion über die Reichweite des Tektonischen 2. Gräko-Gotik und Neugotik Die anglo-französischen Ursprünge der tektonischen Form 3. Die Entwicklung des Tektonischen Kernform und Kunstform in der deutschen Aufklärung 4. Frank Lloyd Wright Das text-tile Tektonische 5. Auguste Perret Der klassische Rationalismus 6. Ludwig Mies van der RoheAvantgarde und Kontinuität 7. Louis Kahn Die neue Monumentalität 8. Joern Utzon Weltkultur und tektonische Metapher 9. Carlo Scarpa Die Verherrlichung des Gelenks 10. Postscriptum, Die tektonische Parabel
      [Bookseller: Lars Lutzer]
Last Found On: 2014-10-02           Check availability:      Biblio    

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