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Practicae novae imperialis Saxonicae rerum criminalium pars prima (...tertia). nec non variis observationibus aucta a Joanne Samuele Friderico BÖHMERO.
Frankfurt am Main, Apud Franciscum Varrentrapp, 1758.. Editio novissima. Groß-Folio. Ttlbl., (4), X, (6), 420 S.; Ttlbl., (7), 467 S.; Ttlbl., (7), 508, (86) S. Drei Teile in einem gut erhaltenen, zeitgenössischen Pergamentband. Letzte Auflage mit den berühmten Anmerkungen von Johann Samuel Friedrich BÖHMER!. Benedikt Carpzov (1595-1666) wurde nach dem Rechtsstudium in Jena, Leipzig und Wittenberg bereits 1620 an den berühmten Leipziger Schöppenstuhl berufen, an dem er mit kleinen Unterbrechungen durch Tätigkeit an Obergerichten in Dresden, lebenslang wirkte. Erst 1644 nahm er einen Lehrstuhl an der Universität Leipzig an. Sein bedeutendstes Werk ist die Practica Nova, in der er in drei Teilen das gesamte Kriminalrechtssystem behandelt und eine eigenständige deutsche Kriminalrechtswissenschaft begründete. Pars I beinhaltet die Kapitalverbrechen: Mord und Totschlag, crimen laesae maiestatis, Geldfälschung, Blasphemie, Meineid und Hexerei (crimen sortilegiorum) Pars II: die übrigen Delikte insbesondere Diebstahl, Raub, delictum carnis etc. Pars III: Kriminalprozess einschließlich Inquisitionsprozess, Tortur, Vollzug der Strafen. Mit quaestio 48 im ersten Teil beginnt die Darstellung über das Verbrechen der Hexerei (De crimine Sortilegii). Gleich zu Beginn wird die Frage gestellt, ob beim Verbrechen der Hexerei zu Recht die Todesstrafe verhängt wird: num recte Magistratus in Sortilegos & Maleficos poena mortis animadvertat? Für die Schwere der Tat fehlt es nicht an religiöser Begründung, sogar Martin Luther wird zitiert. Schließlich sind die Hexen das Medium, das der Teufel nutzt, um beim Menschen Schaden und Sünde anzurichten: Diabolus absque consensu sagarum hominibus nocere nequit. Die Quaestio 50 wirft die Frage auf, welche Strafe angewendet werden muss, wenn die Hexen einen Pakt mit dem Teufel eingegangen sind. Die Seiten 289ff. weisen eine Reihe von Urteilsauszügen (in deutscher Sprache) des Schöffengerichts zu Leipzig zu dieser Fragestellung vom August 1582 bis Januar 1622 auf. Das Verbrechen der Hexerei wird nochmals im dritten Teil aufgenommen, der dem Kriminalprozess gewidmet ist. In quaestio 122 wird nach der ausführlichen Abhandlung über die Vernehmung der Beschuldigten mit anschließender Tortur die Untersuchung auf die Frage gelenkt, welche Indizien anzeigen, dass ein Verbrechen der Hexerei vorliege.
      [Bookseller: Azo-Antiquariat]
Last Found On: 2014-06-17           Check availability:      ZVAB    

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