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Handschrift auf Papier.
Wiesbaden, 1818-19.. (33 x 20 cm). 8 Bll., davon 10 S. beschrieben. Deutsche Kursiven in schwarzer Feder auf Schweizer Papier. Fadengeheftet.. Interessante Dokumentation aus der Frühzeit der Gasbeleuchtung und der beginnenden Industrialisierung in Deutschland. Sie enthält Schreiben zwischen dem Wittlicher Notar, Unternehmer und Gutsbesitzer Johann Wilhelm Christian Deuster und dem herzoglich-nassauischen Kriegs-Kollegium, vertreten durch Kriegsrat Johann Philipp Geyer (1774-1826) über das Angebot von zwei Gaslicht-Apparaten für Wiesbadener Kasernen. Deuster hat bereits 1818 um die Konzession für ein Gaswerk in Koblenz nachgesucht, die jedoch verwehrt wurde. - Vorhanden sind: 1. Brief von Geyer an Deuster. 28. 8. 1818. 3 S., halbbrüchig beschrieben. - Laut späterem Vermerk Abschrift des Originals "von der Großmutter für den Großvater", also wohl von Geyers Frau für dessen Korrespondenz-Archiv. Geyer ersucht Deuster, die offenbar bereits veranschlagten Kosten von 3242 Gulden auf 2700 zu senken. Ansonsten scheine ihm, "daß der Abschluß eines Contractes ... nicht großen Schwierigkeiten unterworfen seyn wird". 2. Wohl eigenhändiger Auszug Geyers aus Deusters Antwort, Wittlich 31. 10. 1818. 1/2 S. - Geyer notiert, Deuster "könne von 3242 fl. nicht abgehen, noch weniger mit Bleiröhren", und erstellt eine summarische Rechnung. 3. "Kostenanschlag eines in der hiesigen Kaserne zu errichtenden Gasapparats". 22. 9. 1819. 2 S. - Offenbar wiederholte, genaue und ausführlich erläuterte Spezifizierung der ursprünglich geforderten 3242 Gulden in "großmütterlicher" Abschrift (einschließlich Deusters Signatur). 4. "Übersicht der Kosten zur Einrichtung eines Gaslichtapparates in der neuen Caserne zu Wiesbaden". Undatiert, wohl 1819 ff. 4 1/2 S. - Ebenfalls Abschrift von Geyers Frau. Sehr detaillierte Aufstellung von "Materialien inclus Arbeitslohn" (Bauteile aus Guß- und Schmiedeeisen, Weißblech, Messing und Holz im Wert von zusammen 1000 Gulden). Laut Anmerkung sei diese Lichtanlage "darauf berechnet, daß täglich nur 4 Stunden, d.h. nur 1 mal destillirt werden darf". Es folgen Berechnungen zur Befeuerung mit Steinkohle und "Cooks" samt Quantifizierung der Nebenprodukte Teer, Pech, "flüchtiges Öl" und "ammoniakalisches Wasser"; ferner Anmerkungen zu Betriebskosten und zu einer besseren Technik der Gaslagerung. Der Duktus der langen Erläuterung läßt wiederum auf Deuster als Anbieter schließen. Ob die so sorgfältig kalkulierten Anlagen ausgeführt wurden, war nicht zu ermitteln. - Mit Faltspuren und vereinzelten Stockflecken, sonst sauber und wohlerhalten
      [Bookseller: Antiquariat Gerhard Gruber]
Last Found On: 2014-03-27           Check availability:      ZVAB    

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