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Zwillingsfigurenpaar "ere ibeji" / Ibejikult der Youruba
Nigeria Yoruba. Sehr schön gearbeitetes Zwillingspärchen, eine männliche und eine weibliche Figur, auf flacher Plinthe stehend, die henkelförmigen Arme ausgestattet mit kleinen Händen, die seitlich an die Hüften angelegt sind: Das erhobene Haupt mit kronenartiger Frisur und feinen, akzentuierten Gesichtszüge; der einfache, doch wohl geformte Körper mit stammestypischen Skarifikationen auf Wangen und Körper, Hals und Hüfte geschmückt mit Strängen schöner alter Glasperlen. Material: Holz, fleckige rotbraune Patina, schwarze gefärbte Frisur, mit Spuren von Rotholzmehl "osun", Glasperlen; Größe: 26 cm; Gewicht: 1,0 kg Weitere Details u. Fotos auf Anfrage. Zustand: siehe Foto; Alters-/Gebrauchsspuren; Gebrauchspatina; insgesamt alters-/gebrauchsgemäss sehr gut erhalten.. Die Yoruba sind ein westafrikanisches Volk, das vor allem im Südwesten Nigerias lebt, aber auch in den Nachbarstaaten Benin, Ghana und Togo. Das Siedlungsgebiet ist noch heute das dicht besiedelte Kerngebiet Nigerias. Eine Kurzbeschreibung der Yoruba-Religion ist kaum möglich, da der wechselseitige Einfluss von Islam und Christentum auf ihre Religion zu einer komplexen und vielfältigen Entwicklung beigetragen hat. Die zahlreichen Gottheiten der Yoruba sind dem Hauptgott Olorun unterstellt und treten in vielfältiger Gestalt und Funktion als Mittler zu den Menschen auf. Diese Mittlergottheiten werden zusammengefasst als Orisha bezeichnet und einzeln verehrt. - Der Zwillingskult: Bei den Yoruba gibt es eine überdurchschnittliche Häufung von Zwillingsgeburten. Manche Wissenschaftler sprechen sogar von den Yoruba als Volk mit der höchsten Zwillingsgeburtenrate der Welt. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Zwillinge als Teufelswerk angesehen und oft eines, manchmal auch beide Kinder, in einigen Fällen sogar die Mutter nach der Geburt getötet. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wendete sich diese Sichtweise ins Positive. Man begann, Zwillinge besonders zu verehren. Da aber die Kindersterblichkeit gerade bei Zwillingen besonders hoch war, wurden kleine Holzfiguren, sogenannte Ibejis geschnitzt, welche die Mütter dann als Ersatz für die verstorbenen Kinder trugen. Diese sollten den Seelen der verstorbenen Kindern als neue Heimat dienen und die Familien so vor dem Zorn der Zwillingsseele schützen. Die Ibeji wurden wie lebende Kinder gefüttert und gepflegt und sind heute begehrte Sammlerobjekte. Die ersten in Europa existierenden Ibejis kamen gegen Anfang des 19. Jahrhunderts nach England.
      [Bookseller: abs Klaas Buch- und Kunstantiquariat]
Last Found On: 2014-03-24           Check availability:      ZVAB    

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