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Das einzige Märchen seiner Art: eine Denkschrift an Freunde der Wahrheit für das Jahr 1786. Gegen eine sonderbare Anklage des Herrn Fried. Nikolai.
bey Johann Baptist Strobl, München, 1787. Mit gestochener Titelvignette. 200 S., 4 Bll. ("Nachricht an das Publikum"). Halblederband der Zeit auf vier Bünden mit rotem Rückenschild und Rückenvergoldung. Erste und einzige Ausgabe. Goedeke XII,542,6 und IV/1,271,51b. beta (Lavater). - Seltene Streitschrift gegen Nicolai, der in seiner großen Reisebeschreibung dem Protestanten Lavater vorgeworfen hatte, 700 Exemplare von Sailers, des Exjesuiten und Professors in Dillingen, "Vollständiges Lese- und Gebetbuch für katholische Christen" (6 Bde., 1785) übernommen und unter Protestanten verteilt zu haben. Das Gebetbuch, das von katholischer Seite für zu aufklärerisch gehalten wurde, fand auch unter Protestanten wie Claudius, F.H. Jacobi, Hamann u.a. Zustimmung. Nicolai als rigider Vertreter eines aufgeklärten Protestantismus bezichtigte in diesem Zusammenhang Lavater wie Sailer des Jesuitismus, Kryptokatholizismus und der Proselytenmacherei. Lavater reagierte 1786 zuerst mit drei schmalen Schriften, Sailer dann mit dem vorliegenden Buch, in dem er in der ersten Hälfte die Geschichte des Streits aus seiner Sicht beschreibt, in der zweiten Hälfte dann Nicolais philosophischen Standpunkt (die Titelvignette zeigt Nicolai, der Wahrheit die Hände bindend) und die von ihm vertretene Aufklärung insgesamt angreift. Sailer hielt sich an seine Ankündigung, sich nicht weiter dazu äußern zu wollen, jedoch entfachte der Streit eine Anzahl polemischer Schriften, meist von katholischer Seite. Nicolai nutzte in erster Linie die "Allgemeine deutsche Bibliothek" als Plattform. An dieser "Selbstvertheidigung eines Jesuiten" stört ihn der "süßjesuitische, frömmelnde, empfindsame, oft declamatorische Ton" und er schließt die Rezension: "In das Helldunkel der seyn sollenden philosophischen aber mit jesuitischer Schlauigkeit zusammengestellter Aphorismen . hineinzugehen und es zu beleuchten, wollen wir andern überlassen, . Wir bedauern nur lebhafte Jünglinge, welche ein frömmelndästhetisches Gewäsche für Philosophie zu halten verleitet werden können." (AdB, Anh. 53-86. Bd., 4.Abt., S.2358). - J.M. Sailer (1751-1832) war 1784 - 1794 Professor der Ethik in dillingen. In Auseinanderstzung mit Kant löste er sich vom Rationalismus und wurde zum Erneuerer des Katholizismus in Bayern, einflußreich auch auf die spätere romantische Bewegung. - Einband etwas berieben und bestoßen, zwei Wurmgänge auf dem hinteren Deckel, teilweise etwas gebräunt bzw. stockfleckig. 1. Auflage Hardcover; 1. Auflage. Gut
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Last Found On: 2014-03-18           Check availability:      ZVAB    

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