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George Grosz Ausstellung
Nachwort von Gustav Eugen Diehl. Text von Florent Fels auf französisch - mit Zeichnungen und Tafeln - EA., Obrosch., 36 S. - Reihe: Veröffentlichungen des Kunstarchivs Nr. 1. Berlin, Das Kunstarchiv Verlag, 1926. George Grosz*: Maler und Graphiker in Berlin, geb. 26.7.1893, gehört mit zu den Hauptvertretern der futuristischen Richtung in Deutschland. Von literarischen Tendenzen ausgehend, rollt Grosz auf seinen Bildflächen ("Feiertag", "Deutschland ein Wintermärchen") ein Chaos von nur durch gedankliche Beziehungen miteinander verbundenen, formal untereinander ziemlich unabhängigen Details auf, das nach Analogie eines Bilderbogens sukzessiv gegenständlich abgelesen sein will. In Einzelheiten oft außerordentlich suggestiv, fehlt diesen Bild-Mosaiken doch völlig die Einheit der Bildstimmung, die Grosz in einem früheren Gemälde "Der Liebeskranke" (1916) noch schlagend zum Ausdruck zu bringen wußte. "Der Abenteurer" von 1919 (Stadtmuseum Dresden) zeigt ihn auf dem Wege der abstrakten Malerei konsequent fortschreitend. Die bedeutende satirische Begabung des Zeichners Grosz hat sich vor allem in wüsten Anklagen gegen das alte kapitalistischmilitaristische System des vorrevolutionären Deutschland gewendet, die eigentlich schon bei ihrem Erscheinen ihre Aktualität eingebüßt hatten ("Gott mit Uns", 9 politische Lithographien). Stärkere Wirkung als diesen auf die politische Stunde eingestellten Blättern eignet seinen in demselben gesucht primitiven Stil gezeichneten sozialen Manifesten gegen den "Bourgeois", meist Anklagen brutalster Art wider die Ausbeutung des Weibes durch die Prostitution doch gibt das Zurschaustellen sexualer Anomalien auch da, wo es gegenständlich nicht geforsiert ist, wie in dem gezeichneten Selbstbildnis von 1919, seiner Graphik einen fatalen Beigeschmack des Pornographischen. Grosz ist Mitarbeiter der satirischen Zeitschriften "Die Pleite", "Der blutige Ernst" und "Der Gegner". Von seinen graphischen Folgen seien noch genannt: "Das Gesicht der herrschenden Klasse", Erste George Grosz-Mappe (12 Lithographien, 1917), Kleine George Grosz-Mappe (10 Lithographien) von seinen Buchillustrationen: "Tragigrotesken der Nacht" von W. Herzfelde "Fantastische Gebete" von R. Hülsenbeck (Malik-Verlag Berlin) "Dr. Billig am Ende" von Hülsenbeck (K. Wolff-Verlag, München) "Sonniges Land" von Bruno Schönlank (Cassirer-Verlag, Berlin) "Was Peterchens Freunde erzählen", Märchen von Hermynia zur Mühlen (Malik-Verlag). (Quelle: Thieme, Becker, Vollmer. Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler. Seemann, 2008). - Enthält: Carl Einstein: George Grosz Gottfried Benn: Nachtcafé 1912. Gedicht, für George Grosz Marc Neven: Das Phänomen George Grosz Max Herrmann (Neisse): Ecce Homo Florent Fels: En George Grosz. L'Allemagne trouve son Daumier u.a. - Einband etwas unfrisch/kleine (fachgerecht hinterlegte) Läsur, Einband- und Seitenecken etwas geknickt, sonst gut erhalten - Entgegen der Ankündigung (S. 35) liegt das Verzeichnis der ausgestellten Arbeiten nicht bei -
      [Bookseller: HESPERUS BUCHHANDLUNG & VERSANDANTIQUARI]
Last Found On: 2018-02-24           Check availability:      booklooker.de    

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