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Philosoph (1889 - 1976): Eigenh. Porträt-Briefkarte mit zweifacher U. (voller Namenszug).
Ohne Ort [Freiburg / Breisgau], 10. XI. 1969. - Kl.-8° (14,5 x 10,5 cm). 1/2 S. u. 2 Zeilen (= weiterer Gruß u. zweite U.) Bedeutende Bemerkung über die notwendige Interpretation von "Sein und Zeit" an seinen prominenten Schüler, Professor Gottfried Martin (1901-1972). Auf der Rückseite der Ansichtskarte "Prof. Dr. Martin Heidegger" (mit gedrucktem Portraitfoto) des Erker-Verlags, St. Gallen: "Lieber Herr Martin, ich danke Ihnen für ihren Geburtstagsgruß aus Ischia. / Mit Freuden höre ich von ihren Vorhaben, in diesem WS [Wintersemester] `Sein u. Zeit` zu interpretieren." / Diese Aufgabe ist immer noch nötig, wenngleich die Abhandlung nur ein erster Schritt bleibt. // Mit guten Wünschen und freundlichen Grüßen / Ihr Martin Heidegger. - [und auf der zweiten Hälfte der Karte noch einmal:] "Mit herzlichem Dank Martin Heidegger". - // - Gottfried Martin hatte 1934 in Freiburg bei Martin Heidegger mit dem Thema "Arithmetik und Kombinatorik bei Kant" promoviert. Seine Habilitationsschrift über Wilhelm von Ockham wurde u. a. von dem Kölner Philosophie-professor Artur Schneider, welcher wiederum 1913 in Freiburg Heideggers Doktorvater gewesen war, positiv beurteilt. Gottfried Martin lehrte ab 1943 an den Universitäten Jena und Köln. Ab 1953 war er Professor an der Universität Mainz und gab die Kant-Studien heraus, die er mit Paul Menzer wieder begründet hatte. - Allgemein bekannt ist G. Martin ist als Autor der Rowohlt - Bildmonographien über Sokrates und Platon. - Ab 1958 war er Professor in Bonn und so fand 1960 die erste Hauptversammlung der Kant-Gesellschaft (nach 1934) in Bonn statt. Zur Zeit unserer Karte (1969) wurde er Erster Vorsitzender der Kant-Gesellschaft. - // - Heidegger möchte, dass sein epochales Hauptwerk (publiziert 1927) ebenso gewürdigt wie weitergedacht wird. - Diese Haltung einer ideologisch nicht verfestigten, historischen Interpretation hat er bis ins hohe Alter selbst vertreten. Am . 17.XI.73 schreibt Heidegger an Edda Martin, die Gemahlin von Gottfried Martin: "Daß alles echte Denken stets "unterwegs" bleibt, ist eine Erfahrung, die allzuleicht vergessen wird." [in Kopie dabei]. Und so zeigt unser Brief, dass nach Heidegger die Aufgabe des lebendigen Denkens notwendig Weiterschreiten ist. Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 1550 [Attributes: Signed Copy]
      [Bookseller: Antiquariat Richard Husslein]
Last Found On: 2018-02-24           Check availability:      ZVAB    

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