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Lehrbuch der Geburtshülfe für Hebammen. Umgearbeitet und in vierter Auflage hersg. von A. Martin. + Martin, Ed. A.: Fragebuch zum Lehrbuch der Geburtshülfe für Hebammen. Zweite Auflage.
- Suttgart, Verlag von Ferdinand Enke, 1880, 8°, XIV, 293, (1) pp., 26 Holzschnitte; Erlagen, Verlag v. Ferd. Enke, 1860, IV, 54 pp., feiner Pappband im Stil d.Zt. Eduard Martin (1809-1875) war einer der bedeutendsten Gynäkologen seiner Zeit und "einer der erstren Vertreter der Gynäkologie im Sinne der heutigen Lehre". Sein Hebammenbuch gehört zu den besten seiner Art! - - Eduard Arnold Martin, "wurde am 22. April 1809 in Heidelberg geboren, wo sein Vater Chr. R. Dietrich Martin Professor der Jurisprudenz war. Dieser folgte 1816 einem Ruf an die Universität Jena, woselbst 1809 eine seiner Töchter sich mit dem Professor der Medicin K. W. Stark verheirathete. Martin kam 1823 auf das Gymnasium in Altenburg, machte 1826 sein Abiturientenexamen und studirte dann zuerst auf Wunsch seines Vaters Jura in Göttingen, später aber seit 1828 mit auf Befürwortung seines Schwagers Stark in Jena Medicin. Im Herbst 1830 reiste er nach Leipzig, Dresden, München, Cassel und Gotha, setzte dann vom Herbst 1830 bis Herbst 1831 seine Studien bei Chelius und Naegele dem Vater in Heidelberg fort. 1831 bis 1833 prakticirte er in den Jenenser Kliniken unter C. Stark II. und Succow und beschäftigte sich im Sommer 1833 mit Abfassung seiner Inaugural-Dissertation: "De lithogenesi praesertim urinaria" auf Grund deren er in Göttingen am 14. Octbr. 1833 promovirt wurde. Nunmehr unternahm er größere Reisen nach Prag, Wien, Berlin und Hamburg 1834; ferner 1835 nach England und Frankreich und habilitirte sich demnächst 1835 in Jena. Er las anfangs, wie das früher mehr üblich war, Encyclopädie der Medicin, Anthropologie, Pharmakologie und Receptirkunst; seit 1840 erst wandte er sich ausschließlich der Geburtshülfe und Gynäkologie zu, die er bei seinen Lehrern Starke und Boër besonders lieb gewonnen und auf allen seinen Reisen vorwiegend cultivirt hatte. 1837 wurde Martin professor extraordinarius 1838 Unterdirector, 1846 professor ordinarius honorarius und Director der geburtshülflichen Klinik und Hebammenlehranstalt, endlich 1850 ordentlicher Professor der Medicin in Jena. Jederzeit bestrebt das Unterrichtsmaterial für die studirende Jugend zu vermehren, gründete Martin 1843 eine geburtshülfliche Poliklinik und veranlaßte 1846 die Aufhebung der Hebammenlehranstalt in Eisenach, bez. deren Vereinigung mit derjenigen in Jena. 1856 wurden ihm weitere Mittel zur Einrichtung einer Klinik und Poliklinik für Frauenkrankheiten - einer der ersten in Deutschland - bewilligt. Neben einer ausgedehnten consultativen Praxis hatte Martin in Jena eine sehr beträchtliche Hauspraxis und war in seiner Clientel allgemein beliebt. Mit seinen Collegen in der Facultät, Siebert, Ried und Förster arbeitete er im besten Einvernehmen; 1854 und 1856/57 war er Decan, 1856 im Sommer Prorector. Die Regierung erkannte seine Leistungen an durch die Ernennung zum Hofrath (1855) und durch Verleihung des Falkenordens (1858). Wahrscheinlich durch den Einfluß von Schönlein wurde Martin nach dem Tode von D. W. H. Busch 1858 als dessen Nachfolger nach Berlin berufen, wo er bis zu seinem am Decbr. 1875 erfolgten Tode unausgesetzt thätig gewesen ist. Bei seinem Eintritt in die medicinische Facultät Berlins drang er zuerst auf die Einrichtung einer gynäkologischen Abtheilung mit etwa 30 Betten im Charitékrankenhause, deren Director er wurde. Wenn es ihm auch nicht gelang, seinen sehnlichsten Wunsch, den Bau einer der Berliner Universität würdigen gynäkologischen Klinik erfüllt zu sehen, so ließ er sich doch bis zum Ende seines Lebens keine Gelegenheit entgehen, Verbesserungen in den seiner Leitung unterstehenden Instituten anzubringen. 1871 bewirkte er die Herstellung eines besonderen Obductionszimmers und die Anstellung eines besonderen Assistenten für die Zwecke desselben. Seit 1861 geheimer Medicinalrath, war er 1868/69 Decan der medicinischen Facultät. Als Lehrer - besonders als Kliniker - war Martin beliebt und anregend; eine große Anzahl von seinen Assistenten sind jetzt selbst Lehrer der . [Attributes: Hard Cover]
      [Bookseller: Antiq. F.-D. Söhn - Medicusbooks.Com]
Last Found On: 2017-11-22           Check availability:      AbeBooks    

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