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Ganz trefliche höchstgeheime Wissenschaften, und vollkomene Explicirung der höchst nutzbaren edlen Bierbräukunst.
Ingolstadt, 1786. - Deutsche Handschrift auf Papier. (2), 86 SS. (davon 66f. und 70f. weiß). Pappband der Zeit mit gepr. Deckelschildchen, datiert "1786". 4to (170 x 195 mm). Umfangreiches Rezeptbuch zur Braukunst, in sechs Kapitel unterteilt. Enthält neben den Erklärungen zur Reinigung der Gerste und zur Zubereitung und Gärung von Malz auch "geheime Kunstmittel" und "fürtreffliche Arcana", etwa "wie man ein völlig sauer gewordenes Bier wieder annehmlich machen kann". Der Haupttext umfasst die Seiten 1-63 der alt paginierten Handschrift; er ist von einer Hand durchgehend in sauberer Kurrente geschrieben einschließlich der dreiseitigen rühmenden Vorrede. Laut Eintrag am Vortitel (datiert 15. Feb. 1786) wurde das Rezeptbuch angelegt von Gregor Welhorn, "Bürgerlicher Büer Brauer in der Churfürstlichen Haubt- und Vestungsstadt Ingolstadt". Als urspünglicher Verfasser wird im Vorwort jedoch Melchior Schlögl genannt, "Professor", "praxator peritissimus" (hocherfahrener Brauer) und "einer der berühmtesten Breumeister in Deutschland", der das Buch "mit allen seinen geheimen Chunstmitteln und Hauptarcanen für sich selbst zu seinen eigenen Behuf" geschrieben habe, "alles haarklein beschrieben im Jahr 1782". Dieser "berühmte Frater" wird bezeichnet als "leiblicher Bruder" von Vicelinus Schlögl, einem der "führnehmsten Professoren" - nämlich des Bäckerssohns Anton Vicelinus Schlögl (1743-1811), der es nach seiner Ausbildung im Augustinerchorherrenstift Polling bei Weilheim bis zum Professor der Mathematik und Physik an der Universität Ingolstadt brachte; beim Brauer Melchior dürfte es sich um dessen jüngeren Bruder (1752-88) handeln, der unter der Ordensnamen "Quarinus" als regulierter Chorherr und Professor der Physik im oberbayerischen Kloster Rottenbuch wirkte und am Observatorium Hohenpeißenberg meteorologische Beobachtungen anstellte (vgl. zu beiden Poggendorff II, 805). - Auf den letzten Blättern finden sich wohl zumeist in den 1790er Jahren entstandene Notizen, etwa zu Malzeinkäufen und anderen Ausgaben, weitere Braurezepte oder ein Rezept zum Vertreiben von Fliegen und Mücken. Bemerkenswert ist auch ein Eintrag über die Verstoßung einer Frau nach nur drei Ehejahren: "selben Samstag nach Willibaldi 1797 ist sie von mir zu ihren Eltern geschaft worden, aber nicht von Oberigkeits wegen, sondern blos alleinig habe ich es gedan" (S. 68). - Einband berieben und bestoßen, Rücken fehlt. Am Beginn Bindung etwas gelockert, noch vor der Paginierung zwei Blätter zwischen S. 82 und 83 herausgeschnitten. Gebräunt bzw. etwas fleckig. [Attributes: Hard Cover]
      [Bookseller: Antiquariat INLIBRIS Gilhofer Nfg. GmbH]
Last Found On: 2017-10-24           Check availability:      AbeBooks    

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