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Bildungsfehler der Harn- und Geschlechtswerkzeuge eines Mannes (pp.1-16, 9, Holzschnitte, 1 lith. Taf.).
Ill. Med. Ztg., 1/1. - München, Verlag von Emil Roller, 1852, 4, 68 pp., 3 lith. Taf., Brosch. Während einer Sektion bei einem 28-jährigen Mann fand Carl Thiersch (1822-1895) eine Fehlbildung der Harn- und Geschlechtswerkzeuge und "so setzte er sich schon 1852 mit Problemen des sicherlich nicht einfachen und damals noch wenig erforschten urologischen Teils der Embryonalentwicklung auseinander. So beschrieb er bei diesem Mann das Fehlen der Niere und Harnleiter auf der rechten Köperseite. Gleichzeitig fand er rechts in der Höhe des 4. Lendenwirbelkörpers ein kavernöses, bindegewebsartig umgewandeltes Organ, an das sich ein weiteres Hohlorgan anschloss, Mehrere Ausführungsgänge vereinigten sich zu einem größeren, der zur deutlich erweiterten rechten Samenblase zog. Zusätzlich mündete der rechtsseitige Ductus ejaculatorius blind in der Pars prosprostatica urethrae. Rechter Hoden und Nebenhoden erschienen pathomorphologisch normal. In den beschriebenen Hohlorgangen fand Thiersch reichlich normale Samenflüssigkeit. Auf der linken Körperseite ergab sich ein normaler anatomischer Befund. Nur die Samenblase war deutlich kleiner als die rechte und erhielt keine Samenflüssigkeit. Nach Aufzeichnung dieser Befunde setzte er sich ausführlich mit der Differenzierung von Wolff- und Müller-Gang auseinander, wobei seine Kenntnisse dem heutigen Wissensstand durchaus standhielten. In gerade vorbildlicher Weise führte er eine Literaturrecherche durch und verglich diese mit eigenen entwicklungsgeschichtlichen Untersuchungen und Ergebnissen, die er selbst an Schafsembryonen ausgeführt und gefunden hatte. Thiersch hatte richtig erkannt, dass bei diesem jungen Mann eine sehr seltene Fehlentwicklung des Geschlechtsteils der Urniere und des Wolff-Ganges vorlag." Später erwarb sich Thiersch bleibende Verdienste "auf dem Gebiet der plastisch-rekonstruktiven Eingriffe im Bereich des äußeren männlichen Genitale. Seine Untersuchungen zu den bereits erwähnten Fehlbildungen der Harn- und Geschlechtsorgane haben sicherlich den Grundstock für die von ihm erstmals vorgenommen Operationen bei Hypo- und Epispadie, bei der ein zeitigen Versorgung der Harnröhrenstrikturen oder bei der plastischen Deckung der Harnblasenektopie gelegt..."J.Konnert / H.G.Dietrich, Ill. Gesch. Urol., pp.118-122
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Last Found On: 2017-10-10           Check availability:      booklooker.de    

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