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Atlas zur Klinik der Killianschen Tracheo-Bronchoskopie. Farbige Tafeln nach pathologisch-anatomischen Präparaten von Fällen, die im Leben mit Hilfe der Tracheo-Bronchoskopie untersucht waren.
Würzburg, Curt Kabitsch, 1911, Folio, 3 Bl., 20 Bl. Tafelerklärungen, 1 Bl., 20 farbchromolith. Tafeln und 20 bedruckte transparente Deckblätter, feiner Halbledereinband zarter Stempel auf Titel. Erste und einzige Ausgabe dieses sehr seltenen und kostbaren Atlas mit sorgfältig gezeichneten Abbildungen in natürlicher Größe!Text in deutscher, französischer und englischer Sprache. "Erneuerung erhielt die Laryngologie durch Killian's Methode der Bronchoskopie, die ihm Weltruf verschaffte."VORWORT: "Seit vielen Jahren habe ich mich bemüht, die Tracheo-Bronchoskopie in klinischen Fällen zu verwerten und sie zur Begründung und Vertiefung der Diagnose insbesondere bei raumbeengenden Tumoren des Brustraumes heranzuziehen. Der Erfinder Killian selbst hatte das Beispiel hierfür gegeben und H. von Schroetter (Klinik der Bronchoskopie 1906) hat sich auch um diesen Zweig der Endoskopie die grössten Verdienste erworben. Bei diesem Bestreben bin ich in gleicher Weise vom Chirurgen und den Internisten unseres Friedrichstädter Krankenhauses unterstützt worden. Ihnen spreche ich auch an dieser Stelle meinen Dank aus. Auch Kollegen aus der Stadt haben mir gelegentlich Fälle zugewiesen. Will man über den Wert oder Unwert einer klinischen Untersuchungsmethode eine Entscheidung herbeiführen und dabei gleichzeitig an das eigene Können einen scharfen kritischen Maßstab legen, so kann man dies nur mit Hilfe der alten Lehrmeisterin aller medizinischen Disziplinen, der pathologischen Anatomie. Darum habe ich bei allen Fällen, die ich in vivo untersucht habe, und die letal endeten, die Sektion durchzusetzen versucht. Bei den Krankenhausinsassen war dies ein leichtes, da ich mich hier insbesondere der tatkräftigen Hilfe Geh.-Rat Schmorls zu erfreuen hatte. In der freien Praxis war es oft recht schwer, zuweilen auch trotz jahrelanger Beobachtung nicht möglich. Die gewonnenen Präparate habe ich durch Herrn Kunstmaler Boerner in möglichster Naturtreue malen lassen. Auf diese Weise bin ich allmählich zu einer stattlichen Anzahl von Bildern gelangt. Einen Teil derselben habe ich im Verein deutscher Laryngologen zu Heidelberg 1909, eine weitere Anzahl bei der Dresdener Tagung im vorigen Jahre demonstriert. Sie fanden den Beifall der Fachgenossen. Killian insbesondere sprach den Wunsch aus, sie möchten als Atlas publiziert werden. Nachdem ich in Herrn Curt Kabitzsch in Würzburg einen Verleger gefunden habe, der für eine in jeder Beziehung künstlerische Wiedergabe der Originale kein Opfer gescheut hat, übergebe ich die Bilder, erläutert durch kurze Krankengeschichten, hiermit der Öffentlichkeit. Den tracheoskopischen Befund bei den einzelnen Fällen habe ich immer nur in Worten gegeben, auf eine bildliche Darstellung absichtlich verzichtet, weil solchen Bildern eine zu starke subjektive Auffassung anhaften muss. Dass ich auch öfters zu Fehldiagnosen gelangt bin, wird jeder aus den Krankengeschichten ersehen. Ich hätte hie und da den Wunsch gehabt, sorgfältig auseinanderzusetzen, welche Momente mich auf die falsche Bahn geführt haben.Das würde aber den gegebenen Raum überschritten haben. Ich hoffe zuversichtlich, dass wir durch Weiterarbeiten auf dem hier beschrittenem Wege, durch Sammeln pathologisch-anatomischer Befunde von solchen Fällen, die wir im Leben genau endoskopiert haben, zu einer immer grösseren Sicherheit in der Diagnosestellung gelangen werden. Die folgenden Tafeln sollen die engeren Fachgenossen unterstützen bei der Deutung eigener Befunde. Die Internisten aber möchten sie davon überzeugen, dass sie sich selbst im Lichte stehen, wenn sie, im Bewusstsein des hohen Wertes ihrer alten Untersuchungsmethoden, der neuen länger die Tür verschliessen. Die Tracheo-Bronchoskopie macht keine derselben unentbehrlich, auch nicht ihre nur wenig ältere Schwester die Röntgenuntersuchung. Wo sie aber neben ihr anwendbar ist, dann unterscheiden sich ihre Ergebnisse wie der lebende Mensch sich unterscheidet - von seinem Schatten." Dresden, im Juni 1911, M. Mann. Max GEorg Mann (1861-1936) " Dirig. Arzt der Abteilung für Ohren-, Nasen- und Halskranke am Stadtkrankenhaus Dresden-Friedrichstadt" wissenschaftlicher und klinischer Schwerpunt war die Tracheo-Bronchoskopie. Unter Mann erfolgte der Klinikneubau mit 93 Betten in 1922/23, seit 1954 Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten der Medizinische Akademie "Carl Gustav Carus".Goldschmid, Geschichte der pathologischen Abbildung, p.231
      [Bookseller: MedicusBooks.Com]
Last Found On: 2017-10-10           Check availability:      booklooker.de    

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