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Eigenh. Brief m. Unterschrift.
Paris, 1858. - Mit gedrucktem Briefkopf „Oeuvre des Écoles d‘Orient". - „Charles Martial Allemand Lavigerie wurde am 2. Juni 1849 zum Priester geweiht. Er wurde 1854 Professor für Kirchengeschichte an der Sorbonne in Paris und 1861 Auditor bei der Rota Romana. 1863 wurde er zum Bischof von Nancy ernannt. Die Bischofsweihe spendete ihm am 22. März 1863 Clément Kardinal Villecourt. Bereits 1867 wurde er Erzbischof von Algier. 1868 gründete er die Weißen Väter und 1869 die Weißen Schwestern als Missionsgesellschaften für Afrika. 1872 weihte er die Basilika Unserer Lieben Frau von Afrika in Algier. Im Konsistorium vom 27. März 1882 wurde er durch Papst Leo XIII. als Kardinalpriester mit der Titelkirche Sant’Agnese fuori le mura in das Kardinalskollegium aufgenommen. 1884 wurde er außerdem Erzbischof von Karthago und Primas von Afrika" (Wikipedia). - Der Empfänger des auf Französisch abgefassten Briefes ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag. - Sprache: Französisch Gewicht in Gramm: 500 [Attributes: Signed Copy]
      [Bookseller: Antiquariat Wolfgang Friebes]
Last Found On: 2017-09-23           Check availability:      ZVAB    

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