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2 eigenh. Briefe m. Unterschrift.
Großwardein (Oradea) bzw. o. O., 1852 bzw. o. J. - Der im ungarischen Gran geborene Oswald studierte Philosophie u. kath. Theologie in Pest, Tyrnau u. Wien und wurde 1813 zum Priester geweiht. 1818 wurde er Stud. Präfekt des Pester Zentralseminars, 1823-46 war er Prof. der Dogmatik an der Univ. Pest, wo er fünfmal das Amt des Dekans der theolog. Fakultät bekleidete, 1840/41 Rektor. 1846 wurde er zum Kanonikus des Großwardeiner Kapitels ernannt, 1849 Dir. der Akad., 1851 Schulinsp. des Großwardeiner Schulbezirkes. Oswald, der auch schriftstellerisch tätig war, wurde 1852 Erzdechant und Abt von Kraszna. - Der Empfänger der auf Französisch bzw. Deutsch abgefassten Briefe ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag. - ge Gewicht in Gramm: 500 [Attributes: Signed Copy]
      [Bookseller: Antiquariat Wolfgang Friebes]
Last Found On: 2017-09-23           Check availability:      ZVAB    

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