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Portrait, Kniestück, stehend an einem Tisch voller Bücher, Hände aufgestützt auf einen Stuhl, gemalt von F.Tischbein, gestochen von Friedrich Müller Stuttgart, 368 x 270 mm.
Nürnberg, bei Johann Frauenholz & Co., 1802, auf 507 x 370 mm minimal fleckig am Rand. Selten, frischer Abzug von der "1te Original Platte".Hufeland, Christoph Wilhelm von (Arzt u. medizin. -populärwissenschaftl. Schriftsteller. Stud. Jena/Göttingen, 1783 prakt. Arzt u. Hofmedicus in Weimar, 1793 Prof. med. in Jena, seit 1801 in Berlin als Leibarzt der kgl. Familie u. erster Arzt an der Charité, reorganisierte 1808/9 von Königsberg aus das preuß. Medizinalwesen, 1810 erster Prof. f. Pathol. u. Therapie an der neugegründeten Berliner Universität.)Literatur: Mortzfeld A 10273, Drugulin 9466, Drugulin Ä. 2630, Singer 41648, Porträtsammlung Diepenbroick 2, 1003 Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Graphische Sammlung (Paul Wolfgang Merkel'sche Familienstiftung), Inventar-Nr. MP 11607aChristoph Wilhelm Hufeland, in Berlin, "einer der berühmtesten und verehrtesten Aerzte seiner Zeit, war am 12. August 1762 zu Langensalza in Thüringen geboren sein Vater und sein Grossvater waren Leibärzte am Weimar'schen Hofe, auch ein Oheim übte die ärztliche Kunst aus. HUFELAND lebte von seinem dritten Jahre an in Weimar, studirte von 1780 an in Jena und Göttingen und wurde hier 1783 Doctor mit der "Diss. inaug. sistens usum vis electricae in asphyxia experimentis illusratum". Nach Weimar zurückgekehrt, musste er sofort die weit ausgedehnte Praxis des fast erblindeten Vaters übernehmen und lag derselben, die sehr mühevoll war, mit vielem Glücke zehn Jahre lang (bis 1793) ob. Mit den Weimar damals zierenden grossen Geistern, wie Wieland, Herder, Goethe, Schiller hatte er nicht nur Umgang, sondern hatte Gelegenheit, sie als ihr Arzt noch genauer kennen -zu lernen. Sein erster literarischer Versuch war ein Aufsatz: "Mesmer und sein Magnetismus" (Deutscher Mcrcur, 1785), in welchem er das Ungründliche und Unphysische der Sache aufzudecken und Alles auf Sinnestäuschung und selbst Sinnlichkeit zurückzuführen sich bemühte. Sein erstes, 1787 erschienenes Buch war eine Abhandlung "Ueber die Ausrottung der Pocken", in welcher er nach seinen in einer äusserst bösartigen Pockenepidemie zu Weimar gemachten Erfahrungen, die Absonderung, damals das einzig denkbare Schutzmittel, vorschlug auch war seiner Anregung die Errichtung des ersten Leichenhauses in Weimar zu danken. Gleich in seinen ersten literarischen Arbeiten zeigte sich das Streben HUFELAND's, seine Erfahrungen nicht bloss den Fachkreisen, sondern dem grossen Publicum nutzbar zu machen und gehört HUFELAND zu den hervorragendsten Aerzten Deutschlands, deren Arbeiten auch unter dem Laien-Publicum die weiteste Verbreitung gefunden haben. 1793 wurde er vom Herzog von Weimar nach Jena als Prof. ord. honor. berufen, wo seine Vorlesungen den verdienten Beifall fanden, besonders die Makrobiotik, die er in dem grossen Auditorium vor bis zu 500 Zuhörern öffentlich vortrug. Nachdem er schon im Jahre 1794 durch eine Schrift: "Erinnerungen an alle Mütter, denen die Gesundheit ihrer Kinder am Herzen liegt" , die später, 1799, eine Erweiterung erfuhr : "Guter Rath an Mütter über die wichtigsten Punkte der physischen Erziehung der Kinder in den ersten Jahren", auf die physische Erziehung seine gemeinnützigen Belehrungen ausgedehnt hatte, erschienen im Jahre 1795 seine "Ideen über Pathogenie", 1796 die "Kunst, das menschliche Leben zu verlängern", von der 3. Auflage (1805) an unterdem Titel: "Makrobiotik", eine Schrift, die zahlreiche Auflagen erlebt (8. Aufl. 1860) und in alle europäischen Sprachen übersetzt, eine Verbreitung in der ganzen Welt gefunden hat. Auch der Journalistik sich zuwendend, gab er von 1791 an (bis 1800) die "Neuesten Annalen der französischen Arzneikunde und Wundarzneikunde" heraus, setzte dieselben im Verein mit B. N. G. SCHREGER und J. CHE. F. HARLESS als "Journal der ausländischen medicinischen Literatur" bis 1803 fort, nachdem er 1795 bereits das "Journal der praktischen Arzneikunde und Wundarzneikunst" begonnen hatte, das bis zu seinem Tode, 1836, in 82 Bänden (1809-14 mit K. HIMLY, 1815-18 mit J. CHE. F. HARLESS , seit 1821 mit E. OSANN zusammen herausgegeben) erschien, zu den angesehensten, reichhaltigsten, lehrreichsten medicinischen Zeitschriften in deutscher Sprache gehörte und auch nach seinem Tode noch bis 1844 fortgesetzt wurde. Mit dem Journal verband er seit 1799 eine kritische Zeitschrift: "Bibliothek der praktischen Heilkunde", an die sich seit1803 eine von FB. L. AUGUSTIN herausgegebene alljährliche, wissenschaftliche Uebersicht der gesammten medicinischen Literatur und der Leistungen in allen Fächern der Heilkunde schloss.Durch seine Bekämpfung des BROWN'schen Systems (1799), von dem selbst bedeutende Männer, wie JOHANN PETER FRANK, sein Sohn JOSEPH FRANK, EENST HORN u.A., sich hatten einnehmen lassen, wurde er in eine (hauptsächlich von WEIKARD und ROESCHLAUB veranlasste) literarische Fehde verwickelt, die, 10 Jahre lang dauernd, von Seiten der Gegner zum Theil auf das Pöbelhafteste geführt, HUFELAND, dem friedliebendsten Menschen,nicht wenig Kummer und Verdruss verursachte. Kaum hatte EDWARD JENNER (1796) seine segensreiche Entdeckung der Schutz- (Kuh-) Pockenimpfung gemacht, so nahm HUFELAND, als einer der Ersten, den grössten Antheil daran, erklärte die Vaccination als eine der allerwichtigsten Entdeckungen auf dem Gebiete derpraktischen Heilkunde, suchte ihr Eingang in Deutschland zu verschaffen, sprach aber zugleich die vollkommen gerechtfertigte Besorgniss aus, dass das Vaccinirennur auf eine Zeit lang den gewünschten Vortheil bringe. - Nachdem er früher mehrere glänzende Berufungen abgelehnt hatte, nahm er einen Ruf nach Berlin, an die Stelle des zu Ende des Jahres 1800 verstorbenen Dr. C. G. SELLE, als königl. Leibarzt, Director des Collegium medico-chirurgicum, erster Arzt der Charite zu treten, mit dem Prädicate eines Geheimen Rathes an und begann mit Eifer im Frühjahr 1801 seine medicinischen Vorlesungen und die klinischen Uebungen im Charitekrankenhause. Allein auch hier wurde er vom Brownianismus verfolgt denn sein ihm coordinirter College FRITZE war ein wüthender Brownianer, und wurde Demselben später, in der Person des Dr. ERNST HORN, eines der heftigsten jungen Brownianer, ein Gehilfe und Nachfolger gegeben. HUFELAND gab von 1802-1806 jährliche klinische Berichte über den Zustand des Charitekrankenhausesheraus auch vollendete er in dieser Zeit sein "System der praktischen Heilkunde" (2 Bde., 1800-1805). Er empfahl ferner dringend den allgemeinen Gebrauch lauwarmer Bäder (1801), warnte vor dem verderblichen Missbrauche des Branntweins (1802), gab (1802) Nachricht von dem in Berlin errichteten Impf-Institute, zu dessen Begründung und Förderung durch zweckmässige Verordnungen und Aufmunterungen er wesentlich mitgewirkt hatte, wie er auch (1801) eine "Aufforderung an alle Aerzte Deutschlands in Betreff der Kuhpocken" gerichtet hatte. Er machte weiterhin " Vorschläge zur Einführung bestimmter Medicinalmaasse in allen Haushaltungen (1801), richtete eine "Aufforderung an die Brunnenärzte Deutschlands, besonders Schlesiens" (1802), von Zeit zu Zeit die wichtigsten Erfahrungen über die Wirkung ihrer Brunnen öffentlich mitzutheilen u. s. w. Auch der GALL'schen Schädellehre widmete er eine eingehende Darstellung und Beurtheilung (1805), erklärte sich in demselben Jahre gegen REIL'S Schrift über die Nothwendigkeit der Ausbildung ärztlicher Routiniers und sprach sich in einer Abhandlung (1806) über die Eigenschaften und Pflichten eines guten Arztes, wie er sie auffasste, aus. Nach der Schlacht bei Jena begleitete er die vor den Franzosen flüchtende königliche Familie, bei der er sich des ausgezeichnetsten Vertrauens erfreute, nach der Provinz Preussen und blieb bei derselben in Königsberg, Memel und Tilsit volle drei Jahre, bis zu ihrer Rückkehr nach Berlin, zu Weihnachten 1809. Eine verheerende Typhusepidemie , welche in Folge der Kriegsdrangsale die Provinz überzog und selbst einige Mitglieder der königlichen Familie nicht verschonte, konnte von ihm eingehend studirt und beschrieben werden (1807). Einen Hauptgegenstand der Beschäftigung für ihn während seines Aufenthaltes in Königsberg bildete die mit der neuen Organisation des Staates vorzunehmende Veränderung im Medicinalwesen und die Errichtung der neuen Universität zu Berlin, bei welchen Vorbereitungen er kräftig mitwirkte. Zur Zeit der Rückkehr nach Berlin wollte HUFELAND, der sich, in Folge trauriger Familienverhältnisse und seiner zunehmenden Augenschwäche, in der trübsten Stimmung befand, seinen Abschied nehmen, allein der König genehmigte diesen nicht, sondern stellte ihn so, dass er als Staatsrath beim Medicinal Departement und Leibarzt sich nur der klinischen und consultativen Praxis zu widmen hatte. 1810 wurde er zum Professor der speciellen Pathologie und Therapie an der neuen Universität ernannt und eröffnete die bei derselben errichtete medicinische Poliklinik, das erste Institut der Art für arme Kranke in Berlin, von welchem von 1811 an bis 1835 regelmässig Jahresberichte veröffentlicht worden sind, die letzten von dem Mitdirector des Instituts, Prof. Dr. E. OSANN. HUFELAND'S wohlthätiger und menschenfreundlicher Sinn bethätigte sich auch durch seine Theilnahme an den Geschäften der Berliner Armendirection er machte Vorschläge zur zweckmässigen Fürsorge für die bedürftigen Kranken, er entwarf eine Armen-Pharma-copoe (1810), die später in allen Armen- und Krankenanstalten des preussischen Staates und anderer Staaten eingeführt wurde. 1811 endlich fand auch der Friedensschluss in dem Kriege wegen des Brownianismus mit ROESCHLAUB statt und HUFELAND gab in einem Aufsatze dem Publicum Rechenschaft über sein Verhältniss zu jener Lehre und seiner Theorie der Medicin. 1814 veröffentlichte er in einer Schrift: " Ueber die Kriegspest alter und neuerer Zeiten, mit besonderer Rücksicht auf die Epidemie im Jahre 1813" seine nur zu reichlichen, in dieser Zeit über den Kriegstyphus gemachten Erfahrungen. Ein Werk von F. J. STIEGLITZ über und gegen den thierischen Magnetismus gab HUFELAND neue Gelegenheit (1816), sich über denselben auszusprechen, weiterhin auch noch in den folgenden Jahren (1817, 18, 22), wie auch über die "Medicina magica" und die "Rhabdomantie". Die nun folgenden Jahre flossen für HUFELAND in grösstenteils ungestörter Ruhe dahin. Unter seinen auch in dieser Zeit sehr zahlreichen literarischen Arbeiten heben wir hervor seinen für die Anthropologie und Statistik wichtigen Vortrag in der Akademie: "Ueber die Gleichzahl beider Geschlechter im Menschengeschlecht" (1820, 21) und als Nachtrag dazu: "Prädestination des Geschlechts" (1826) ferner: "Von dem Rechte des Arztes über Leben und Tod" (1823), sodann die von ihm mit aufmerksamem Blicke verfolgte und signalisirte "Ankunft der orientalischen Cholera an der Grenze von Europa" (1823). Im Jahre 1822, wo HUFELAND auch eine neue Sammlung seiner kleinen Schriften (Bd. I-IV, 1822-28. _ Neue Auswahl Bd. I, 1834) besorgte, begann er den 54. Band seines Journals mit einem "Blick auf die Lage der Heilkunst beim Antritt des Jahres 1822", gab 1823 eine " Vergleichende Uebersicht der epidemischen und contagiösen Krankheiten des Jahres 1822 in der ganzen preussischen Monarchie", 1824 eine " Uebersicht der binnen 10 Jahren in der preussischen Monarchie an der Wasserscheu Verstorbenen" heraus, sprach sich wiederholt (1826, 28, 30, 34) über die Homöopathie und deren Differenz von der Allopathie aus, handelte (1827) " Von den Krankheiten der Ungeborenen und Vorsorge für das Leben und die Gesundheit des Menschen vor der Geburt", suchte in seiner "Iatrognomik" (1829) die Grundbegriffe für die gesammte Therapie fester zu begründen und in einem in einer juristischen Zeitschrift (1828) erschienenen Artikel "Ueber Monomanie, Unfreiheit und urechnungsfähigheit" nähere Aufklärung über diese Zustände zu geben. Als die asiatische Cholera 1830 bis in das Innere Russlands vordrang und dann weiter ihren Weg durch Europa nahm, sah ein Mann wie HUFELAND sich verpflichtet,
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Last Found On: 2017-08-31           Check availability:      booklooker.de    

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