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Discordantiae sanctorum doctorum Hieronymi et Augustini: Sibylla (Sibylle) Samia und Cumana (GW 3387, HCR 2453).
Rom Georg Herolt und Sixtus Riessinger um Type 2 3 und 4 1482 - Einspaltiges O-Inkunabelblatt mit zwei 3/4seitigen Holzschnitten von Sixtus Riessinger. Blatt mit einigen altkolorierten Schmuckelementen im Holzschnitt, Wasserzeichen: Tuchschere. Blattgröße: 12,4 x 18,7 cm. - - - Sixtus Riessinger erlernte den Buchdruck wohl bei Johannes Mentelin in Straßburg. Als er 1465 nach Rom kam, war er Geistlicher und Drucker. Zwischen 1470 und 1478 druckte er in Neapel und kehrte 1479 nach Rom zurück. Die 13 Holzschnitte zu Discordantiae sanctorum stammen wohl von Riessingers eigener Hand. Der Holzschnitt mit der Sibylle Persica trägt sein Drucker-Signe Pfeil im Bogen. Er starb nach 1502. --- Eine Sibylle weissagt die Zukunft. Die archaischen Ursprünge der Sibylle liegen vermutlich im Orient. Die Wurzeln ihrer Verehrung sind möglicherweise in Kleinasien im Umfeld von Mysterienkulten einer "Erdmutter", wie Kybele, zu suchen. Die ursprüngliche Verbindung der Sibylle mit Erdgottheiten zeigt sich oft an ihrem Aufenthaltsort, an einem Felsblock, Felsspalt oder in einer Felsenhöhle, der Sibyllengrotte. Es gibt zwei archäologisch erfasste Sibyllen-Grotten, wobei diese relativ jüngeren Datums sind, denn sie stammen aus römischer Zeit. Heute noch kann man in Cumae, in der Nähe von Neapel, eine Sibyllen-Grotte besichtigen. In der Orakelstätte zu Delphi in Griechenland findet sich außerhalb des Tempels und Sitz des Orakels, ein Fels, der "Fels der Sibylle". In Rom entwickelte sich der offizielle Kult der Sibyllinischen Bücher als weitere Form der Deutung. Sie sind eine Sammlung von überlieferten Sprüchen in griechischen Hexametern, im Tempel von der Oberaufsicht betrauter Männern verwaltet. Nur einige ursprüngliche Verse aus den sibyllinischen Büchern sind erhalten geblieben; die Bücher verbrannten im Jahr 405. Einige Kirchenväter, wie Augustinus, analysierten die Suche nach "Worten Gottes" bei der Sibylle, wodurch die Sibylle auch Einzug in die schriftliche Tradition des Christentums fand. Durch diese Entwicklung blieben einige Teile, der im hellenischen Umfeld entstandenen Sibyllen-Texte weiterhin im Umlauf, zuerst vor allem im alexandrinischen und dann im byzantinischen Raum; jedoch wurden die Texte christlich überformt und mit prophetischen Vorstellungen verbunden. Daraus entwickelte sich das Konzept der Sibyllen des Mittelalters, in dem die Sibyllen, wie die Propheten, als Künder der Heilsbringung galten und deren Texte in den Klosterbibliotheken der Zeit zu finden waren. Im Spätmittelalter wurden den zehn von Lucius Caecilius Firmianus (Laktanz, Lactantius um 250 bis 320 n. Chr.) genannten Sibyllen manchmal zwei weitere hinzugefügt, um ihre Zahl der sogenannten zwölf kleinen Propheten des Alten Testaments anzugleichen. Dies sind die Sibylla Agrippina und die Europäische Sibylle. --- Written by the 4th-century Proba Falconia, it is one of the earliest works in the medieval tradition Christianizing Vergil. The Sibyls were given great credence during the Midle Ages. Commonly they are 12 to match the 12 minor prophets of the Old Testament. The Sibyls were featured in art, most notably on Michelangelo’s ceiling in the Sistine Chapel.
      [Bookseller: Versandantiquariat Christine Laist]
Last Found On: 2017-08-22           Check availability:      ZVAB    

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