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UNGNAD VON SONNECK: UNGNADISCHE CHRONIKA, DARINNEN DER HERREN UNGNADEN ANKUNFFT, AUSSBREITUNGE, REISEN, UND RITTERLICHE THATEN VERZEICHNET WERDEN.
Leipzig Lamberg 1602 - 4o (18 x 14,5 cm). 6 Bl., 123 S. Mod. Pp. (Rucken leicht verblasst). Geschichte der Familie Ungnad von Sonneck. Die Familie stammte aus der Steiermark in Slowenien. Hans Ungnad von Weissenwolff, Freiherr von Sonneck (1493–1564) - Hans III. Ungnad von Weissenwolff, Freiherr von Sonneck (1493–1564) gehört zu den bedeutenden Staatsmännern aus der österreichischen Adelsfamilie Ungnad von Weissenwolff, die erstmals im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt wird. Neben seinen staatlichen Ämtern spielt er vor allem als Förderer der Reformation in den südslawischen Ländern eine bedeutende Rolle. Den ungewöhnlichen Beinamen „Ungnad" führten die von Weissenwolff ab Mitte des 13. Jahrhunderts. Nach der Legende soll ein Heinrich von Weissenwolff bei der Belagerung der Raubritterburg des Turpin von Schachenstein so erbarmungslos gewesen sein, dass die zurückgelassen Frau des bereits geflohenen Raubritters „Ungnade" von den Zinnen rief. Weissenwolff betrachtete dies als Ehrentitel und führte ihn fortan als Beinamen. Bis ins 17. Jahrhundert wurde dem Beinamen Ungnad sogar mehr Bedeutung zugemessen als dem eigentlichen Geschlechternamen von Weissenwolff. Hans III. Ungnad war der Sohn von Hans II. Ungnad von Weißenwolff, Freiherr von Sonneck auf Waldenstein (1472 - um 1520) und Margarethe Lochner von Liebenfels (um 1475 - nach 1516). Ab 1530 war er Landeshauptmann der Steiermark, in der sich die von Martin Luther initiierte Reformation ausbreitete, und wurde Vizedom von Celje. Ab 1540 war er Oberster Feldhauptmann auf dem Territorium, das dem heutigen Slowenien und Zentral-Kroatien entspricht. Neben weiteren politischen Ämter, war er von 1542 bis 1544 auch Statthalter des Erzherzogtums Österreich unter der Enns. Nach dem Bekenntnis der protestantischen Stände beim Reichstag zu Augsburg 1555 wurde Hans Ungnad ein offizieller Anhänger der Reformation. Bereits im nächsten Jahr wiederholte er gemeinsam mit anderen Gesandten der inner- und niederösterreichischen Länder beim römisch-deutschen König und späteren Kaiser Ferdinand I. (1503-1564) das bereits 1541 in Prag und 1548 in Augsburg gestellte Gesuch, das evangelische Glaubensbekenntnis sowie die weiteren, im Augsburger Religionsfrieden von 1555 vereinbarten Rechte für die Reichsstände der Augsburger Konfession in diesen Ländern zu bewilligen. König Ferdinand verneinte das Anliegen jedoch gemäß dem Grundsatz cuius regio, eius religio („wessen Gebiet, dessen Religion"; im damaligen Sprachgebrauch auch „wes der Fürst, des der Glaub"). Hans Ungnad legte daraufhin alle seine bedeutenden Ämter nieder, übergab einen Teil seiner Güter in Österreich an seine beiden ältesten Söhne und zog gemeinsam mit seinen übrigen Kindern und seiner Gemahlin in das protestantische Sachsen. Mehr als zwei Jahre verbrachte er in Wittenberg und stand u.a. in Austausch mit Philipp Melanchthon (1497-1560). 1558 ernannte Herzog Christoph von Württemberg Hans Ungnad zu seinem Rath und Ungnad siedelte nach Urach über. Zu diesem Zeitpunkt stand er bereits in Kontakt mit Primus Truber (1508-1586), dem krainischen Reformator und Begründer der slovenischen Schriftsprache und Literatur, den er möglicherweise schon in Celje kennengelernt hatte. Auf die Anregung von Primus Truber, richtete Hans Ungnad im Stift Urach eine Druckerei ein, die sich dem Druck reformatorischer Schriften vor allem in südslawischen Sprachen widmete. Die Windische, chrabatische und cirulische Thrukerey („Slowenische, kroatische und kyrillische Druckerei") auch Uracher Bibelanstalt genannt, wurde auch finanziell von Herzogs Christoph von Württemberg und anderen protestantischen Herrschen unterstützt. In der Uracher Bibelanstalt wurde 1562/63 eine von Primus Trubar übersetzte und bearbeitete Version der Augsburgischen Konfession sowie eine von Stephan Consul und Anton Dalmata angefertigte kroatische Übersetzung des Neuen Testaments gedruckt. In der kurzen Zeit ihres Bestehens gingen aus der Druckerei 31 Werke in kroatischer Sprache (in glagolitischen, kyrillischen
      [Bookseller: Antiquariat Dasa Pahor]
Last Found On: 2017-02-21           Check availability:      AbeBooks    

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