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Vorletzter Weltgang von Semilasso. Traum und Wachen. Aus den Papieren des Verstorbenen. Erster Theil. In Europa. Erste bis dritte Abtheilung. Sowie beigebunden: Reminiscenzen für Semilasso von Homogalakto [d.i. Friedrich Siemerling].
Stuttgart, Hallberger`sche, 1835 - 1837. 2 Bde. 320 + Zwischentitel + VIII + 299 + 3, 319 + 1 + IV + Zwischentitel + 176 + 4 S. Priv. Pp. der Zeit. EA. WG II 6. - Anfangs und am Ende Blätter mit papierbedingter Oxidation, stockfleckig, einige hds. Bleistift-Anm. a. fl. V. Ebd. fachmännisch restauriert. - In wunderbaren japanisierenden Goldbrokatpapier des 19. Jhr. gebunden, mit RSchildchen. - Pückler-Muskau, (1785 - 1871), einem alten schlesischen Adelsgeschlecht entstammend und Sohn eines kursächsischen Geheimrats, besuchte das herrnhutische Institut in Uhyst bei Bautzen, dann das Pädagogium in Halle, studierte seit 1801 in Leipzig Rechtswissenschaft und trat 1803 in Dresden als Leutnant in die Gardes du Corps ein. 1804 quittierte er mit dem Rang eines Rittmeisters den Dienst, begab sich, meist zu Fuß, auf eine Reise durch die Schweiz, Frankreich und Italien (Jugend-Wanderungen, 1835), kehrte 1810 zurück und wurde 1811 durch den Tod seines Vaters Besitzer der Standesherrschaft Muskau. Bei Beginn des Feldzugs von 1813 trat P. als Major in russische Dienste, begleitete dann als Adjutant den Herzog von Sachsen-Weimar, wurde Oberstleutnant und Militärgouverneur von Brügge. Nach dem Friedensschluß bereiste er England und lebte danach abwechselnd in Berlin (er hatte dort Kontakt zu literarischen Kreisen und war u.a. mit Rahel und Karl August Varnhagen von Ense, E.T.A. Hoffmann, Heinrich Heine und Bettine von Arnim befreundet), Dresden und Muskau, wo er seit 1815 nach englischem Vorbild eine Parklandschaft anlegen ließ (1808-45 war sein Jugendfreund Leopold Schefer dort Generalbevollmächtigter). 1817 heiratete er die geschiedene Lucie Reichsgräfin von Pappenheim, Tochter des preuß. Staatskanzlers Hardenberg. 1822 wurde Pückler-Muskau, der durch die Einverleibung der Lausitz in den preuß. Staat viele Privilegien verloren hatte, in den Fürstenstand erhoben. 1826 ließ er sich pro forma von seiner Frau scheiden und ging nach England, um durch eine Heirat mit einer reichen Erbin die wegen der ererbten Schuldenlast, der laufenden Kosten für die Parkgestaltung in Muskau und seines exzentrischen Lebensstils zerrütteten Finanzen zu sanieren. Dieser Plan scheiterte. Während seiner Reisen sandte er an seine Frau 48 Briefe, die sie ohne sein Wissen an Rahel und Karl August Varnhagen von Ense weitergab, die diese zur Veröffentlichung vorbereiteten. Die anonym erschienenen Briefe eines Verstorbenen. Ein fragmentarisches Tagebuch aus England, Wales, Irland und Frankreich, geschrieben in den Jahren 1828 und 1829 (4 Tle., 1830-32, Neuausg. 2 Bde., 1991), Beobachtungen der eigenen Psyche sowie freimütige Sitten- und Charakterschilderungen von Personen aus den höchsten Kreisen, erwiesen sich als ungeheurer Erfolg. Sie wurden zu einem der meistgelesenen Bücher des 19. Jahrhunderts… In seinen Andeutungen über Landschaftsgärtnerei (1834, Neuausg. 1988) gibt Pückler-Muskau Richtlinien und Hinweise für die Gestaltung von Gärten und Parkanlagen; als Modell führt er den in Muskau angelegten Park vor, wo er das Prinzip anwandte, die umgebende Landschaft in die Anlagen hineinzuziehen. Vorbild war die englische Gartenkultur (u.a. William Kent, Lancelot Brown), die ihm aus eigener Anschauung bekannt war … 1835 fuhr Pückler-Muskau nach Algerien, besuchte Tunis, reiste über Malta nach Griechenland (1836), hielt sich 1837 bei Mehemed Ali in Ägypten auf, unternahm eine Nilexpedition, bereiste 1838 den Vorderen Orient und Kleinasien und trat 1839 von Smyrna aus die Heimreise an. Aufsehen erregte seine Ankunft 1840 in Muskau mit der jungen äthiopischen Sklavin und Geliebten Machbuba, die jedoch nach einigen Wochen starb. Die Reisen schlugen sich literarisch in Semilasso in Afrika (5 Bde., 1836), Südöstlicher Bildersaal (3 Bde., 1840/41, Neuausg. (2)1981) und Aus Mehemed Ali`s Reich (3 Bde., 1844, Neuausg. (2)1988) nieder. 1845 verkaufte er die Herrschaft Muskau und zog sich mit seiner geschiedenen Frau Lucie auf das väterliche Erbgut Branitz bei Cottbus zurück, wo er im folgenden Jahr erneut einen Park zu schaffen begann ... Pückler-Muskau, Offizier und Dandy, Abenteurer und Frauenheld, war der beliebteste Reiseschriftsteller seiner Zeit und eine überragende Persönlichkeit in der Landschaftsgestaltung. Ein Teil der Jungdeutschen Schriftsteller war fasziniert von seinen liberalen Ansichten, der andererseits aristokratische Attitüden und Anschauungen durchaus nicht unterdrückte. (DBE) Versand D: 7,00 EUR Alte Literatur
      [Bookseller: Antiquariat Weinek]
Last Found On: 2017-02-07           Check availability:      buchfreund.de    

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