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2 (dav. ein eigenh.?) Briefe m. Unterschrift.
Paris bzw. Chateau de [?], 1852-1853. Zus. 6 S., 8°. „Sibour studierte in den Seminaren von Viviers und St.-Charles in Avignon Theologie. Am 14. Juni 1818 empfing er die Priesterweihe. Er wurde 1817 Obervikar an der Pfarrei der Pariser Mission und erhielt 1819 eine Domherrnpfründe in Pont-Saint-Esprit, wo er seine Muße dazu nutzte, sich im Kirchenrecht weiterzubilden. 1838 wurde er Generalvikar in Nimes. 1839 wurde er von Papst Gregor XVI. zum Bischof des Bistums Digne ernannt und am 25. Februar 1840 durch den Erzbischof von Aix Joseph Bernet geweiht. Im Oktober 1848 auf Betreiben der republikanischen Partei zum Erzbischof von Paris ernannt, vollzog er am 30. Januar 1853 die Eheschließung des Kaisers Napoleon III. mit Eugénie de Montijo, Gräfin von Teba. Dieser hatte ihm 1849 das Hotel du Chatelet als erzbischöfliches Palais überlassen; die alte Bischofsresidenz bei der Kathedrale Notre-Dame war nach der Julirevolution von 1830 in Brand gesteckt worden. Erzbischof Sibour wurde am 3. Januar 1857 in der Pfarrkirche Saint-Étienne-du-Mont in Paris von dem suspendierten Priester Jean-Louis Verger ermordet. Nach Auguste Sibour wurde die Rue Sibour an der Kirche Saint-Laurent in Paris benannt“ (Wikipedia). - Der Empfänger der auf Französisch abgefassten Briefe ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius\' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag. - Versand D: 12,00 EUR Sibour, Mislin, Paris, Brief, Letter, Lettre, Briefe, Autograph, Autographe, Autographen, Autograf, Autografe, Autografen, Signatur, Signiert, Signed, Signature, Unterschrift, Eigenhändig, Handschrift, Handschriften, Manuscript, Manuscrit, ALS, A.L.S., LAS, L.A.S.
      [Bookseller: Antiquariat Wolfgang Friebes]
Last Found On: 2017-07-18           Check availability:      buchfreund.de    

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