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Historien. Von des Ehrwirdigen inn GOtt seligen thewren Manns Gottes / Doctoris Martini Luthers / anfang /Lehr / leben vnnd sterben. Alles ordentlich der Jarzahl nach / wie sich alle sachen zu jeder zeyt haben zugetragen / Durch den Alten HErrn M. Johann. Matthesium gestelt / und alles für seinem selgen Ende verfertiget. Mit Römischer Keyserlicher Maiestat Freyheit / in zehen Jaren nit nachzudrucken.
Nürnberg, durch die Erben Johann vom Bergs, 1570. - 8 nn. Bl., fol. 212. Kl.4° (20,5 x 15 cm) Schweinsleder d. Z. auf abgeschrägten Holzdeckeln, 2 intakten Leder-Messing-Schließen und reicher Blind- und Schwarzprägung. Gering berieben und bestoßen; gebräunt und mit 5 kleinen Flecken/Verfärbungen auf Vorderdeckel; Vorsatze angeschmutzt; erste 3 Bl. angerändert; Papier gebräunt und teils braunfleckig; auf vorderem Spiegel und fliegenden Vorsätzen mit hs. Glossen und Besitzeinträgen wohl aus dem Zeitraum von 1570 bis zum 4. 11. 1916 (Großmutter aus Bad Godesberg schenkt das Buch ihrem Enkel Hellmuth Vögeding). Der Einband, vorne datiert mit 1572 und monogrammiert mit IB (= der Drucker Johannes vom Berg? Somit wäre dies sein Handexemplar), zeigt auf beiden Deckeln in einer Fileten-Rahmung die allegorischen Frauengestalten wie Spes, Charitas, Iustitia, Fides als Rollstemel-Prägung; weiter innen folgt ein weiterer umlaufender Rollstempel mit heroischen Männerköpfen; ein großer rechteckiger Plattenstempel zeigt mittig vorne die Offenbarung und hinten Maria mit dem Kind, beides mit lateinischer Inscriptio: "Dies ist mein Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe"; "Jungfrau Maria, die Mutter Gottes des allerheiligsten Erlösers." Zu Leben, Werk, Editions- und Rezeptionsgeschichte des Predigers Mathesius (1504-1565) vgl. Jöcher II,101ff; Goedeke II 101, 190, 629; VD16 M 1494; RGG III, 2048. Er genoß das Vertrauen Luthers und Melanchthons und war häufiger Gast bei L.s Tischgesprächen, von denen er etliche mitschrieb und edierte. Vorbildlich kümmerte er sich um die Bergbaugemeinde Joachimsthal (ab 1545), was ihm schließlich, auch wegen der Bedeutung des Silberbergbaus in Joachimsthal, die Begnadigung durch Ferdinand I. einbrachte, als er im Schmalkadischen Krieg wegen Hochverrat angeklagt war: Urache war seine Parteinahme für die falsche (protestantische) Seite. Vorliegende 17 Predigten (von insges. ca. 1500 überlieferten M.s), in denen er die Biographie Luthers lieferte, erschienen posthum zuerst 1566, dies ist also die zweite Ausgabe, und zählen neben den "Sarepta" (Bergwerkspostille) zu seinen Hauptwerken. Sie sind die "bahnbrechende erste eigentliche Lebensbeschreibung Luthers" (RGG , III, 2048). Provenienz: aus dem Besitz des pietistischen Erbauungsschriftstellers Erdmann Heinrich Graf Henckel von Donnersmarck mit dessen hs. Besitzvermerk auf Innendeckel. Nach dem Studium und folgender Reisetätigkeit lernte er z. B. Francke, Arndt und Spener kennen und blieb ihnen verbunden. Es gelang ihm nicht, eine öffentliche Stelle zu erreichen, so dass er als Herr auf Pölzig in Sachsen-Altenberg privatisierte und sein Seelenheil anstrebte. ADB 11, 731. DE
      [Bookseller: Antiquariat am Moritzberg]
Last Found On: 2016-08-31           Check availability:      ZVAB    

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