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Angriff auf die Avantgarde: Kunst und Kunstpolitik im Nationalsozialismus [Gebundene Ausgabe] Uwe Fleckner (Herausgeber) Schriften der Forschungsstelle "Entartete Kunst"; #1 Angriff auf die Avantgarde
Oldenbourg Wissenschaftsverlag Akademie Verlag Berlin, 1937. Das vielschichtige Thema nationalsozialistischer Kunstpolitik und die bereits in den zwanziger Jahren einsetzende Diffamierung der Moderne geh?ren zu einem schmerzlichen Kapitel der deutschen Kunstgeschichte, das noch immer nicht hinreichend aufgearbeitet worden ist. Aus diesem Grunde wurde an der Freien Universit?t Berlin sowie an der Universit?t Hamburg eine "Forschungsstelle ?Entartete Kunst'" eingerichtet, die sich insbesondere mit der gleichnamigen Beschlagnahmeaktion und der seit 1937 veranstalteten Wanderausstellung besch?ftigt und nun ihren ersten Band mit aktuellen Forschungsergebnissen zur deutschen Kunstpolitik der drei?iger und vierziger Jahre vorlegt. Die Beitr?ge befassen sich mit den Protagonisten nationalsozialistischer Kulturpolitik, mit Fragen von Verfemung, Pr?sentation und Verwertung "entarteter" Kunst sowie mit den unterschiedlichen Rezeptionsformen moderner Kunst im "Dritten Reich". Autor: Prof. Dr. Uwe Fleckner ist Professor f?r Kunstgeschichte an der Universit?t Hamburg und leitet das Warburg - Haus in Hamburg. Besprechung / Review zu "Angriff auf die Avantgarde": "Die neue Schriftenreihe muss mit dem nun vorliegenden ersten Band aufgrund des von NachwuchswissenschaftlerInnen neu recherchierten Materials zur wissenschaftlichen Standardliteratur zu Kunst und Kulturpolitik im Nationalsozialismus gez?hlt werden. Hier wird einerseits historische Aufkl?rungsarbeit und andererseits Grundlagenforschung geleistet, und das in einem Bereich, ?ber den man doch schon so viel zu wissen meinte." Olaf Peters in: sehepunkte, 7 (2007), Nr.12 "Das Spektrum dieses Bandes f?hrt von den ideologischen Anfeindungen, denen sich die K?nstler der Moderne sp?testens seit 1933 ausgesetzt sahen [...] bis zur Rekonstruktion der bisher weitgehend vernachl?ssigten Ausgangssituation der Wanderausstellung "Entartete Kunst" in Berlin, von der Analyse der legend?ren Fischer - Auktion in Luzern 1939 bis zur vielschichtigen Rezeptionsgeschichte von Franz Marc im Dritten Reich. [...] Das Verdienst dieser Publikation besteht nicht nur in den informativen Textbeitr?gen, sondern ebenso in erg?nzenden Verzeichnissen und Tabellen sowie in einem reichen Fotomaterial." Franz Zelger in: Neue Z?rcher Zeitung, 31. Oktober 2007 "Sei es die Erschlie?ung unbekannter Quellen, sei es die neue Interpretation bekannter Objekte und Ereignisse: Die hier versammelten Forschungsantrengungen bieten handgreiflichen Nutzen. [...] Der Band [ist] insgesamt ein gro?er Gewinn f?r die Forschung zur Kunst und Kunstpolitik im Nationalsozialismus." Christian Fuhrmeister in: Kunst Chronik, M?rz 2008, Heft 3 "'Angriff auf die Avantgarde' bietet interessierten Lesern viele Einzelheiten und ?berraschungen. [...] Die existierende weitverstreute Literatur in Publikation, Aufs?tzen, Zeitschriftenbeitr?gen wird auf breiter Ebene zusammengefasst, diskutiert und auf den gegenw?rtigen Stand der Forschung gebracht." Maike Bruhns in: AKMB - News, 14. Jg. (2008), Heft 1 Inhalt: 1 INHALT 6 2 Vorwort 10 3 Die nationalsozialistische Ideologie und der "neue Mensch" 14 3.1 der briefwechsel als positionsbestimmung 14 3.2 oskar schlemmers bilderzyklus zwischen innovation und reaktion 16 3.3 ausschlu? aus dem ?ffentlichen kunstleben 34 3.4 klaus graf von baudissins ambivalentes verh?ltnis zur k?nstlerischen avantgarde 42 3.5 eine deutsche karriere 43 3.6 der briefwechsel dialogversuch und schlagabtausch 49 3.7 zwischen anpassung und kritischer distanz 60 3.8 baudissins museumsarbeit im "dritten reich" 69 3.9 schlemmers sp?twerk in der "inneren" emigration 76 3.10 menschenbild und volksgemeinschaft 83 4 Die Ausstellung "Entartete Kunst" in Berlin 1938 98 4.1 zum stand der forschung 98 4.2 die "schreckenskammern" als propagandistische vorl?ufer 101 4.3 die "gro?e deutsche kunstausstellung" und die "entartete kunst" in m?nchen 1937 103 4.4 berlin, erste station der wanderausstellung 108 4.5 " alles andere als ein ?sthetischer genuss" reaktionen der presse 111 4.6 propagandistisches informationsmaterial ausstellungsf?hrer und plakat 114 4.7 das berliner haus der kunst als ausstellungsort 118 4.8 der berliner ausstellungsbestand 145 4.9 strategie und wirkung die lehrschau als pr?gendes erlebnis 154 4.10 k?nstlerverzeichnis der berliner ausstellung "entartete kunst" (1938) 168 5 Die Moderne unter dem Hammer 198 5.1 aufgabe und forschungsstand 198 5.2 die vorl?ufer der nationalsozialistischen kunstideologie 199 5.3 nationalsozialistische kunstpropaganda von 1933 bis zur aktion "entartete kunst" 204 5.4 organisation der verk?ufe "entarteter" kunst die verwertungskommission 209 5.5 die auktion der galerie fischer als testlauf 213 5.6 simultane verkaufsverhandlungen 215 5.7 der schweizer kunstmarkt 219 5.8 die luzerner galerie fischer gesch?ftsfelder, kontakte, konkurrenz 221 5.9 die auktion "gem?lde und plastiken moderner meister aus deutschen museen" 226 5.10 das auktionsergebnis erfolg oder mi?erfolg? 235 5.11 auswirkung und bedeutung der auktion f?r den internationalen kunstmarkt 247 5.12 die auktion im rahmen der "verwertung" 251 5.13 die beweggr?nde theodor fischers 253 5.14 restitutionen 261 5.15 die doppelte rettung der moderne 264 5.16 tabellarische ?bersichten zur "verwertung" der "entarteten kunst" 277 5.17 dokumente zur "verwertung" der "entarteten" kunst (1938 1941) 293 6 Verehrt und verfemt 316 6.1 der k?nstler und seine widerspruchsvolle rezeption 316 6.2 ein gefallener wird gefeiert reaktionen auf den tod des k?nstlers 318 6.3 franz marc im "dritten reich" museen als orte der w?rdigung und diffamierung 323 6.4 attacke und anerkennung ausstellungen 1933 bis 1936 332 6.5 ein letzter triumph die ged?chtnisausstellung von 1936 339 6.6 franz marc in publikationen der drei?iger jahre 345 6.7 ein "zweifelsfreier grenzfall" franz marc und die aktion "entartete kunst" 354 6.8 das problem franz marc 365 7 Abbildungsnachweis 388 8 Register 390 Verehrt und verfemt Franz Marc im Nationalsozialismus (S. 307 - 308) Isgard Kracht der k?nstler und seine widerspruchsvolle rezeption Im M?rz 1936 w?rdigt das berliner tageblatt den Maler Franz Marc anl??lich seines zwanzigsten Todestages mit folgenden Worten: "Franz Marcs reine k?nstlerische Gesinnung, sein lauteres Menschentum, das aus seinen Briefen und Aufzeichnungen entgegentritt, sowie sein hinterlassenes Werk verpflichten in gleicher Weise, das Ged?chtnis an ihn wachzuhalten."1 Es ist ein Aufruf, der nicht erh?rt wird: Nur ein Jahr sp?ter prangt der turm der blauen pferde von 1913 mit vier weiteren Arbeiten in der M?nchner Ausstellung entartete kunst. Niemand, so lautet die offizielle Botschaft, will den K?nstler im nationalsozialistischen Deutschland noch sehen. Doch ist damit das Kapitel "Franz Marc im "Dritten Reich"" abgeschlossen? Es sind die Bilder der blauen Pferde und roten Rehe, die dem Maler nicht erst in unseren Tagen zu einer Popularit?t verholfen haben, die bislang wohl nur wenigen deutschen K?nstlern zuerkannt wurde. Von Marcs Bekanntheitsgrad zeugt bereits die ?ffentliche Anteilnahme an seinem Soldatentod 1916 vor Verdun. Haben Marc, Kandinsky und ihre Mitstreiter noch vor dem Ersten Weltkrieg mit ihrer Programmschrift der blaue reiter das Publikum mehr irritiert als begeistert, so nimmt zumindest das Ansehen des verstorbenen Franz Marc innerhalb k?rzester Zeit zu. Nicht nur sein malerisches Werk, sondern gerade seine schriftliche Hinterlassenschaft, die bald unter dem Titel briefe, aufzeichnungen und aphorismen publiziert wird, zeichnen das vielbeachtete Bild eines nachdenklichen Menschen, aufopfernden Soldaten und erneuerungswilligen K?nstlers.3 Allen Anfeindungen gegen die Moderne und dem ausgerufenen Ende des Expressionismus zum Trotz findet Franz Marc seinen festen Platz in der deutschen Kulturlandschaft. Diese weit ?ber Liebhaberkreise hinausreichende Anerkennung teilen auch bekennende Nationalsozialisten. W?hrend Adolf Hitler 1933 auf dem N?rnberger Reichsparteitag vor den "Nichtk?nnern und Gauklern" der Moderne warnt, wandelte ausgerechnet sein eigener Berater in Kunstfragen, Heinrich Hoffmann, einst auf den Spuren von Franz Marc.5 Dessen Tochter Henriette von Schirach erinnert sich sp?ter: "Vater hatte das Maleratelier Franz Marc abgemietet. Jahrelang hing noch Franz Marcs Briefkasten an der T?r, in hohen Jugendstilbuchstaben stand da sein Name. Seine Lithographiesteine, die er dagelassen hatte, waren mein Spielzeug, die springenden Gazellen darauf sehe ich noch, wei? in sandigem Braungelb." Dennoch untergraben die reaktion?ren Kr?fte seit der "Machtergreifung" die moderne Kunst, die ihren ohnehin vagen gesellschaftlichen Halt zusehends verliert. Ihre Bef?rworter, Museumsdirektoren, Kunstkritiker oder die K?nstler selbst, werden systematisch ihrer beruflichen Existenz beraubt und die k?nstlerischen Erzeugnisse dem Blick der ?ffentlichkeit entzogen. Auch das Werk von Franz Marc entgeht dieser gro? angelegten Diffamierungskampagne nicht. Gleichwohl wei? Carl Georg Heise von Franz Marcs "ungeheurer Popularit?t, die kurz nach dem Ersten Weltkrieg einsetzte und selbst in der Nazizeit trotz offizieller Verfemung kaum nachgelassen hatte". Angriff auf die Avantgarde: Kunst und Kunstpolitik im Nationalsozialismus [Gebundene Ausgabe] Uwe Fleckner (Herausgeber) Schriften der Forschungsstelle "Entartete Kunst"; #1 Avantgarde Drittes Reich Entartete Kunst Kunstgeschichte Nationalsozialismus Ideologie Kunststile Sprache deutsch Ma?e 170 x 240 mm Einbandart gebunden Kunst Musik Theater Kunstgeschichte Kunststile Avantgarde K?nstler Drittes Reich K?nste Entartete Kunst Kunstgeschichte Nationalsozialismus Ideologie ISBN - 10 3 - 05 - 004062 - 9 / 3050040629 ISBN - 13 978 - 3 - 05 - 004062 - 2 / 9783050040622
      [Bookseller: LLU-Bookservice]
Last Found On: 2016-08-23           Check availability:      maremagnum.com    

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