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3 eigenh. Briefe m. Unterschrift.
Paris, 1852-1854. Zus. 5 S., 8°. „Ab 1830 zog Paris zahlreiche Einwanderer an, die sich vor allem im Osten der Stadt, in den Vierteln um den Canal Saint-Martin und in der Nähe des damaligen Vorortes La Villette niederließen. Dort waren sehr viele Betriebe entstanden, die Arbeitskräfte benötigten. In den 1840er Jahren zählte man 80.000 bis 100.000 deutsche Handwerker und Arbeiter, die in Paris lebten. Um diese Gemeinde seelsorgerisch zu betreuen, gründete der Jesuitenpater Jean-Joseph Chable eine Mission, die als Versammlungsraum zunächst eine Fabrikhalle nutzte. Später wurde eine Kapelle aus Holz errichtet und 1865/66 baute der Architekt Douillard für die aus Deutschland eingewanderten Arbeiter die Kapelle Saint-Joseph-des-Allemands. Bereits 1851 hatte die deutsche Jesuitenmission das Gelände zwischen der Rue Lafayette und dem Quai de Valmy am Canal Saint-Martin erworben. Unterstützt wurde der Bau der Kirche vom österreichischen Kaiser Franz Joseph I. und durch Spenden aus Deutschland und Luxemburg. 1882 musste die Mission aus Geldmangel einen Teil des Grundstücks verkaufen und es wurde ein Wohnhaus vor die Kirche gebaut, sodass die Kirche seitdem nur durch eine Passage von der Rue Lafayette aus zu erreichen ist [...]“ (Wikipedia). - Der Empfänger der auf Französisch abgefassten Briefe ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius\' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag. - Versand D: 12,00 EUR Mislin, Chable, Jesuiten, Jesuit, Paris, Frankreich, Brief, Letter, Lettre, Briefe, Autograph, Autographe, Autographen, Autograf, Autografe, Autografen, Signatur, Signiert, Signed, Signature, Unterschrift, Eigenhändig, Handschrift, Handschriften, Manuscript, Manuscrit, ALS, A.L.S., LAS, L.A.S.
      [Bookseller: Antiquariat Wolfgang Friebes]
Last Found On: 2016-03-28           Check availability:      buchfreund.de    

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