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Commentar über das Gesetzbuch Napoleons oder gründliche Entwickelung der Discussion dieses Gesetzbuches im Staats-Rathe. Aus dem französischen übersetzt, mit practischen Erläuterungen, den Meinungen berühmter Rechtsgelehrten, so wie mit vielen Urtheilen vermehrt, die über wichtige Rechtsfragen, die nach dem Gesetzbuche Napoleons entschieden werden mußten, in Frankreich erlassen worden sind. Übersetzt von Wilhelm BLANCHARD.
bey Keilischen Buchhandlung, Köln 1808 - Köln, bey Keilischen Buchhandlung, 1808-09. 8vo. (1:) 3 Bll., 508; (2:) 537; (3:) 508; (4:) 522 S. Zeitgenössische einfache Pappbände mit geprägten Rückenschildchen und schönem marmoriertem Rotschnitt. (Ebd.-Rücken leicht angeschmutzt, sonst sehr schöner Zustand). Erste Übersetzung des legendären Kommentars "Analyse raisonnée de la Discussion du Code civil" aus der Entstehungszeit des Code civil! - Im Jahre 1800 wurde Maleville von Napoléon beauftragt, zusammen mit Tronchet, Portalis und Bigot-Préameneu den Entwurf eines Code civil auszuarbeiten. Von Napoléon war Maleville als Sekretär und Redakteur innerhalb der Kommisison beauftragt. Seine drei Kollegen beteiligten ihn aber gleichberechtigt an allen Kommissionssitzungen. Maleville betrachtete das Ius Romanum als das in Europa wichtigste und allen anderen überlegene Recht. Innerhalb der Kommission suchte er den Standpunkt des Ius Romanum bei der Ausgestaltung des Entwurfes einzubringen. Bisweilen schoß Maleville auch über dass Ziel hinaus, beispielsweise als er entgegen den Errungenschaften der Französischen Revolution, die auch die gesetzliche Gleichberechtigung der Frau forderte, die Verwirklichung des patriachalischen, römischen Familienmodells forderte. Die Paterfamilias war für ihn beispielgebend und sollte nach seinen Vorstellungen auch Inhalt des Code civil werden. In diesem Sinne lehnte Maleville auch die Ehescheidung ab, einer der großen Errungenschaften der französischen Revolution. Stark romanistisch war er auch im Erbrecht, vor allem bei der im Ius Romanum ausgeprägten grenzelosen Testierfreiheit. - Seine berühmte vierbändige "Analyse raisonnée" über die Diskussion zum Code civil im Staatsrat war ein umfassender, hochinteressanter Kommentar über das Zustandekommen, die Grundlagen und die Ausgestaltung jedes Artikels. Malleville behandelt darin in durchaus unparteiischer Weise die am umstrittensten und am kontroversest diskutierten Fragen im Entstehungsprozeß des Code civil. In der Befolgung der Legalordnung des Code civil zeigt Maleville an den einzelnen Gesetzen auf, warum die eine oder andere Meinung bei der Ausgestaltung des Gesetzes den Vorzug erhalten hat. Er fügt an, warum die eine oder andere Lücke geblieben ist und vor allem, auf welche Weise die geltende Gesetzesregelung vom Ius Romanum auf der einen Seite und dem Gewohnheitsrecht (droit coutumier) auf der anderen Seite hergeleitet bzw. abgewichen ist. - Maleville (1741-1824) war bis zum Jahre 1770 Advokat am Parlement zu Bordeaux, zog sich dann aber nach Domme im Pérogard zurück. Die französische Revolution drängte ihn wieder ins öffentliche Leben zurück. Dort übernahm er Aufgaben in der Justiz und in der französischen Gesetzgebung. Maleville war ein Parteigänger der Revolution und wurde im Jahre 1790 zunächst Mitglied, später Direktor des Direktoriums im Département Dordogne. Ein Jahr später wurde er als Richter an das Kassationsgericht zu Paris, dem obersten französischen Gericht, berufen. Dort wirkte er als Richter bis 1794. Von 1795 bis 1799 wurde er in den Ältestenrat berufen. Im Jahre 1800 schloß er sich Napoléon Bonaparte an, der ihn erneut zum Richter am Kassationsgericht ernannte, wo er bald Präsident der zivilrechtlichen Abteilung wurde. Im Jahre 1806 wurde er zum Senator ernannt und in den Grafenstand erhoben, wandte sich später jedoch von Napoléon ab. Er stimmte für die Entlassung Napoléons und der Rückkehr der Bourbonen zu. Nachdem er sich mit der Restauration verbündet hatte, wurde er 1814 zum Pair und 1817 zum Marquis ernannt. (Ebd.-Rücken leicht angeschmutzt, sonst sehr schöner Zustand). [Attributes: Hard Cover]
      [Bookseller: Antiquariat + Verlag Klaus Breinlich]
Last Found On: 2017-06-22           Check availability:      AbeBooks    

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