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Eigenh. Brief m. Unterschrift.
Paris, 9. VIII. 1851. 1 S., 4°. Der namhafte französische Orientalist Joseph Toussaint Reinaud studierte bis 1814 Theologie in Aix, widmete sich dann in Paris dem Studium des Arabischen, Persischen und Türkischen, erhielt 1824 in der Abteilung der orientalischen Handschriften der königlichen Bibliothek eine Anstellung, wurde 1838 als De Sacys Nachfolger Professor des Arabischen an der École des langues orientales und 1854 Konservator der orientalischen Handschriften in der kaiserlichen Bibliothek. Seine Hauptwerke sind „Monuments arabes, persans et turcs du cabinet de M. le duc de Blacas“ (Paris 1828, 2 Bde.), ein in seiner Art klassisches und namentlich für die Entzifferung der Inschriften auf geschnittenen Steinen etc. epochemachendes Werk; „Extraits des historiens arabes relatifs aux guerres des croisades“ (neue Aufl. 1829); „Histoire de l\'artillerie“ (mit Favé, 1845); „Relation des voyages faits par les Arabes et les Persans dans l\'Inde et à la Chine dans le IX. siècle“ (Text von Langlès, Übersetzung von R., 1845, 2 Bde.); „Mémoire géographique, historique et scientifique sur l\'Inde“ (1849); „Notice sur Mahomet“ (1860) u.a. Ferner gab er den arabischen Text der „Geographie“ des Abul Feda sowie eine französische Übersetzung derselben und De Sacys „Séances de Hariri“ in 2. Auflage heraus. - Der Empfänger des auf Französisch abgefassten Briefes ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius\' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag. - Versand D: 12,00 EUR Mislin, Reinaud, Orientalistik, Orient, Brief, Letter, Lettre, Briefe, Autograph, Autographe, Autographen, Autograf, Autografe, Autografen, Signatur, Signiert, Signed, Signature, Unterschrift, Eigenhändig, Handschrift, Handschriften, Manuscript, Manuscrit, ALS, A.L.S., LAS, L.A.S.
      [Bookseller: Antiquariat Wolfgang Friebes]
Last Found On: 2017-06-22           Check availability:      buchfreund.de    

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