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3 eigenh. Briefe m. Unterschrift u. 2 eigenh. Gedichte.
Rio de Janeiro u. Rom, 1844-1861. Zus. 9 S. (Briefe) u. 7 S. (Gedichte), 8°. „Bedini wurde als Spross der bekannten aus Ostra stammenden Bedini Familie geboren [...]. Als jüngster von sieben Söhnen, wurde Bedini für eine kirchliche Karriere bestimmt. Sein Vater meldete den Jungen im Priesterseminar von Senigallia an, wo Bedini am 20. Dezember 1828 die Priesterweihe empfing. In den folgenden Jahren war er Kanoniker an der Kathedrale von Senigallia. Dank einflussreicher Freunde, unter denen sich auch der gleichfalls aus Senigallia stammende Giovanni Maria Mastai Ferretti, der spätere Papst Pius IX., befand, wurde er 1838 in den diplomatischen Dienst der Kurie berufen. Hier wurde er zunächst als Sekretär von Lodovico Altieri, dem Erzbischof von Ephesos und Nuntius in Österreich tätig. 1845 wurde Altieri, der zwischenzeitlich einige Erfahrungen in der Diplomatie gesammelt hatte, nach Rom beordert. Dort wurde er am 21. April 1845 von Papst Gregor XVI. zum Kardinal berufen und mit dem Amt des Apostolischen Protonotars betraut. Damit war Bedinis Tätigkeit als Sekretär Altieris beendet. Seine erste selbstständige Mission führte Bedini von Oktober 1845 bis August 1847 nach Brasilien, wohin er als Internuntius entsandt wurde. Dort arbeitete er vornehmlich auf eine Verbesserung der Lebensbedingungen der deutschen Einwanderer hin. Bei dieser Gelegenheit versuchte er auch Protestanten für die katholische Kirche zu gewinnen. Zu gleicher Zeit wie Bedini hielt sich auch Giuseppe Garibaldi in Südamerika auf. Hieraus ergaben sich Kontakte, die in einem Brief Garibaldis an Bedini gipfelten, in dem Garibaldi bat, dem Papst mitzuteilen, dass sein Schwert und seine Italienische Legion jederzeit für das geliebte Heimatland und die Kirche zur Verfügung stünden, wie es die unsterbliche und ewig neue gemeinsame Religion einfordere. Er sei sich jedoch darüber im Klaren, dass der Thron Petri auf Fundamenten stehe, die nicht von Menschenhand erschüttert werden könnten. Bedini nahm den Brief dankend entgegen, doch wurde Garibaldis Offerte in Rom nicht angenommen. Als Bedini 1848 nach Rom zurückkehrte wurde er Assistent des Kardinals Giacomo Antonelli, der zu dieser Zeit die Stellung eines Außenministers des Kirchenstaats innehatte. Von März bis November 1848 folgte Bedini dem Papst im Gefolge der Revolution von 1848 ins Exil nach Gaeta. In dieser Zeit vermochte Garibaldi, den Widerwillen der Römer gegen Napoléon III., dessen Truppen dem Papst zu Hilfe kamen, auszunutzen und unterstützte das Triumvirat aus Giuseppe Mazzini, Aurelio Saffi und Carlo Armellini, welches der kurzlebigen römischen Republik vorstand. In der Folge der Rückkehr des Papstes nach Rom war Bedini von 1849 bis 1852 wieder als päpstlicher Nuntius tätig. In dieser Zeit wurde er als Legat und Botschafter nach Bologna entsandt. Gerade zu Beginn seiner Arbeit in Bologna wurde der von den Österreichern bei Comacchio gefangen genommene italienische Patriot Ugo Bassi in die Stadt gebracht und dort schließlich am 8. August 1849 erschossen. Viele Anhänger der italienischen Patrioten warfen Baldini vor, dass er nichts unternommen habe, um Bassi zu retten. Dabei ließen sie wohl außer acht, dass Bedini ohnehin nur äußerst wenig Einfluss auf die Entscheidungen der Österreicher hätte ausüben können. Am 15. März 1852 wurde Bedini zum Titularerzbischof von Thebae ernannt. Drei Tage später erhielt er von Kardinal Luigi Lambruschini den Auftrag, sich als päpstlicher Nuntius nach Brasilien zu begeben. Die Einreise nach Brasilien bleib ihm jedoch wegen einer dort gerade wütenden Pestepidemie verwehrt, so dass er sich statt dessen in die Vereinigten Staaten begab und so der erste päpstliche Nuntius in den USA wurde. Während seines gesamten Aufenthaltes in den USA wurde Bedini von italienischen Patrioten unter der Führung des ehemaligen Priesters Alessandro Gavazzi wegen seiner angeblichen Beteiligung an der Hinrichtung Bassis verfolgt. Es wurden sogar gegen Bedini gerichtete Proteste auf öffentlichen Plätzen organisiert. Nach einem gewalttätigen Protestakt in Cincinnati verhaftete man indes die Rädelsführer und wies sie aus den USA aus. Die restliche Zeit in den USA konnte Bedini sodann in relativer Ruhe verbringen. 1856 wurde er bei seiner Rückkehr nach Italien zum Generalsekretär der Kongregation für die Evangelisierung der Völker ernannt und im März 1861 zum Bischof von Viterbo und Toscanella geweiht. Bei seinem Einzug in Viterbo am 8. Mai 1861 wurde er von der Bevölkerung und vom Klerus herzlich begrüßt und durch die festlich illuminierten Straßen der Stadt zur Kathedrale geleitet. Am 27. September 1861 wurde Bedini zum Kardinalbischof von Santa Maria sopra Minerva geweiht. Bedini verstarb plötzlich und unerwartet am Morgen des 6. September 1864 im Alter von 59 Jahren, als er vermutlich einen Schlaganfall erlitt. In der Stadt Viterbo herrschte ob der Todesnachricht große Trauer. Obwohl sich viele Gäste in der Stadt befanden, die an einem Fest zu Ehren der Heiligen Rosa teilnehmen wollten, wurde dieses Fest abgesagt. Bedini wurde in der Kathedrale von Viterbo in einem Marmorgrabmal in der Nähe der heiligen Rosa und seines Vorgängers bestattet“ (Wikipedia). - Der Empfänger der auf Französisch abgefassten Briefe ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius\' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag. - Versand D: 12,00 EUR Mislin, Bedini, Brasilien, Amerika, Brief, Letter, Lettre, Briefe, Autograph, Autographe, Autographen, Autograf, Autografe, Autografen, Signatur, Signiert, Signed, Signature, Unterschrift, Eigenhändig, Handschrift, Handschriften, Manuscript, Manuscrit, ALS, A.L.S., LAS, L.A.S.
      [Bookseller: Antiquariat Wolfgang Friebes]
Last Found On: 2015-12-15           Check availability:      buchfreund.de    

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