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Kurtze, doch umbständliche Relation von der Ermeländischen Messer-Schluckerin., Wie selbige im Dorffe Torninen den 1. Julii dieses jetztlauffenden 1720ten Jahres ein Messer verschlucket, und den eylfften Tag desselben Monaths in Rastenburg durch den Schnitt glücklich davon befreiet worden. Nebst einer Erörterung einer dawieder gemachten Einwürffe ans Licht gestellet, durch Heinrich Bernhard Hübner, Med. Doct. des Königl. Berlinis. Collegii Medici-Adjunctum und Physicum zu Rastenburg.
Königsberg: bey Johann Stelter, 1720 - 1 gestochene Tafel, 1 Titelblatt, 18 (4) Seiten. "Am 1. Juli 1720 verschluckt die 47-jährige Bäuerin Anna Lembcke aus dem ostpreußischen Dorf Torninen bei Rastenburg ein Messer mit Hirschhorngriff, dassie sich in den Hals gesteckt hatte, 'weil sie sich im Magen etwas übel befunden, und gerne etwas brechen wollen, durch Beyhülffe des Messers'. Nach drei Tagen beginn sie Schmerzen in der Nähe des Nabels zu fühlen, die beständig zunehmen; die Messerspitze hat die Magenwand duchstoßen und sich in die Bauchdecke gebohrt. Ihr 'elender, und der Todes-Gefahrt unterworffener Zustand' veranlßt den Ehemann, sich nach Rastenburg zubegeben und den dortigen Stadtkämmerer aufzusuchen, der zugleich das Amt des Chirugus innehat. Der geltenden brandenburg-preußischen Medizinalordnung entsprechend, . . wendet sich Chirug Johann Horch sofort um Hilfe in dieesem ungewöhnlichen und heiklen Fall an den Arzt Heinrich Bernhard Hübner, Stadtphysikus von Rastenburg und Adjunkt des Königlichen Collegium Medicum. Hübner untersuch die Patientin, ordnet die Gabe vorbereitender Medikamente an und entschließt sich, eineTag später - am 11. Juli - die Öffnung der Bauchdecke zu wagen, obwohl ein Teil der medizinischen Fachwelt eine die Megenwand öffnende Verletzung für absolut tödlich hält. Anna Lembke wird stehend auf eine schräg gegen eine Wand gelehntes Brett gebunden, zudätzlich von 'zweyen Feldschereerern an den Armen gehalten' und bei vollem Bewußtsein vor einer Schar neugieriger Zuschauer operiert. . . .Für die folgenden Tage verordnet Hübner eine strenge Diät sowie stärkende Mittel, während Chirugus Horch ffür die Wundheilung zuständig ist. Am 24. Juli wird Frau Lembcke, da sie keine Schmerzen mehr verspürt und auch der Arzneien überdrüssig ist, auf eigenen Wunsch nach Hause entlassen. Als Hübner sie am 2. August besucht, findet er sie bei bester Gesundheit. (Uwe Ottoin Satyren und Launen Nr. 20)) * * Sehr selten * * Beigebunden: Christian Friedrich Chüden: Methodus nova praeservandi et curandi Atrophiam seu Maciem infantum, & per consequens Morbum sic dictum Anglicum, quam multiplici experientaconfirmatam publicis usibus commendat D. Christianus Fridericus Chuden, Physicus provincialis in Vetri Marchia et Collegii Medici Berolinensis Adjunctus. Lipsiae (Leipzig): Ernsti Henrici Campen (Bibliopolae Veteris Marchiae) / Soltquellae (Salzwedel): Christian Schust, 1726. 3 Blätter, 16 Seiten. (Christian Friedrich Chüden war Hofmedikus zu Lüneburg) - Gut erhaltenes Exemplar. - Dabei: Hübner, Heinrich Bernhard: Kurtze, doch umbständliche Relation von der Ermeländischen Messer-Schluckerin. Photomechanischer Nachdruck. Herausgegeben und mit Erläuterungen versehen von Uwe Otto. Mit Illustrationen von Wolfgang Jörg und Erich Schönig. (Satyren und Launen Nr. 20) Berlin: Berliner Handpresse 1983. Numerierte und signierte Auflage. 34, 5 x 24, 5 cm, illustrierter Original-Pappband mit Deckeltitel. - Gut erhalten. Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 600 20 x 15,5 cm, moderner Pappband mit leinerner Steh- und Kopfkante. [Attributes: Hard Cover]
      [Bookseller: Matthias Severin Antiquariat]
Last Found On: 2015-11-20           Check availability:      ZVAB    

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