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Josef Hegenbarth (1884-1962). Der Löwenbändiger. Schwarze Tusche auf Papier
- Josef Hegenbarth (1884 Bömisch-Kamnitz-Dresden 1962). Der Löwenbändiger. Schwarze Tusche auf Papier. -- Beschreibung: -- Schwarze Tusche auf Papier. unten rechts signiert: "Josef Hegenbarth". -- Größe/Size: -- 27,4 x 20,7 cm. -- Zustand: -- Sehr guter Zustand. -- Weitere Beschreibung: -- Die sonderbare, zugleich schillernde wie einfache Welt des Zirkus hat Josef Hegenbarth über viele Jahrzehnte fasziniert. Seit der Mitte der 1920er Jahre befasste er sich in seinen Darstellungen intensiv mit diesem Thema, zunächst in farbigen Pinselzeichnungen und ab 1935 in dramatisch schwarzen Tuschpinselzeichnungen. Einige von diesen wurden in den Ausgaben des Münchner Simplicissimus publiziert. Wann immer es ihm möglich war, besuchte er Zirkusvorführungen, versuchte stets, in der ersten Reihe zu sitzen, um alle Eindrücke möglichst unmittelbar aufzunehmen und sogleich vor Ort, im Dunkel des Zuschauerraums, rasche Skizzen auf das Papier zu bringen. Im Atelier komponierte er die unmittelbaren, singulären Eindrücke zu farbigen Darstellungen oder führte sie energisch in schwarzer Tusche aus. Wie bei seinen meisterhaften Porträts, die ihn zu einem der bedeutendsten Künstler seiner Zeit machten, tauchte Hegenbarth auch in den Zirkusdarstellungen tief in die Psyche der dargestellten Lebewesen ein. Er beobachtete den Dompteur ebenso intensiv wie die Löwen, Tiger oder Pferde in der Manege. Die Psychologie des Tierbändigers und das Wesen des wilden, dressierten Tieres regten Hegenbarth unaufhörlich zum kreativen Schaffen an. Die Unvorhersehbarkeit der Situationen in der Manege, die gelegentliche Gefahr, das zuweilen Groteske, Unheimliche aber immer wieder auch Amüsante, das sich hier abspielte, bedeutete einen unerschöpflichen Motivfundus für den Maler. Die Spannung, welche das Verhältnis zwischen Mensch und Tier in der Zirkusmanege auszeichnet, hat Josef Hegenbarth in unserer kraftvollen Darstellung mit Feder und Pinsel in schwarzer Tusche eingefangen. Indem der Künstler in dieser Komposition zwei Tiere zeigt, gelingt es ihm, den Widerspruch, der in der Dressur eines wilden Löwen durch den Menschen liegt, zu thematisieren. Der imposante Kopf eines männlichen Löwen dominiert die Bildmitte. Trotz Domestizierung scheint das Tier seiner Wildheit lange nicht beraubt - ins Profil gewendet offenbart er alle Attribute des Königs der Wüste. Die üppige Mähne kennzeichnet Hegenbarth durch breite Pinselstriche. Das weit aufgerissene Maul entblößt scharfe Zähne, die der Künstler mit spitzer Feder umrissen hat. Die kraftvolle Zunge und die aufgerissenen Nüstern sind mit satter Tusche wiedergegeben. Energisch wirft das Tier den Kopf herum, um mit dem Dompteur zu kommunizieren. Dieser erscheint beinahe klein und geradezu verletzlich, wie er dort hinter dem prachtvollen Tierkörper etwas ungelenk steht. Die Natur siegt hier über das Künstliche. Es ist das Löwenweibchen, das die Choreographie der Vorführung aufrecht erhält und dem Publikum zugewandt ihre Kunststücke vorführt. Ihr Fell hat Hegenbarth in tiefem, glänzendem Schwarz gestaltet, die Umrisslinien ihres Körpers sind weich und verleihen der Tiergestalt eine besondere Anmut. Das Publikum im Hintergrund wurde nur schemenhaft angedeutet. Doch die wenigen Linien genügen dem Künstler, um die Spannung, die von der Szene in der Manege ausgeht, in das Zirkuspublikum zu transportieren und damit dem Bildbetrachter zu vermitteln. [Attributes: Signed Copy]
      [Bookseller: H. W. Fichter Kunsthandel e.K.]
Last Found On: 2015-11-18           Check availability:      ZVAB    

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