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Das Lobgedicht auf K├Ânig Robert von Anjou - Faksimile 2007 - 9999. [1278883]
- Mit dem um 1340 entstandenen Lobgedicht auf Robert von Anjou, K├Ânig von Neapel (1278-1343), h├╝tet die ├ľsterreichische Nationalbibliothek eines der wichtigsten Zeugnisse der mittelalterlichen Herrschaftsinszenierung und zugleich eines der herausragendsten Beispiele der Buchmalerei des 14. Jahrhunderts. Insgesamt 43 gro├čformatige Miniaturen auf 72 Seiten, reich ausgestattet mit ziseliertem Gold und Silber, illustrieren diesen au├čergew├Âhnlichen Codex. Die zum Teil ganzseitigen Miniaturen beeindrucken durch das monumentale Format der Handschrift (48,5 x 34,4 cm); 29 Fleuronn├ęe-Initialen und 8 Deckfarben-Initialen auf Goldgrund erg├Ąnzen die phantastische Ausstattung. Kaleidoskopartig wird nahezu der gesamte mittelalterlich-fr├╝hneuzeitliche Bildungskanon ausgebreitet. Somit zeugt die Handschrift vom verschwenderischen intellektuellen und k├╝nstlerischen Aufwand, der zur Inszenierung des K├Ânigtums von Robert von Anjou betrieben wurde. Einiges spricht daf├╝r, dass Robert selbst die Herstellung der Handschrift veranlasste. Das Lobgedicht auf Robert von Anjou stellt den K├Ânig als idealen Herrscher dar, der allein f├Ąhig sei, Italien unter seiner Herrschaft zu einigen. Denn Italien ist zerrissen: Robert soll als zuk├╝nftiger Herrscher die Verh├Ąltnisse seiner Zeit ordnen. Der Verfasser beklagt, dass Italien im Gegensatz zu anderen Staaten keinen K├Ânig habe; ebenso prangert er die Abwesenheit der P├Ąpste von Rom w├Ąhrend ihres ┬╗Babylonischen┬ź Exils in Avignon (1309-1376) an. Der Codex enth├Ąlt zwei reich bebilderte Teile. Der umfangreichere erste Abschnitt umfasst das Lobgedicht (regia carmina) auf K├Ânig Robert von Anjou, ein in der damals f├╝r Herrscherlob ├╝blichen Art ├╝berschw├Ąngliches Poem, das den Adressaten als Retter der Kirche und idealen K├Ânig ganz Italiens feiert. Die Miniaturen stellen den ┬╗idealen┬ź Hofstaat Roberts vor: Allegorien Italiens und italienischer St├Ądte sowie Tugenden, die den K├Ânig als idealen Herrscher preisen. So treten die f├╝r ihr Land bittende Italia oder mythologische Gestalten der Antike vor den Thron Roberts. Der K├Ânig sieht sich selbst als von Gott f├╝r seine Aufgabe auserw├Ąhlt, Italien zu einigen. Entsprechend wird in mehreren gro├čartigen Miniaturen der himmlische Hofstaat dem seinen gegen├╝bergestellt. Der zweite Teil unterst├╝tzt die Absicht, den K├Ânig als den idealen Herrscher darzustellen: mit Zitaten des hl. Augustinus, die auf Robert bezogen sind - ├╝ber die vier Kardinaltugenden, die christlichen Tugenden sowie Allegorien der freien K├╝nste. Die Darstellungen zeugen vom beeindruckenden K├Ânnen der beteiligten Buchmaler. Geboren 1278, war Robert ein Enkel des gro├čen Karl von Anjou. Seine Kindheit verbrachte er nach einer verlorenen Seeschlacht seines Vaters, Karls II. von Neapel, in Geiselhaft am aragonesischen Hof. 1309 - nach dem Tod Karls II. - wurde Robert K├Ânig von Neapel und Sizilien. Er erfreute sich p├Ąpstlicher Gunst, da die P├Ąpste - seit 1309 in Avignon - ihn als ┬╗ihren┬ź Mann in Italien sahen, der dem Imperium die Stirn bieten und die Interessen des Papsttums vertreten k├Ânnte. So stand er bis zu seinem Tod 1343 in Konflikt mit den deutschen Herrschern, von Kaiser Heinrich VII. bis zu Ludwig dem Bayern, die, der Tradition seit Karl dem Gro├čen folgend, Italien als ihren Besitz ansahen. Politisch war Robert nicht sehr erfolgreich, umso beeindruckender ist dieses Zeugnis seines Anspruchs auf die Einigung Italiens, die erst 500 Jahre sp├Ąter verwirklicht wurde. Der Text wird durch rote und blaue Schmuckbuchstaben gegliedert, die reich mit Fleuronn├ęe in der jeweiligen Gegenfarbe geschm├╝ckt sind. Im zweiten Teil der Handschrift stehen den Fleuronn├ęe-Initialen auch Deckfarben-Initialen mit reichlicher Verwendung von poliertem Blattgold gegen├╝ber. Ihre plastische Modellierung und die strahlende Farbigkeit zeugen von der Kunstfertigkeit der ausf├╝hrenden Maler. Der Text muss zwischen 1334 und 1343 entstanden sein. Er gibt auch Hinweise auf den bisher nicht eindeutig identifizierten Autor: Dieser bezeichnet sich als Pro [Attributes: Hard Cover]
      [Bookseller: Fr├Âlich und Kaufmann]
Last Found On: 2016-12-01           Check availability:      IberLibro    

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