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AusfĂĽhrliches Leben und besondere Schiksale - - 1759. [1275873]
Frankfurt und Leipzig, 1759. 80 S. Umschlag aus altem Material. Bruland, Wilde Kinder in der Frühen Neuzeit, SS. 39-44. - Haarsträubende Geschichte, die von Bruland ob ihrer Authentizität auch stark angezweifelt wird: Im Sommer 1756 besucht der \"bekannte Physicus zu Edinburg, Milsintown\" die schottischen Insel Barra um naturkundliche Studien dort zu betreiben; er sieht ein wie einen Hund sich bewegendes Wesen, das bald eingefangen wird und sich als \"Knabe von 14 bis 15 Jahren“ und \"nakend, schwarz und zottigt am Leibe\" entpuppt. Der Junge gibt nur tierische Laute von sich und ernährt sich ausschließlich von rohem Fleisch. Bei genauerer Untersuchung zeigt sich, dass der Junge ein entwichener Sklave sein muss; am Hintern hat er ein Brandzeichen und in den Ohren Löcher. Das Gesicht wird als grauenhaft hässlich beschrieben, entstellt von Narben, der Mund sei \"einem Löwenrachen ähnlich\". Bei dem Versuch ihm durch eine fehlgeschlagene Operation sein Sprachvermögen zurückzugeben, werden die Entstellungen noch schrecklicher. - Der spanische Kaufmann Don Josepho Valverde klärt den \"Entdecker\" des Wilden Kindes über dessen Herkunft auf. Das Kind wäre von vornehmer Herkunft, sein Vater ehemals \"der oberste Sklave bey dem Holländischen Commandanten“ in Curacao, aber als Anführer eines Sklavenaufstandes wäre dieser grausam von den spanischen Herrschern getötet worden. Dessen Frau sei während des Aufstandes mit dem Kind geflohen, auf Barra gelandet, dort bald verstorben und das Knabe sei nun auf der einsamen Insel einsam wie ein wildes Tier aufgewachsen. - Bald verstirbt der Eduard genannte Junge im Gewahrsam des Dr. Milsintown, der mit der Leiche seine naturwissenschaftlichen Pläne weiter verfolgt: \"Sein Cadaver stehet nun auf dem grossen Saal der anatomischen Akademie zu Edenburg, und erhält noch sein Angedenken.“ - Bruland schildert recht ausführlich das Für und Wider der Echtheit der alle Stereotypen des \"Wilden Kindes\" bedienenden Geschichte; Fazit ist das der sicherlich deutsche Autor (das Vorwort gaukelt eine Übersetzung aus der \"Schottländischen Sprache, die noch weit schwerer, als die Englische“ zu verstehen sei, vor) sich an dem Erfolg eines wohl im selben Verlag erschienenen Werkes über das tatsächlich existente Wolfskind Marie-Angélique Le Blanc anhängen wollte. Versand D: 5,00 EUR
      [Bookseller: Antiquariat Uwe Turszynski]
Last Found On: 2016-11-28           Check availability:      buchfreund.de    

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